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ÖAMTC-Warnung: Kindersitze fliegen bei Crashtest aus Basisstation

8. April 2026
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Eine erschreckende Entdeckung im aktuellen Kindersitztest des ÖAMTC sorgt für Aufregung unter österreichischen Eltern: Bei mehreren Kindersitzmodellen lösten sich die Sitze während der Crashtests komplett von ihrer Basisstation und wurden durch den Fahrgastraum geschleudert.

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Eine erschreckende Entdeckung im aktuellen Kindersitztest des ÖAMTC sorgt für Aufregung unter österreichischen Eltern: Bei mehreren Kindersitzmodellen lösten sich die Sitze während der Crashtests komplett von ihrer Basisstation und wurden durch den Fahrgastraum geschleudert.

White-Label-Kindersitze

Im Zentrum der ÖAMTC-Tests stehen White-Label-Kindersitze – baugleiche Modelle, die unter unterschiedlichen Namen vertrieben werden. Händler können diese Sitze individualisieren und in großen Mengen über Plattformen wie "Alibaba" beziehen. Entsprechend finden sich diese Modelle unter Namen wie "Ding Aiden 360", "Kidiz 360", "Kids Zone i-Size 360", "Buf Boof Tweety Plus", "Miophy i-Size 360", "Xomax 946i" oder "Lettas i-Size 360" auf diversen Online-Verkaufsportalen wieder. Obwohl sich diese Produkte optisch und im Labeling unterscheiden, sind sie technisch nahezu identisch.

Kinderkraft Mink Pro 2

Auch beim Sitz "Kinderkraft Mink Pro 2" wurden erhebliche Mängel festgestellt: Im Frontalcrash löste sich die Babyschale aus der Isofix-Station "Base Mink FX2" und wurde durch den Fahrgastraum geschleudert. Der ÖAMTC-Experte weist darauf hin, dass dieser Sitz alternativ vorerst auch ohne Isofix-Station weiterverwendet werden kann. Hierbei ist jedoch auf den korrekten Gurtverlauf beim Einbau zu achten. "Ohne die Basisstation bot der Sitz in den Crashversuchen einen guten Schutz", so Kerbl.

Testbedingungen und rechtliche Lage

Die Frontalaufprallversuche, die der ÖAMTC und seine Partnerorganisationen im Rahmen ihrer Verbraucherschutztests durchführen, orientieren sich an der Unfallschwere der Euro NCAP-Crashtests. Dabei wirken auf die Produkte deutlich höhere Kräfte als bei den gesetzlich vorgeschriebenen Zulassungsprüfungen für Kindersitze. Da die genannten Modelle diese gesetzlichen Anforderungen erfüllen, dürfen sie in Europa verkauft werden.

Ein Anspruch auf Rückgabe oder Umtausch bereits erworbener Produkte lässt sich jedoch nicht allein aus dem schlechten Abschneiden in Verbraucherschutztests ableiten. Ein solcher Anspruch bestünde für Konsument:innen lediglich, wenn gesetzliche Anforderungen nicht erfüllt würden.

Herstellerreaktionen

Der ÖAMTC informierte alle betroffenen Anbieter bereits im Vorfeld der Veröffentlichung über die Testergebnisse. Der Hersteller Lettas, Produzent der White-Label-Kindersitze in China, gab an, in Hinblick auf die Sicherheitsproblematik seit Jänner einige Verbesserungen an den Sitzen vorgenommen zu haben. Kinderkraft kündigte einen kostenlosen Umtausch des Modells "Mink Pro 2 + Base Mink FX2" an. Kund:innen können sich hierfür unter der E-Mail-Adresse [email protected] melden.

Empfehlung des ÖAMTC

Der Experte rät Eltern dringend, sich vor dem Online-Kauf von Kindersitzen umfassend über unabhängige Testergebnisse zu informieren. Die vollständigen Ergebnisse des neuen ÖAMTC-Kindersitztests mit allen untersuchten Modellen werden am 26. Mai 2026 veröffentlicht.

Schlagworte

#Test#ÖAMTC#Kindersitz#Sicherheit#Verbraucher#Auto#Kinder

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