Ein massiver Skandal erschüttert die Welt der Bekleidungsindustrie! Die Schulden des Huber-Eigentümers Robert Ng sind auf schwindelerregende 6,5 Millionen Euro angewachsen. Dieser Betrag setzt sich aus ausstehenden Abfindungen, Löhnen und Boni zusammen, die mehr als 900 ehemaligen Arbeiter:innen von
Ein massiver Skandal erschüttert die Welt der Bekleidungsindustrie! Die Schulden des Huber-Eigentümers Robert Ng sind auf schwindelerregende 6,5 Millionen Euro angewachsen. Dieser Betrag setzt sich aus ausstehenden Abfindungen, Löhnen und Boni zusammen, die mehr als 900 ehemaligen Arbeiter:innen von Body Fashion Thailand Limited zustehen. Doch wie konnte es so weit kommen?
Die Geschichte beginnt vor fünf Jahren, als die Fabriken in Nakhon Sawan und Samut Prakan geschlossen wurden und die Arbeiter:innen illegal entlassen wurden. Trotz mehrfacher Gerichtsurteile in Thailand zugunsten der Betroffenen weigert sich Robert Ng, der auch Eigentümer der österreichischen Huber Holding ist, die Schulden zu begleichen.
Robert Ng, auch bekannt als Ng Man Choong, ist ein internationaler Geschäftsmann mit weitreichenden Interessen in der Textilindustrie. Sein Einfluss erstreckt sich über zahlreiche globale Marken, die von Body Fashion beliefert wurden, darunter auch die Huber Holding. Doch anstatt Verantwortung zu übernehmen, zieht sich die Unternehmensleitung von Huber aus der Affäre.
Die ehemaligen Arbeiter:innen stehen vor dem Nichts. Prasit Koedphithak, eine 48-jährige ehemalige Arbeiterin, beschreibt ihre Situation: „Ich habe keine Abfindung bekommen. Ich habe nicht einmal meinen Lohn für die letzten anderthalb Monate erhalten.“ Diese Worte spiegeln das Schicksal von über 900 Menschen wider, die nicht nur ihre Arbeit, sondern auch ihre finanzielle Sicherheit verloren haben.
Jaruwan Karak, ebenfalls eine ehemalige Mitarbeiterin, erzählt von den dramatischen Auswirkungen auf ihr Leben: „Ich habe kein Geld, also habe ich mir von allen möglichen Leuten Geld geliehen, bis mir niemand mehr etwas leihen wollte. Ich musste mich an Kredithaie wenden.“ Diese erschütternden Geschichten sind nur die Spitze des Eisbergs.
Die österreichische Huber Holding hat während der Zeit des Lohndiebstahls Ware von Body Fashion bezogen. Trotz der offensichtlichen Verstrickungen fühlt sich das Unternehmen nicht verantwortlich. Gertrude Klaffenböck von der Menschenrechtsorganisation Südwind fordert: „Wir fordern Herrn Ng als Eigentümer von Body Fashion und Huber Holding auf, den Arbeiter:innen unverzüglich den gesamten ausstehenden Lohn und die Abfindungen zu zahlen.“
Viele bekannte Marken und Einzelhändler arbeiten weiterhin mit Robert Ng zusammen. In der Branche, die sich zu ethischen Geschäftspraktiken bekennt, sollte jemand, der Millionen von Dollar von seinen Mitarbeitern stiehlt, zur Pariah werden. Doch die Realität sieht anders aus: „In den Augen von Amazon, Next, M&S und Nordstrom macht es einen offenbar zu einem begehrten Geschäftspartner“, sagt ein Experte des Worker Rights Consortium.
Die unverantwortlichen Geschäftspraktiken von Ng haben nicht nur den Beschäftigten von Body Fashion geschadet, sondern stellen auch eine potenzielle Bedrohung für Tausende von Beschäftigten dar, die in seinem Bekleidungsimperium arbeiten. Die Clean Clothes Campaign mobilisiert weiterhin ihr globales Netzwerk, um Rechenschaft einzufordern.
Dieser Fall ist entscheidend, um die globale Lieferkette für Bekleidung zur Verantwortung zu ziehen. Eine Lieferkette, die ungestraft die schwächsten Arbeitnehmer ausbeutet, muss reformiert werden. Marken wie Victoria’s Secret und Triumph International müssen sich ihrer Verantwortung stellen.
Die Hauptverantwortung liegt jedoch beim Eigentümer der Fabrik und CEO der Marke Huber, der weiterhin Millionen in der globalen Industrie verdient und dabei Gesetze ignoriert.
Die Auswirkungen dieses Skandals könnten weitreichende Veränderungen in der Bekleidungsindustrie nach sich ziehen. Experten sind sich einig, dass es an der Zeit ist, die ethischen Standards in der globalen Lieferkette zu überdenken und durchzusetzen. Die öffentliche Aufmerksamkeit und der Druck von Menschenrechtsorganisationen könnten den nötigen Anstoß geben.
Obwohl die Situation für die betroffenen Arbeiter:innen derzeit düster aussieht, könnte dieser Skandal der Auslöser für eine positive Veränderung sein. Die internationale Gemeinschaft wird genau beobachten, wie sich die Huber Holding und andere involvierte Marken verhalten. Eines ist sicher: Die Welt hat ein Auge auf die Modeindustrie geworfen, und es wird nicht weggesehen, bis Gerechtigkeit herrscht.
Für weiterführende Informationen zu Robert Ng’s Textil-Imperium und die Hintergründe des Falls besuchen Sie die Original-Pressemitteilung.