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AIT präsentiert innovative Brückenmonitoring-Technologien

Österreichisches Forschungsinstitut zeigt datenbasierte Lösungen für Infrastrukturmanagebment beim Dresdner Brückenbausymposium

17. März 2026 um 09:21
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Das AIT Austrian Institute of Technology stellt beim Dresdner Brückenbausymposium 2026 modernste Überwachungstechnologien für Brücken vor.

Das AIT Austrian Institute of Technology ist beim Dresdner Brückenbausymposium 2026 mit dem Baudynamik-Team am Stand 78 vertreten. Vor Ort präsentieren die AIT-Expert:innen Anna Huditz, Alois Vorwagner, Philip Leopold und Vazul Boros aktuelle Lösungen für die zustandsbasierte Bewertung, Überwachung und Lebensdauerverlängerung von Infrastrukturbauwerken. Im Fokus stehen datenbasierte und praxistaugliche Technologien, mit denen Brücken und weitere Verkehrsbauwerke präziser analysiert, effizienter überwacht und nachhaltiger instandgehalten werden können.

Unterstützung auf höchster politischer Ebene

Innovations- und Infrastrukturminister Peter Hanke wird zitiert: "Das AIT Austrian Institute of Technology zählt nicht nur zu Österreichs führenden Forschungs- und Technologieeinrichtungen, sondern nimmt auch europaweit insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Energie und Automatisierung eine führende Rolle ein." Als Beispiel nennt er das Projekt NINA, bei dem moderne Sensortechnologien und digitale Bewertungsmodelle zur baulichen Prüfung von Brücken zum Einsatz kommen. "Mit der Teilnahme am Dresdner Brückenbausymposium erhält 'Innovation made in Austria' eine schöne europäische Bühne", so Hanke.

ALPHA-BWIM & Lastmodelle für Brücken und Streckenabschnitte

Ein Schwerpunkt der AIT-Präsentation ist die Erfassung realer Verkehrslasten als Grundlage für eine präzisere Nachrechnung von Brücken und anderen Verkehrsbauwerken. Mit Bridge Weigh-in-Motion (BWIM), also der Bauwerkswägung von Fahrzeugen im fließenden Verkehr, lassen sich tatsächliche Achslasten, Fahrzeuggewichte und Fahrzeugklassen direkt am Bauwerk erfassen – ohne Eingriffe in die Fahrbahn und ohne Verkehrsbehinderungen. Auf dieser Basis können orts- und zeitbezogene Lastmodelle kalibriert werden, die realistischer sind als pauschal-konservative Normannahmen. Das ermöglicht eine verbesserte Bewertung der Tragsicherheit und eine gezielte Priorisierung von Erhaltungsmaßnahmen.

DFOS – Brückenmonitoring mit verteilter faseroptischer Sensorik

Mit Distributed Fiber Optic Sensing (DFOS) präsentiert das AIT ein Monitoringverfahren, das Dehnungen und Temperaturen ortskontinuierlich entlang einer Faser messen kann. Im Unterschied zu punktuellen Sensorsystemen lassen sich damit lokale Effekte, Rissbildung und Zustandsänderungen besonders früh und hochaufgelöst erkennen. DFOS eignet sich sowohl für Neubauten, bei denen Sensoren direkt in die Struktur integriert werden können, als auch für Bestandsbauwerke, bei denen eine nachträgliche Applikation möglich ist. Das AIT verfügt dafür über entsprechende Messsysteme, Laborinfrastruktur sowie Auswertealgorithmen, um große Datenmengen effizient zu verarbeiten und in Digitale Zwillinge zu integrieren.

Motion Amplification – berührungslose optische Schwingungs- und Verformungsmessung

Am Stand 78 zeigt das AIT Motion Amplification, ein videobasiertes, berührungsloses Messverfahren zur Sichtbarmachung kleinster Bewegungen und Schwingungen. Mithilfe von Hochgeschwindigkeitskameras und spezieller Auswertesoftware können dynamische Bewegungen im Mikro- bis Submillimeterbereich erfasst, verstärkt und quantitativ analysiert werden. Das Verfahren eignet sich für schwer zugängliche Bereiche und ergänzt klassische Messmethoden, etwa bei Brücken, Ingenieurbauwerken oder Lärmschutzwänden. So lassen sich Eigenfrequenzen, Moden, Dämpfung und lokale Verformungen ohne Sensormontage am Bauteil erfassen.

Satelliten-Monitoring – netzweites Infrastrukturmonitoring mit InSAR

Mit InSAR zeigt das AIT außerdem eine skalierbare Lösung für das großräumige, berührungslose Monitoring von Verkehrs- und Schutzinfrastruktur. Die satellitengestützte Radarfernerkundung ermöglicht es, Deformationen einzelner Bauwerke ebenso wie Veränderungen entlang ganzer Infrastrukturnetze zu analysieren. Durch am AIT entwickelte Methoden können unter günstigen Bedingungen Genauigkeiten im Millimeterbereich erreicht werden. Besonders relevant ist InSAR für die Zeitreihenanalyse, Anomaliedetektion, Trendprognosen sowie die Identifikation kritischer Hotspots in Straßen-, Schienen- und Schutzbauwerken.

AIT lädt zum Austausch am Stand 78

Mit dem Auftritt beim Dresdner Brückenbausymposium 2026 unterstreicht das AIT seine Kompetenz im Bereich Baudynamik, Monitoring und datenbasierte Infrastrukturbewertung. Besucher:innen des Symposiums sind eingeladen, sich am Stand 78 mit den AIT-Expert:innen über aktuelle Entwicklungen, Anwendungsfälle und Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen.

Dresdner Brückenbausymposium 2026

Über das AIT

Schlagworte

#Brückenmonitoring#AIT#Infrastruktur#Baudynamik#Digitalisierung

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