Ferlaino und Hochreiter unter den Neugewählten
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften wird weiblicher: 63% der neu gewählten Mitglieder sind Frauen. Margit Fischer wird Ehrenmitglied.
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat bei den Wahlen im März 46 neue Mitglieder aufgenommen: 29 Frauen und 17 Männer. Erstmals in ihrer Geschichte stellen Frauen bei den Mitgliedern unter 60 Jahren den größeren Anteil.
Zu den neu gewählten Mitgliedern zählen Francesca Ferlaino (Institut für Experimentalphysik, Universität Innsbruck; Institut für Quantenoptik und Quanteninformation Innsbruck, ÖAW) und Sepp Hochreiter (Institute für Machine Learning, Johannes Kepler Universität Linz).
Als Ehrenmitglieder wurden Margit Fischer (Vorsitzende des Vereins ScienceCenter-Netzwerk) und Andreas Barner (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Frankfurter Allgemeinen Zeitung GmbH) aufgenommen.
ÖAW-Präsident Heinz Faßmann sagte: „Die Akademie wird jünger, vielfältiger und weiblicher. Über 60 Prozent der neu gewählten Mitglieder sind Frauen. Die Bandbreite der Forschungsbereiche ist beeindruckend und umfasst gesellschaftlich hoch relevante Fächer, von Demokratieforschung und Iranistik bis zu Informatik, Tumorbiologie und Quantenphysik. Ich freue mich auf die frischen, ungewöhnlichen und inspirierenden Ideen und Perspektiven der neuen Mitglieder, besonders der Rising Stars der Jungen Akademie.“
Die Akademie gliedert sich in eine philosophisch-historische Klasse und eine mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse sowie eine Junge Akademie, deren Mitglieder bei ihrer Wahl höchstens 40 Jahre alt sind. Die Wahl der Mitglieder findet alle zwei Jahre, jene der Jungen Akademie jährlich statt.
Philosophisch-historische Klasse: Wolfgang Mueller (Institut für Osteuropäische Geschichte, Universität Wien), Barbara Prainsack (Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien), Florian Schwarz (Institut für Iranistik, ÖAW) und weitere.
Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse: Francesca Ferlaino und Sepp Hochreiter sowie Anna Christina Obenauf (Research Institute of Molecular Pathology, Wien) und Sylvia Cremer (Institute of Science and Technology Austria, Klosterneuburg).
Die Junge Akademie wählte neun neue Mitglieder, darunter Anna Dolganov (Österreichisches Archäologisches Institut, ÖAW) und Gerben Oling (derzeit: School of Mathematics, University of Edinburgh; ab 2026: Institut für Theoretische Physik, Technische Universität Wien).
Ehrenmitglieder – Gesamtakademie: Andreas Barner; Margit Fischer.
Wirkliche Mitglieder – Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse: Francesca Ferlaino; Sepp Hochreiter.
Wirkliche Mitglieder – Philosophisch-historische Klasse: Martin Korenjak; Wolfgang Mueller; Barbara Prainsack; Philipp Schmidt-Dengler; Florian Schwarz; Melanie Unseld.
Korrespondierende Mitglieder im Inland – Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse: Silke Bühler-Paschen; Sylvia Cremer; Laura Ildiko Kovacs; Anna Christina Obenauf; Sonja Wogrin.
Korrespondierende Mitglieder im Ausland – Mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse: Michele Dougherty; Hélène Frankowska; Kathrin Lang; Karolin Luger; Miriam Merad; Dawn Tilbury; Matthias H. Tschöp; Jun Ye.
Korrespondierende Mitglieder im Ausland – Philosophisch-historische Klasse: Bijan Fateh-Moghadam; Emilia Hrabovec; Holger Kockelmann; Nancy C. Kula; Heike Paul; Marina Rustow; Kristina Stoeckl.
Mitglieder der Jungen Akademie (Auswahl): Philipp Berghofer; Anna Dolganov; Amelia Douglass; Esther Heid; Alicia K. Michael; Gerben Oling; André Rendeiro F.; Lena Sadovski; Victor Wegner Maus.