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Wirtschaft

Steuerfrei und gesund: Foodwatch fordert radikalen Wandel bei Obst und Gemüse!

23. Juli 2025 um 04:39
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In einem eindringlichen Appell hat die Organisation Foodwatch Österreich am 23. Juli 2025 eine bahnbrechende Forderung gestellt: Obst und Gemüse sollen künftig von der Umsatzsteuer befreit werden. Diese Forderung könnte nicht nur das Leben vieler Österreicher grundlegend verändern, sondern auch weit

In einem eindringlichen Appell hat die Organisation Foodwatch Österreich am 23. Juli 2025 eine bahnbrechende Forderung gestellt: Obst und Gemüse sollen künftig von der Umsatzsteuer befreit werden. Diese Forderung könnte nicht nur das Leben vieler Österreicher grundlegend verändern, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesundheit haben.

Ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit

Foodwatch argumentiert, dass ein Nullsteuersatz auf Obst und Gemüse ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit darstellt. Warum? Die Zahlen sprechen für sich: In Österreich sind laut jüngster Studien 1,1 Millionen Menschen von mittlerer bis schwerer Ernährungsarmut betroffen. Das bedeutet, dass sie sich häufig nicht die empfohlenen Mengen an gesunden Lebensmitteln leisten können. Ein Nullsteuersatz könnte hier Abhilfe schaffen, indem er die Preise für Obst und Gemüse senkt und damit den Zugang zu diesen lebenswichtigen Gütern erleichtert.

Gesundheitliche Vorteile: Ein Kampf gegen ernährungsbedingte Krankheiten

Fast 60 Prozent aller Todesfälle infolge nicht übertragbarer Krankheiten gehen auf vermeidbare Risikofaktoren wie ungesunde Ernährung zurück. Hier könnte eine Steuerbefreiung auf Obst und Gemüse einen entscheidenden Unterschied machen. Studien zeigen, dass Preissenkungen in diesem Bereich den Konsum um bis zu 30 Prozent erhöhen können. Das wäre ein signifikanter Schritt, um die ernährungsbedingten Gesundheitsprobleme in Österreich zu bekämpfen.

Ein fiktiver Gesundheitsexperte betont: "Der Zugang zu gesunden Lebensmitteln darf nicht vom Geldbörserl abhängen. Eine gesunde Ernährung ist ein Grundrecht und keine Frage des Einkommens." Diese Aussage unterstreicht die Dringlichkeit der Forderung, die nicht nur individuelle, sondern auch gesamtgesellschaftliche Vorteile mit sich bringen könnte.

Ökologisch sinnvoll: Weniger Emissionen, mehr Nachhaltigkeit

Ein weiterer Aspekt, der für die Steuerbefreiung spricht, ist der ökologische Nutzen. Obst und Gemüse verursachen im Vergleich zu Fleisch- und Milchprodukten deutlich weniger klimaschädliche Emissionen. Rund 60 Prozent der landwirtschaftlichen Treibhausgase gehen auf das Konto tierischer Produkte. Eine Förderung des Konsums von Obst und Gemüse könnte somit auch einen positiven Effekt auf die Umwelt haben.

Ein Blick über die Grenzen: Vorbilder in Europa

Österreich hinkt im europäischen Vergleich hinterher. In Ländern wie Spanien, Luxemburg oder dem Vereinigten Königreich gibt es bereits stark reduzierte oder gar keine Umsatzsteuer auf Lebensmittel. Diese Beispiele zeigen, dass eine solche Maßnahme nicht nur möglich, sondern auch erfolgreich sein kann.

Ein Wirtschaftsexperte erklärt: "Die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass ein Nullsteuersatz auf gesunde Lebensmittel nicht nur machbar ist, sondern auch positive Effekte auf die Volkswirtschaft haben kann."

Der Lebensmitteleinzelhandel zeigt sich bereit

Auch der österreichische Lebensmitteleinzelhandel hat kürzlich gemeinsam mit dem WWF einen Appell an die Regierung gerichtet, mehr Anreize für eine nachhaltige, gesunde und leistbare Ernährung zu schaffen. Die unterzeichnenden Handelsunternehmen haben zugesagt, den steuerlichen Vorteil an die Endkonsument:innen weiterzugeben. Dies könnte ein entscheidender Faktor sein, um die Forderung von Foodwatch umzusetzen.

Die politische Dimension: Ein Test für die Bundesregierung

Die Bundesregierung hat sich in ihrem Programm fairen und leistbaren Lebensmittelpreisen verschrieben. Doch bisher sind keine konkreten Maßnahmen erfolgt, um dieses Versprechen einzulösen. Foodwatch fordert nun, dass die Regierung zeigt, dass es sich nicht nur um ein Lippenbekenntnis handelt.

Ein politischer Analyst kommentiert: "Die Umsetzung dieser Maßnahme könnte der Bundesregierung als Beweis dienen, dass sie bereit ist, konkrete Schritte für die soziale Gerechtigkeit und die Gesundheit der Bevölkerung zu unternehmen."

Die Zukunft: Ein Schritt in die richtige Richtung?

Die Forderung von Foodwatch könnte ein entscheidender Schritt in Richtung einer gesünderen und gerechteren Gesellschaft sein. Doch es bleibt abzuwarten, wie die Regierung auf diesen Appell reagieren wird. Die Petition „Null Steuern auf Obst und Gemüse”, die Foodwatch gestartet hat, könnte dabei eine wichtige Rolle spielen, um den Druck auf die Politik zu erhöhen.

Ein Zukunftsforscher spekuliert: "Sollte die Steuerbefreiung umgesetzt werden, könnte dies nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung verbessern, sondern auch das Gesundheitswesen entlasten und einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten."

Die nächsten Monate werden zeigen, ob Österreich bereit ist, diesen mutigen Schritt zu gehen und sich damit in die Reihe der Vorreiterländer in Europa einzureihen.

Schlagworte

#Ernährungsarmut#Foodwatch#Gesundheit#Nullsteuersatz#Obst und Gemüse#Österreich#Steuerbefreiung

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