Die Wiener Werbeszene brodelt: Hunderte Beschäftigte der Werbung und Marktkommunikation gingen heute auf die Straße und demonstrierten vor der Wirtschaftskammer Wien für einen fairen Kollektivvertragsabschluss.
Die Wiener Werbeszene brodelt: Hunderte Beschäftigte der Werbung und Marktkommunikation gingen heute auf die Straße und demonstrierten vor der Wirtschaftskammer Wien für einen fairen Kollektivvertragsabschluss. Der Protest richtet sich gegen das aus Sicht der Gewerkschaft unzureichende Arbeitgeberangebot von 1,6 Prozent Gehaltserhöhung. Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden machten die Beschäftigten damit ein deutliches Zeichen für einen fairen Gehaltsabschluss.
Die Verhandlungen finden zwischen der Gewerkschaft GPA und der Wirtschaftskammer Wien statt. Leonhard Göser, Verhandlungsleiter der Gewerkschaft GPA, bezeichnete das Arbeitgeberangebot als inakzeptabel und betonte: "Wer von Kreativität, Innovationskraft und Leistung lebt, muss auch bereit sein, diese Leistung fair abzugelten."
Die Gewerkschaft sieht in dem Angebot von 1,6 Prozent keine angemessene Bezahlung und fordert ein deutlich verbessertes Angebot. Göser appellierte außerdem an die Verantwortung der Arbeitgeber bei der Sicherung der Kaufkraft und forderte, dass Unternehmen ihren Beitrag leisten sollten.
In der nächsten Verhandlungsrunde am 19. März erwarte man sich nach Angaben der Gewerkschaft ein spürbar verbessertes Angebot.
Die Demonstration vor der Wirtschaftskammer Wien sollte nach Aussage der Beteiligten ein deutliches Signal senden: Die Beschäftigten wollen nicht bereit sein, ein als unzureichend angesehenes Angebot ohne weiteren Protest hinzunehmen.