Erstmals elektrische Schwerfahrzeuge in Steiermark und Tirol im Einsatz
Die Österreichische Post erweitert ihre E-LKW-Flotte um vier MAN eTGS Fahrzeuge und spart damit 189 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.
Die Österreichische Post AG nimmt vier neue elektrische Schwerfahrzeuge in Betrieb. Die Investition beträgt über 1,7 Millionen Euro. Erstmals kommen E-LKW auch in der Steiermark und in Tirol zum Einsatz.
Zwei der vier MAN eTGS Fahrzeuge sind bei den Logistikzentren in Kalsdorf bei Graz und Vomp stationiert. Die Post erweitert damit ihre elektrische Schwerfahrzeugflotte erstmals über Wien hinaus auf die Bundesländer Steiermark und Tirol.
"Mit den neuen E-LKW ersetzen wir vier herkömmliche Diesel-LKW und sparen damit fast 189 Tonnen direkte CO₂-Emissionen pro Jahr ein", erklärt Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand für Paket & Logistik der Österreichischen Post AG.
An den Standorten Kalsdorf und Vomp übernehmen die Fahrzeuge Abholungen aus Postfilialen und Firmenstandorten und transportieren Pakete, Briefe und andere Sendungen zu den jeweiligen Zustellbasen. Zwei weitere Fahrzeuge kommen in Wien zum Einsatz, womit dort insgesamt vier E-LKW eingesetzt werden.
Die Post setzt bereits seit Mai 2024 erste E-LKW ein. Zwei Fahrzeuge pendelten zwischen dem Logistikzentrum Wien-Inzersdorf und dem Flughafen Wien-Schwechat und wurden auf verschiedenen Strecken und Höhenprofilen in Österreich getestet. Die Erfahrungen bildeten die Basis für den aktuellen Flottenausbau.
Bei der Ausschreibung erhielt MAN mit dem eTGS den Zuschlag. Zum Einsatz kommt ein 6x2 Chassis mit Aufleger für Wechselaufbaubrücken (WAB-Container); Anhängerbetrieb ist möglich.
Sechs Batteriepacks sorgen gemeinsam für eine Batteriekapazität von 560 Kilowattstunden (kWh), was eine Reichweite von rund 400 Kilometern ermöglicht. Der zentral verbaute Synchron-Elektromotor leistet 400 Kilowatt (kW) und ermöglicht ein Zuggesamtgewicht von bis zu 44 Tonnen.
An den neu errichteten Ladestationen kann der MAN eTGS in knapp 90 Minuten von 20 auf 80 Prozent Batteriestand aufgeladen werden. Zur Aufladung wird laut OTS ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen bezogen, der auch in Österreich produziert wurde.
Die Logistikzentren in Wien, Kalsdorf und Vomp verfügen über Photovoltaikmodule mit einer Leistung von insgesamt circa 9 Megawatt peak (MWp). An allen drei Standorten wurden neue Schnellladestationen errichtet.
Die Gesamtinvestitionskosten für die vier neuen E-LKW inklusive Ladeinfrastruktur betragen über 1,7 Millionen Euro. Die Anschaffung wurde durch das Förderprogramm "Emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastruktur (ENIN)" unterstützt, an dem die Europäische Union, das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie sowie die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) beteiligt sind.
(Stand: März 2026)