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Wirtschaft

Waldviertel im Wandel: Wie Feuchtgebiete den Tourismus revolutionieren!

18. August 2025 um 04:38
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Das nördliche Waldviertel steht vor einer touristischen Revolution! Die Stadtgemeinde Schrems hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2028 will sie die erste akkreditierte „Wetland City“ im deutschsprachigen Raum werden. Diese Auszeichnung ist Städten vorbehalten, die Feuchtgebiete von internatio

Das nördliche Waldviertel steht vor einer touristischen Revolution! Die Stadtgemeinde Schrems hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis 2028 will sie die erste akkreditierte „Wetland City“ im deutschsprachigen Raum werden. Diese Auszeichnung ist Städten vorbehalten, die Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung beherbergen und sich aktiv für deren Erhaltung einsetzen.

Ein ambitioniertes Vorhaben mit globaler Anerkennung

Die Initiative, die weit über die Region hinaus strahlt, wurde kürzlich bei der internationalen Ramsar-Konferenz in Simbabwe gewürdigt. Die Motivation bei allen Beteiligten ist enorm, möglichst viele Akteure mitzunehmen und das Potenzial für das nördliche Waldviertel, insbesondere im Tourismus, zu erschließen.

Was ist eine „Wetland City“?

Eine „Wetland City“ ist eine Stadt, die Feuchtgebiete wie Moore, Auen und Flüsse von internationaler Bedeutung beherbergt. Diese Gebiete sind nicht nur ökologisch wertvoll, sondern bieten auch einzigartige touristische Möglichkeiten. Die Anerkennung als „Wetland City“ bedeutet, dass die Stadt aktiv an der Erhaltung dieser Gebiete arbeitet und die Bevölkerung in diesen Prozess einbezieht.

Tourismusbetriebe im nördlichen Waldviertel zur Mitwirkung eingeladen

In Zusammenarbeit mit dem Waldviertel Tourismus starten die Stadt Schrems und COMÚN einen Aufruf an alle Tourismusbetriebe im nördlichen Waldviertel. Gemeinsam soll die Marke „Wetland City Region“ entwickelt werden, die den gesamten Bezirk Gmünd umfassen soll, mit Schrems und seinem Bildungszentrum „UnterWasserReich“ im Herzen.

Die Marke „Wetland City Region“

Unter der neuen Marke sollen sowohl bestehende als auch neue touristische Angebote vermarktet werden. Veranstaltungen wie das traditionelle „Waldviertel Pur“-Fest in Wien bieten ideale Plattformen, um die Region zu präsentieren. Die Initiative verspricht nicht nur gesteigerte Wertschöpfung, sondern auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Die Region mit der Wasser-Hauptstadt des Waldviertels

Der Bürgermeister der Stadt Schrems, David Süß, ist überzeugt: „Mit der Auszeichnung als ‚Wetland City‘ wollen wir die Wasser-Hauptstadt des Waldviertels werden.“ Diese Anerkennung soll den touristischen Einrichtungen einen kräftigen Schub verleihen und die Wertschöpfung in der Gemeinde steigern. Gleichzeitig ist sie eine Bestätigung der bisherigen Anstrengungen im ökologischen Bereich.

Ein internationales Prädikat für authentische Positionierung

Tom Bauer, Geschäftsführer des Waldviertel Tourismus, betont: „‚Wetland City‘ ist ein internationales Prädikat, das die gesamte Region authentisch positionieren wird. Gäste können gezielt mit Naturerlebnis-Angeboten begeistert werden.“ Dies fördert den Nachhaltigkeitsanspruch und schafft einen regenerativen Tourismus, der die lokale Wertschöpfung steigert.

Ein gewinnbringender Weg für alle Seiten

„Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Tourismusbetrieben des nördlichen Waldviertels die erste ‚Wetland City Region‘ zu entwickeln“, so der Koordinator des Prozesses, Sebastian Bohrn Mena. Ab sofort können sich alle Interessierten melden, um an diesem sicherlich gewinnbringenden Weg teilzuhaben.

Historische Hintergründe und internationale Vergleiche

Feuchtgebiete haben weltweit eine lange Geschichte als wichtige ökologische und wirtschaftliche Ressourcen. In den Niederlanden beispielsweise wurden Feuchtgebiete erfolgreich in den Tourismus integriert, was zu einer erheblichen Steigerung der Besucherzahlen führte. Ähnliche Erfolge könnten auch im Waldviertel erzielt werden, wenn die Region als „Wetland City“ anerkannt wird.

Konkrete Auswirkungen auf die Bürger

Die Anerkennung als „Wetland City“ könnte zahlreiche Vorteile für die Bürger der Region mit sich bringen. Neben der Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Steigerung der regionalen Wertschöpfung könnte die Initiative auch zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen. Durch den Erhalt der Feuchtgebiete wird die Umwelt geschützt, was langfristig auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung haben kann.

Expertenmeinungen und Zukunftsausblick

Ein Experte für nachhaltigen Tourismus erklärte: „Die Entwicklung der ‚Wetland City Region‘ im Waldviertel könnte ein Modell für andere Regionen werden. Die Kombination aus ökologischem Schutz und touristischer Nutzung ist ein zukunftsweisender Ansatz, der weltweit Beachtung finden könnte.“

In den kommenden Jahren wird es spannend zu beobachten sein, wie sich das Projekt entwickelt und welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden, um die Anerkennung als „Wetland City“ zu erreichen. Klar ist, dass die Region mit dieser Initiative eine Vorreiterrolle im ökologischen Tourismus einnimmt und sich dadurch neue, spannende Möglichkeiten eröffnen.

Schlagworte

#Feuchtgebiete#Nachhaltigkeit#Ramsar-Konferenz#Schrems#Tourismus#Waldviertel#Wetland City

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