Gewerkschaft sieht Aktivpension als sozial verträgliche Lösung
Die Gewerkschaft GPA zeigt sich zufrieden mit den zusätzlichen AMS-Mitteln und der Absage an Flat-Tax-Modelle zugunsten einer Aktivpension.
Die Gewerkschaft GPA begrüßt das heute von der Bundesregierung präsentierte Maßnahmenpaket zur Förderung der Älterenbeschäftigung. Besonders die zusätzlichen, nachhaltigen finanziellen Mittel für das Arbeitsmarktservice (AMS) werden positiv bewertet.
"Unsere Wirtschaft und damit auch der Arbeitsmarkt verändern sich durch Umbrüche und neue Technologien schneller als je zuvor. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten sind zusätzliche Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik zentral", betont Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA.
Mit der Aktivpension wurde laut Teiber "eine sozial verträgliche Lösung erarbeitet, um Arbeiten im Alter aktiv zu fördern, die Normal- und Geringverdienern zugutekommt". Die Gewerkschaftsvorsitzende begrüßt ausdrücklich, dass "möglichen Flat-Tax-Fantasien, von denen lediglich Spitzenverdiener überproportional profitiert hätten, nun final eine Absage erteilt wurde".
Trotz der positiven Entwicklungen sieht Teiber weiterhin Handlungsbedarf: "Gleichzeitig wissen wir, dass ältere Arbeitnehmer:innen bei der Jobsuche immer noch mit signifikanten Hürden konfrontiert sind." Die Gewerkschafterin fordert die Unternehmen auf, "die vorhandenen Potentiale bei der Beschäftigung Älterer endlich zu nutzen und Beratungs- und Förderungsangebote aktiv anzunehmen".
Besonders positiv bewertet die GPA den angekündigten Arbeitsmarkt-Transformationsfonds im Bereich der Digitalisierung und KI. "Der beschleunigte technologische Wandel führt zu starken Veränderungen am Arbeitsmarkt. Es liegt an uns diese Umbrüche aktiv zu gestalten. Der Arbeitsmarkt-Transformationsfonds setzt genau hier an", so Teiber abschließend.