Wien ist bekannt für seine historische Architektur, seine reiche Kultur und seine unzähligen Sehenswürdigkeiten. Doch jetzt sorgt die Stadt für ein weiteres Highlight: Die berühmten Hop-On Hop-Off BIG BUSse fahren elektrisch! Ein Schritt, der nicht nur die Touristen begeistert, sondern auch einen wi
Wien ist bekannt für seine historische Architektur, seine reiche Kultur und seine unzähligen Sehenswürdigkeiten. Doch jetzt sorgt die Stadt für ein weiteres Highlight: Die berühmten Hop-On Hop-Off BIG BUSse fahren elektrisch! Ein Schritt, der nicht nur die Touristen begeistert, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet.
Im Juli 2025 stellte Mobilitätsminister Peter Hanke das bahnbrechende Programm „eMove Austria“ vor. Dieses Programm ist ein Meilenstein für die E-Mobilität in Österreich und zielt darauf ab, den Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge zu beschleunigen. Ein Vorzeigeprojekt in diesem Rahmen sind die Sightseeing-Busse von BIG BUS Wien, die nun elektrisch durch die Straßen rollen.
Bereits heute sind zehn E-Doppelstockbusse im Einsatz, und bis Ende des Jahres 2025 soll die gesamte Flotte auf 16 Fahrzeuge erweitert werden. Diese Umstellung ist nicht nur ein technischer Fortschritt, sondern auch ein bedeutender Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. In den nächsten fünf Jahren werden durch den Einsatz dieser E-Busse mehr als 4.000 Tonnen CO₂ eingespart. Das ist eine enorme Menge, die zeigt, wie viel Potenzial in der Umstellung auf Elektromobilität steckt.
Das Projekt „BigBus goes electric“ wird durch die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützt. Mit rund 1,2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI), finanziert durch die Europäische Union im Rahmen von NextGenerationEU, wird der Wandel zur Elektromobilität kräftig gefördert. Diese Unterstützung ist entscheidend, um den hohen finanziellen Aufwand für die Umstellung zu bewältigen.
„Mit eMove Austria treiben wir die E-Mobilität massiv voran. Dass nun auch die bekannten Sightseeing-Busse in Wien elektrisch unterwegs sind, zeigt, wie stark Elektromobilität bereits im Alltag angekommen ist“, betont Mobilitätsminister Peter Hanke. Er sieht in dieser Entwicklung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und ein starkes Signal für Innovation und nachhaltigen Tourismus in Österreich.
Im September startet die nächste Förderrunde für E-Busse, bei der über 80 Millionen Euro bereitgestellt werden. Diese Mittel fließen direkt in die Mobilitätswende. Gefördert werden 60 Prozent des Aufpreises eines E-Busses im Vergleich zu einem konventionellen Fahrzeug sowie 60 Prozent der Kosten für Ladeinfrastruktur. Diese finanzielle Unterstützung ist entscheidend, um die Transformation zu emissionsfreien Bussen zu beschleunigen.
Der Anteil der neu zugelassenen E-Busse in Österreich lag im Juni 2025 bereits bei rund 13 Prozent. Zum Vergleich: Bei E-Pkw lag der Anteil im selben Monat bei etwa 22 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass der Umstieg auf Elektromobilität in vollem Gange ist, aber auch, dass noch viel Potenzial nach oben besteht.
Die Umstellung auf E-Busse in Wien ist nur der Anfang. Experten gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren immer mehr Städte in Österreich und ganz Europa diesem Beispiel folgen werden. Die positiven Effekte für die Umwelt sind enorm, und auch die Wirtschaft profitiert von dieser Entwicklung. Neue Arbeitsplätze im Bereich der Elektromobilität werden geschaffen, und die Nachfrage nach innovativen Technologien steigt.
Ein Experte für nachhaltige Mobilität erklärt: „Die Umstellung auf E-Busse ist nicht nur aus ökologischer Sicht sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich. Die Betriebskosten von E-Bussen sind auf lange Sicht niedriger als die von konventionellen Bussen, und die Investitionen in Ladeinfrastruktur zahlen sich schnell aus.“
Für die Bürger von Wien bedeutet die Umstellung auf E-Busse vor allem eines: eine sauberere Luft. Die Reduzierung der CO₂-Emissionen trägt maßgeblich zur Verbesserung der Luftqualität bei, was sich positiv auf die Gesundheit aller Stadtbewohner auswirkt. Zudem sind E-Busse leiser als ihre dieselbetriebenen Vorgänger, was zu einer Reduzierung der Lärmbelastung in der Stadt führt.
Ein weiterer Vorteil ist die Attraktivität Wiens als Reiseziel. Der umweltfreundliche Ansatz im Tourismus könnte mehr Besucher anziehen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Dies könnte wiederum zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führen, da der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle für die Stadt darstellt.
Während Wien mit gutem Beispiel vorangeht, gibt es auch in anderen Bundesländern Österreichs Bestrebungen, den öffentlichen Nahverkehr auf Elektromobilität umzustellen. In Salzburg etwa wird bereits seit einigen Jahren auf E-Busse gesetzt. Auch in Graz gibt es Pilotprojekte, die den Einsatz von E-Bussen testen. Der Erfolg in Wien könnte als Vorbild dienen und den Umstieg in anderen Regionen beschleunigen.
Allerdings gibt es auch Herausforderungen. In ländlichen Gebieten, wo die Infrastruktur für Elektromobilität noch nicht so gut ausgebaut ist, könnte die Umstellung langsamer voranschreiten. Doch mit den richtigen Investitionen und Förderungen könnte auch hier ein Wandel stattfinden.
Die Elektrifizierung der BIG BUSse in Wien ist ein bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft. Sie zeigt, dass Elektromobilität nicht nur ein Trend ist, sondern eine notwendige Entwicklung, die von der Politik und der Wirtschaft unterstützt werden muss. Mit Programmen wie „eMove Austria“ und den bereitgestellten Fördermitteln ist Österreich auf einem guten Weg, eine Vorreiterrolle in der E-Mobilität einzunehmen.
Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um den Wandel weiter voranzutreiben und die positiven Effekte für Umwelt und Gesellschaft zu maximieren. Wien hat mit der Umstellung auf E-Busse ein starkes Signal gesetzt, das hoffentlich auch in anderen Städten und Ländern Gehör findet.