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Post investiert 1,7 Mio. Euro in E-LKW-Flotte

Erstmals elektrische Schwerfahrzeuge in Steiermark und Tirol im Einsatz

23. März 2026 um 12:52
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Die Österreichische Post erweitert ihre E-LKW-Flotte um vier MAN eTGS Fahrzeuge und spart damit 189 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.

Die Österreichische Post AG setzt ihren Weg zur klimaneutralen Logistik konsequent fort: Mit einer Investition von über 1,7 Millionen Euro nimmt das Unternehmen vier neue elektrische Schwerfahrzeuge in Betrieb. Erstmals kommen E-LKW auch in der Steiermark und in Tirol zum Einsatz – ein wichtiger Meilenstein für die nachhaltige Transformation der österreichischen Logistikbranche.

Premiere in der Steiermark und Tirol

Die neuen MAN eTGS Fahrzeuge markieren einen historischen Moment für die österreichische Postlogistik: Zwei der vier E-LKW nehmen ihren Dienst bei den Logistikzentren in Kalsdorf bei Graz und Vomp auf. Damit erweitert die Post ihre elektrische Schwerfahrzeugflotte erstmals über Wien hinaus auf die Bundesländer Steiermark und Tirol.

"Mit den neuen E-LKW ersetzen wir vier herkömmliche Diesel-LKW und sparen damit fast 189 Tonnen direkte CO₂-Emissionen pro Jahr ein", erklärt Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand für Paket & Logistik der Österreichischen Post AG. "Wir bauen unseren E-Fuhrpark also nicht nur in der Zustellung aus, sondern arbeiten Schritt für Schritt auch an der Transportlogistik von morgen."

Vielseitige Einsatzgebiete der E-LKW

Die elektrischen Schwerfahrzeuge übernehmen vielfältige Aufgaben im Logistiknetzwerk der Post. An den Standorten Kalsdorf und Vomp sind sie für Abholungen aus Postfilialen und Firmenstandorten zuständig und transportieren Pakete, Briefe sowie andere Sendungen zu den jeweiligen Zustellbasen. Die beiden zusätzlichen Fahrzeuge in Wien erhöhen die dortige E-LKW-Flotte auf insgesamt vier Fahrzeuge.

Bereits seit Mai 2024 sammelt die Post praktische Erfahrungen mit elektrischen Schwerfahrzeugen. Die ersten beiden E-LKW pendelten seither regelmäßig zwischen dem Logistikzentrum Wien-Inzersdorf und dem Flughafen Wien-Schwechat. Darüber hinaus wurden sie auf verschiedenen Strecken und Höhenprofilen in ganz Österreich getestet – mit durchwegs positiven Ergebnissen, die nun die Grundlage für den aktuellen Flottenausbau bilden.

Technische Innovation: MAN eTGS im Detail

Bei der Ausschreibung setzte sich MAN mit dem eTGS als Bestbieter durch. Das Fahrzeug basiert auf einem 6x2 Chassis mit Aufleger für Wechselaufbaubrücken (WAB-Container) und ermöglicht auch Anhängerbetrieb – eine wichtige Eigenschaft für die flexible Logistik.

Beeindruckende Leistungsdaten

Die technischen Spezifikationen des MAN eTGS sind beeindruckend: Sechs Batteriepacks sorgen für eine Gesamtkapazität von 560 Kilowattstunden (kWh), was eine Reichweite von rund 400 Kilometern ermöglicht. Der zentral verbaute Synchron-Elektromotor leistet 400 Kilowatt (kW) und bewältigt ein Zuggesamtgewicht von bis zu 44 Tonnen – ausreichend für die anspruchsvollen Anforderungen der österreichischen Topografie.

Besonders praxistauglich ist die Schnellladefähigkeit: An den neu errichteten Ladestationen kann der MAN eTGS in nur 90 Minuten von 20 auf 80 Prozent Batteriestand aufgeladen werden. Dies gewährleistet minimale Standzeiten und maximale Effizienz im Logistikbetrieb.

Nachhaltige Energieversorgung

Die Post setzt bei der Energieversorgung ihrer E-LKW konsequent auf Nachhaltigkeit. Geladen wird ausschließlich mit österreichischem Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Die Logistikzentren in Wien, Kalsdorf und Vomp verfügen zudem über Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von circa 9 Megawatt peak (MWp), die zur eigenen Stromproduktion beitragen.

An allen drei Standorten wurden neue Schnellladestationen errichtet, die eine effiziente und umweltfreundliche Aufladung der Fahrzeugflotte ermöglichen. Diese Infrastrukturinvestitionen sind Teil der langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie der Österreichischen Post.

Förderung und Finanzierung

Die Gesamtinvestitionskosten für die vier neuen E-LKW inklusive der erforderlichen Ladeinfrastruktur belaufen sich auf über 1,7 Millionen Euro. Die Anschaffung wurde durch das Förderprogramm "Emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastruktur (ENIN)" unterstützt, das gemeinsam von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie sowie der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) finanziert wird.

Wirtschaftlichkeit und Umweltnutzen

Die Investition zahlt sich sowohl ökologisch als auch langfristig wirtschaftlich aus. Durch den Ersatz von vier konventionellen Diesel-LKW spart die Post jährlich fast 189 Tonnen direkte CO₂-Emissionen ein. Dies entspricht einer bedeutenden Reduktion des ökologischen Fußabdrucks und unterstützt die österreichischen Klimaziele.

Zukunftsperspektiven der E-Mobilität

Der Ausbau der E-LKW-Flotte ist Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie der Österreichischen Post. Das Unternehmen positioniert sich als Vorreiter in der klimaneutralen Logistik und zeigt, dass auch im Schwerverkehr eine erfolgreiche Elektrifizierung möglich ist.

Die positiven Erfahrungen mit den ersten E-LKW seit Mai 2024 haben gezeigt, dass elektrische Schwerfahrzeuge auch unter den anspruchsvollen Bedingungen der österreichischen Topografie zuverlässig funktionieren. Die Reichweite von 400 Kilometern und die Schnellladefähigkeit machen die Fahrzeuge zu einer praktikablen Alternative zu Dieselfahrzeugen.

Auswirkungen auf die Logistikbranche

Mit diesem Schritt setzt die Post ein wichtiges Signal für die gesamte österreichische Logistikbranche. Die erfolgreiche Integration von E-LKW in den Alltag beweist, dass eine nachhaltige Transformation der Transportlogistik nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Der Einsatz in verschiedenen Bundesländern zeigt zudem, dass E-LKW nicht nur in urbanen Gebieten, sondern auch in unterschiedlichen geografischen Regionen Österreichs effizient eingesetzt werden können. Dies könnte andere Logistikunternehmen ermutigen, ebenfalls in elektrische Schwerfahrzeuge zu investieren.

Technologische Entwicklung und Innovation

Die Wahl der MAN eTGS Fahrzeuge unterstreicht den hohen technologischen Standard, den die Post bei ihren E-LKW anlegt. Die Kombination aus hoher Reichweite, starker Motorleistung und flexiblen Einsatzmöglichkeiten macht diese Fahrzeuge zu einer zukunftsweisenden Lösung für die Logistik.

Die Integration von Photovoltaikmodulen an den Logistikzentren zeigt, wie Unternehmen durch eigene Energieproduktion ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen können. Mit einer Gesamtleistung von 9 MWp tragen diese Anlagen erheblich zur umweltfreundlichen Energieversorgung bei.

Die Österreichische Post beweist mit dieser Investition, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. Der Ausbau der E-LKW-Flotte auf die Steiermark und Tirol markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft der österreichischen Logistik."

Schlagworte

#Österreichische Post#E-LKW#Elektromobilität#Nachhaltigkeit#Logistik

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