Die Landesverkehrsreferentenkonferenz 2025 in St. Pölten hat Wellen geschlagen. Am 26. September 2025 präsentierten Verkehrslandesrat Udo Landbauer und Christof Bitschi, Landesstatthalter Vorarlberg, die weitreichenden Ergebnisse dieser jährlichen Zusammenkunft. Unter dem Vorsitz Niederösterreichs w
Die Landesverkehrsreferentenkonferenz 2025 in St. Pölten hat Wellen geschlagen. Am 26. September 2025 präsentierten Verkehrslandesrat Udo Landbauer und Christof Bitschi, Landesstatthalter Vorarlberg, die weitreichenden Ergebnisse dieser jährlichen Zusammenkunft. Unter dem Vorsitz Niederösterreichs wurden in den historischen Kasematten von Wiener Neustadt bedeutende Entscheidungen in den Bereichen Verkehr, Mobilität und Infrastruktur getroffen.
Landbauer eröffnete die Konferenz mit der Betonung auf die Notwendigkeit eines ganzheitlichen und gut abgestimmten öffentlichen Verkehrs sowie einer modernen Straßeninfrastruktur. Diese seien essenziell für die Lebensqualität der Bürger und die Wirtschaft, sowohl in urbanen als auch ländlichen Gebieten. Doch was bedeutet das konkret für die Österreicher?
Ein zentraler Punkt der Konferenz war die geplante Änderung der ÖBB, routinemäßige Instandhaltungsarbeiten von der Nacht auf den Tag zu verlegen. Diese Änderung betrifft eingleisige Regionalbahnstrecken österreichweit und wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember umgesetzt. Die Begründung: Kosteneinsparungen. Doch diese Entscheidung könnte weitreichende Folgen für Pendler und Schüler haben.
Monatliche Streckensperren zu Stoßzeiten sind eine unzumutbare Beeinträchtigung, erklärte Landbauer. Auch ein gut geplanter Schienenersatzverkehr sei kein adäquater Ersatz für den Regelverkehr. Die Konferenz forderte daher den Bundesverkehrsminister auf, alternative Lösungen zu finden, um das Wohl der Schüler- und Pendlerverkehre zu gewährleisten.
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind seit ihrer Gründung im Jahr 1923 ein zentraler Bestandteil der österreichischen Infrastruktur. Mit über 4.000 Kilometern Streckennetz sind sie das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs. Doch die Herausforderungen, die mit der Instandhaltung und Modernisierung einhergehen, sind ebenso alt wie die Institution selbst.
Ein weiteres heiß diskutiertes Thema war das Bekenntnis zur Umsetzung im Bundesstraßengesetz verankerter Projekte. Der erste Abschnitt der S1 Richtung Lobautunnel ist ein prominentes Beispiel für ein Projekt, das in den letzten Jahren immer wieder blockiert wurde. Die Landesverkehrsreferenten fordern dringende Änderungen bei den Behördenverfahren, um die Verzögerungen durch Einsprüche von Umweltschutzorganisationen zu minimieren.
Ähnliche Probleme gibt es auch in anderen Bundesländern. In Vorarlberg wird seit Jahren über die S18 diskutiert, ein Projekt, das ebenfalls durch Einsprüche verzögert wird. Diese Verzögerungen verursachen immense Kosten, die letztlich von der Bevölkerung getragen werden müssen.
Ein Lichtblick in der Konferenz war die Diskussion über die Sicherheit auf Straße und Schiene. Landbauer stellte die 'Innovative Technische Sicherungsanlage (ITS)' vor, eine bahnbrechende Schutzmaßnahme für Eisenbahnkreuzungen auf Strecken mit niedrigem Verkehrsaufkommen. Diese Anlage soll sowohl die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer erhöhen als auch kosteneffizienter für Gemeinden und das Eisenbahnunternehmen sein.
Um die ITS in den Regelbetrieb zu integrieren, wird eine Änderung der Eisenbahnkreuzungs-Verordnung angestrebt. Diese Maßnahme könnte Vorbildcharakter für andere europäische Länder haben, die mit ähnlichen Herausforderungen kämpfen.
Christof Bitschi brachte das Thema Preiseingriffe zur Sprache. Eine Aussetzung der Mauterhöhung im nächsten Jahr sei notwendig, da die meisten Güter irgendwann auch den Weg auf den LKW finden. Studien bestätigen, dass die Maut in Österreich ein Drittel höher ist als in Deutschland. Ein klares Bekenntnis zur Kostenreduktion könnte die wirtschaftliche Belastung der Bürger erheblich mindern.
Ein fiktiver Verkehrsexperte erklärt: "Die Aussetzung der Mauterhöhung könnte einen positiven Effekt auf die Transportkosten und damit auf die Preise von Konsumgütern haben. Dies wäre ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Kaufkraft der Österreicher."
Die Landesverkehrsreferentenkonferenz 2026 wird vom Bundesland Vorarlberg ausgerichtet. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt, doch es bleibt abzuwarten, wie die Pläne umgesetzt werden und welche Auswirkungen sie tatsächlich auf die Bevölkerung haben werden. Die kommenden Jahre könnten entscheidend für die Entwicklung der österreichischen Infrastruktur sein.
Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie auf der offiziellen Website.