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Wien benennt Hermann-Gmeiner-Park in Börsepark um - Einstimmiger Beschluss

8. April 2026 um 05:16
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Eine einstimmige Entscheidung über alle Parteigrenzen hinweg: Der Wiener Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft hat die Umbenennung des Hermann-Gmeiner-Parks im 1. Bezirk beschlossen.

Eine einstimmige Entscheidung über alle Parteigrenzen hinweg: Der Wiener Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft hat die Umbenennung des Hermann-Gmeiner-Parks im 1. Bezirk beschlossen. Künftig trägt die Anlage den Namen "Börsepark". Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler sprach von einem konsequenten Handeln in sensiblen Fragen des öffentlichen Raums.

Hintergrund der Umbenennung

Ausgangspunkt war die Neubewertung der bisherigen Benennung im Lichte neuer Erkenntnisse und damit verbundener schwerwiegender Vorwürfe zur Person Hermann Gmeiner. Mit der neuen Bezeichnung wurde ein Name gewählt, der sich am stadträumlichen Kontext orientiert und eine klare Zuordnung im Wiener Stadtgefüge ermöglicht. Der Vorschlag fand bereits auf Bezirksebene breite Zustimmung und wurde in den weiteren Abstimmungen auf Stadtebene mitgetragen, wodurch das Verfahren ohne Verzögerungen abgeschlossen werden konnte.

Rasche Reaktion und strukturiertes Verfahren

Bereits im Zuge der Neubewertung hatte die zuständige Stadträtin die Entfernung der im Park befindlichen Büste Hermann Gmeiners veranlasst und damit zeitnah auf den veränderten Wissensstand reagiert. „Gerade bei Fragen der Erinnerungskultur braucht es einen verantwortungsvollen und sensiblen Zugang. Dazu gehört auch, aktuelle Erkenntnisse ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln und unsere Gesellschaft so zu gestalten, dass der Schutz von Kindern und Jugendlichen konsequent mitgedacht wird“, betont Kaup-Hasler.

Der Entscheidung ging ein mehrstufiger Prozess voraus: Vorschläge werden zunächst auf Bezirksebene eingebracht und anschließend sowohl von den zuständigen Fachdienststellen als auch vom Unterausschuss für Verkehrsflächenbenennung geprüft und beraten. Den formalen Abschluss bildet der Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft, der die Benennung beschließt.

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