Zum Internationalen Tag der Muttersprache bietet das Museum am 20. Februar Rundgänge in über 20 Sprachen an
Das Wien Museum lädt am 20. Februar zum Tag der Sprachen: Kostenlose Führungen von Armenisch bis Ukrainisch zeigen die sprachliche Vielfalt der Stadt.
Wien ist eine Stadt der Vielfalt – und das spiegelt sich nicht zuletzt in den mehr als 100 Sprachen wider, die in der österreichischen Bundeshauptstadt gesprochen werden. Um diese beeindruckende sprachliche Diversität zu würdigen, veranstaltet das Wien Museum am 20. Februar bereits zum zweiten Mal den Tag der Sprachen. Anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache können Besucherinnen und Besucher an kostenlosen Kurzführungen durch die Dauerausstellung „Wien. Meine Geschichte" teilnehmen – und das in mehr als 20 verschiedenen Sprachen.
Das Besondere an diesem Tag: Die Führungen werden nicht von externen Guides durchgeführt, sondern von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus unterschiedlichen Abteilungen des Museums selbst. Sie präsentieren die Ausstellung in ihren jeweiligen Erst- und Zweitsprachen und teilen dabei ihre ganz persönlichen Lieblingsobjekte mit den Gästen. Dieser authentische Zugang macht den Tag der Sprachen zu einem einzigartigen Erlebnis, bei dem Geschichte, Kultur und persönliche Perspektiven aufeinandertreffen.
Den feierlichen Auftakt gestalten die beiden Direktor:innen des Wien Museums höchstpersönlich: Matti Bunzl und Christina Schwarz führen Besucherinnen und Besucher auf Deutsch und Französisch durch das Haus. Danach übernehmen Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Team – das Sprachenspektrum reicht dabei von A wie Armenisch bis U wie Ukrainisch.
Der Internationale Tag der Muttersprache wurde von der UNESCO ins Leben gerufen und wird jährlich am 21. Februar begangen. Er soll die sprachliche und kulturelle Vielfalt fördern und auf die Bedeutung der Mehrsprachigkeit aufmerksam machen. Dass das Wien Museum diesen Anlass nutzt, um die Sprachenvielfalt innerhalb des eigenen Teams sichtbar zu machen, sendet ein starkes Signal für Offenheit und Integration.
Denn die Zahlen sprechen für sich: In einer Stadt, in der über 100 verschiedene Sprachen zu Hause sind, ist Mehrsprachigkeit längst gelebte Realität. Das Wien Museum zeigt mit dieser Initiative, dass kulturelle Institutionen nicht nur Geschichte bewahren, sondern auch aktiv zur gesellschaftlichen Teilhabe beitragen können.
Die Führungen finden in der Dauerausstellung „Wien. Meine Geschichte" statt, die seit der Wiedereröffnung des Wien Museums am Karlsplatz zu den Highlights des Hauses zählt. Auf mehreren Etagen erzählt die Schau die Geschichte der Stadt von ihren Anfängen bis in die Gegenwart – mit all ihren Höhen und Tiefen, ihren berühmten Persönlichkeiten und dem Alltag der gewöhnlichen Bewohnerinnen und Bewohner.
Die Ausstellung wurde bewusst so konzipiert, dass sie unterschiedliche Perspektiven auf die Stadtgeschichte ermöglicht. Genau dieser Ansatz macht sie zum idealen Rahmen für den Tag der Sprachen: Je nachdem, in welcher Sprache und von welcher Person die Führung geleitet wird, rücken andere Aspekte und Objekte in den Vordergrund.
Der Tag der Sprachen findet am 20. Februar im Wien Museum am Karlsplatz statt. Die Teilnahme an allen Führungen ist kostenlos, allerdings ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl eine vorherige Anmeldung erforderlich. Diese kann bequem über die Website des Wien Museums erfolgen.
Die kompakten Rundgänge dauern jeweils etwa 30 Minuten und bieten einen kurzweiligen Einblick in die Ausstellung – ideal auch für Menschen, die das Museum zum ersten Mal besuchen oder nur wenig Zeit mitbringen. Durch die Vielfalt der angebotenen Sprachen richtet sich das Programm bewusst auch an Wienerinnen und Wiener, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
Das genaue Programm mit allen verfügbaren Sprachen und Uhrzeiten ist auf der Website des Wien Museums einsehbar. Das Spektrum reicht von weit verbreiteten Sprachen wie Türkisch, Serbisch oder Polnisch bis hin zu selteneren wie Armenisch. So findet garantiert jeder eine Führung, die zu den eigenen sprachlichen Wurzeln passt.
Bereits im vergangenen Jahr fand der Tag der Sprachen im Wien Museum statt und stieß auf großes Interesse. Die positive Resonanz hat das Museum dazu bewogen, das Format weiterzuführen und auszubauen. Die Initiative zeigt, dass es einen Bedarf an kulturellen Angeboten gibt, die die sprachliche Vielfalt der Stadtbevölkerung aktiv einbeziehen.
Für viele Besucherinnen und Besucher ist es ein besonderes Erlebnis, Kunst und Geschichte in ihrer Muttersprache erklärt zu bekommen. Gleichzeitig bietet der Tag auch für deutschsprachige Gäste die Möglichkeit, einmal eine Führung in einer anderen Sprache zu erleben – sei es, um Sprachkenntnisse aufzufrischen oder einfach aus Neugierde.
Das Wien Museum positioniert sich mit Veranstaltungen wie dem Tag der Sprachen als modernes, weltoffenes Haus, das allen Wienerinnen und Wienern offensteht – unabhängig von ihrer Herkunft oder Muttersprache. In Zeiten, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtiger denn je ist, setzen solche Initiativen ein wichtiges Zeichen.
Die Botschaft ist klar: Geschichte gehört allen. Und sie lässt sich in jeder Sprache erzählen. Wer also am 20. Februar Zeit hat und die Wiener Stadtgeschichte einmal aus einer neuen Perspektive erleben möchte, sollte sich einen Platz bei einer der kostenlosen Führungen sichern.