150 Jugendliche forschen in fünf innovativen Wissenschaftsprogrammen
Das erfolgreiche Nachwuchsprogramm für 14- bis 16-Jährige bietet praxisnahe Einblicke in Biotechnologie, Journalismus, Weltraum und mehr.
Mit dem Start des vierten Durchgangs der Science Academy Niederösterreich erhalten erneut 150 Schülerinnen und Schüler die Chance, aktiv in die Welt der Wissenschaft einzutauchen. Das ambitionierte Nachwuchsprogramm, das am vergangenen Samstag offiziell begann, richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren und erstreckt sich über drei Semester bis Sommer 2027.
Die Science Academy bietet in diesem Durchgang fünf unterschiedliche Spezialisierungsrichtungen an, die jeweils von renommierten Partnern betreut werden. Der Lehrgang "Biotechnologie" wird in Kooperation mit der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems durchgeführt und gibt Einblicke in die modernste Forschung im Bereich der Lebenswissenschaften.
Besonders interessant für medienaffine Jugendliche ist der Lehrgang "Journalismus & Medien" unter der Leitung des renommierten Politikwissenschafters Peter Filzmaier. Dieser Bereich gewinnt angesichts der aktuellen Herausforderungen durch Desinformation und Social Media zunehmend an Bedeutung. "Gerade angesichts zunehmender Desinformation in sozialen Medien und anderswo ist die Vermittlung von Wissenschaft wichtiger denn je", betont Filzmaier.
Der Lehrgang "Weltraum" wird gemeinsam mit space craft Architektur angeboten und ermöglicht den Teilnehmern, sich mit den faszinierenden Aspekten der Raumfahrt und Weltraumforschung auseinanderzusetzen. Parallel dazu bietet der Bereich "Neurowissenschaften" in Zusammenarbeit mit dem renommierten ISTA (Institute of Science and Technology Austria) Einblicke in die Gehirnforschung und moderne Neurologie.
Als fünfte Säule steht der Lehrgang "Tier & Wir" zur Verfügung, der in Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien durchgeführt wird und sich den Beziehungen zwischen Mensch und Tier sowie der Tiermedizin widmet.
Das Besondere an der Science Academy ist der praxisnahe Ansatz. Statt klassischer Wissensvermittlung steht das aktive Forschen und Experimentieren im Vordergrund. Die Jugendlichen sollen Wissenschaft nicht nur kennenlernen, sondern selbst mitgestalten und eigene Forschungsarbeiten entwickeln.
Höhepunkte des dreisemestrigen Programms sind zwei intensive Sommerwochen, in denen die Teilnehmer eine Woche lang konzentriert an ihren Forschungsprojekten arbeiten können. Diese Projektphasen ermöglichen es den Jugendlichen, ihre theoretischen Kenntnisse praktisch anzuwenden und erste eigene wissenschaftliche Ergebnisse zu erzielen.
Neben den intensiven Sommerphasen finden regelmäßige Workshops statt, die von Experten aus Wissenschaft und Forschung geleitet werden. Diese kontinuierliche Betreuung gewährleistet eine fundierte Ausbildung und ermöglicht es den Jugendlichen, ihre Projekte über den gesamten Zeitraum hinweg zu entwickeln und zu verfeinern.
Die Bilanz der vergangenen drei Durchgänge kann sich sehen lassen: Mehr als 400 Absolventinnen und Absolventen haben die Science Academy bereits erfolgreich durchlaufen. Besonders erfreulich ist, dass viele von ihnen der Wissenschaft treu geblieben sind und entsprechende Studienrichtungen gewählt haben oder sich in Forschungsprojekten engagieren.
"Wissenschaft und Forschung sind ein Weg, um Niederösterreich an die Spitze zu bringen. Wer die Wissenschaft gestaltet, gestaltet die Zukunft", erklärt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf die Bedeutung des Projekts. Die Science Academy fungiert dabei als "Leuchtturmprojekt", um junge Menschen frühzeitig mit Forschung in Kontakt zu bringen.
Das Programm soll bereits in jungen Jahren den Grundstein für weitere Bildungs- und Berufswege legen. Die Erfahrungen zeigen, dass die frühe Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Methoden und Denkweisen nachhaltige Auswirkungen auf die Berufswahl und das weitere Bildungsverhalten der Teilnehmer hat.
Die Qualität der Science Academy wird durch die Zusammenarbeit mit hochkarätigen Partnerinstitutionen gewährleistet. Von der IMC Hochschule Krems über das ISTA bis hin zur Veterinärmedizinischen Universität Wien arbeiten führende Bildungs- und Forschungseinrichtungen des Landes mit.
Peter Filzmaier, der den Bereich Journalismus & Medien leitet, zeigt sich beeindruckt von der Qualität der Teilnehmer: "Wir sind immer vom beeindruckenden Vorwissen, dem Engagement und auch den kritischen Fragen der Schülerinnen und Schüler begeistert!" Diese positive Rückmeldung unterstreicht die hohe Motivation und das bereits vorhandene Interesse der Jugendlichen an wissenschaftlichen Fragestellungen.
Das Programm leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Niederösterreich. In Zeiten des Fachkräftemangels und der zunehmenden Bedeutung von Forschung und Innovation für die wirtschaftliche Entwicklung kommt der frühzeitigen Förderung wissenschaftlicher Talente besondere Bedeutung zu.
"Die Science Academy zeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig für Wissenschaft zu begeistern. Sie sind die Forscherinnen und Forscher von morgen", fasst LH-Stellvertreter Pernkopf die langfristige Perspektive zusammen.
Mit dem Start des vierten Durchgangs setzt die Science Academy Niederösterreich ihre erfolgreiche Arbeit fort und leistet einen wertvollen Beitrag zur Wissenschaftsförderung im Land. Die 150 neuen Teilnehmer können sich auf drei spannende Semester voller Entdeckungen, Experimente und wissenschaftlicher Erkenntnisse freuen.