Zurück
Wirtschaft

Schockierende Preisunterschiede: Warum Zugreisen oft teurer sind als Flüge!

21. August 2025 um 04:38
Teilen:

Ein neuer Bericht von Greenpeace hat die europäischen Reisemärkte erschüttert: Zugfahrten, die als umweltfreundlichere Alternative zum Fliegen gelten, sind auf vielen Strecken bis zu 26-mal teurer als Flüge! Diese alarmierenden Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die gravierenden Ungleichheiten im eur

Ein neuer Bericht von Greenpeace hat die europäischen Reisemärkte erschüttert: Zugfahrten, die als umweltfreundlichere Alternative zum Fliegen gelten, sind auf vielen Strecken bis zu 26-mal teurer als Flüge! Diese alarmierenden Zahlen werfen ein Schlaglicht auf die gravierenden Ungleichheiten im europäischen Verkehrssystem.

Die Fakten auf einen Blick

Laut der Studie, die am 21. August 2025 veröffentlicht wurde, sind auf 54 Prozent der 109 untersuchten grenzüberschreitenden Routen die Zugpreise höher als die Flugpreise. Besonders krass zeigt sich der Unterschied auf der Strecke von Barcelona nach London: Während ein Flugticket nur 14,99 Euro kostet, bezahlt man für die Zugfahrt satte 389 Euro!

Warum sind Flüge so billig?

Ein wesentlicher Grund für die günstigen Flugpreise sind die Steuerprivilegien, von denen die Flugindustrie profitiert. Es fallen beispielsweise keine Steuern auf Kerosin an, was die Betriebskosten der Airlines erheblich reduziert. Im Gegensatz dazu sind die Bahnbetreiber mit hohen Streckennutzungsgebühren und weniger staatlicher Unterstützung konfrontiert.

Die Forderungen von Greenpeace

Greenpeace fordert eine faire Besteuerung des Flugverkehrs und die Einführung eines einheitlichen Zugticketsystems in Europa. "Es ist absurd, dass ein Flug von Barcelona nach London nur 15 Euro kostet, während die Zugfahrt auf derselben Strecke bis zu 26-mal teurer ist," so eine Klima- und Energieexpertin von Greenpeace.

Vergleich mit anderen Regionen

In Mittel- und Osteuropa, insbesondere im Baltikum und in Polen, sind Züge auf 39 Prozent der Strecken günstiger als Flüge. Im Gegensatz dazu sind in Westeuropa, insbesondere in Ländern wie Frankreich, Spanien und Großbritannien, Züge auf bis zu 95 Prozent der Strecken teurer als Flüge.

Österreichs Bahn im Vergleich

In Österreich zeigt sich ein gemischtes Bild: Auf Inlandsstrecken wie Innsbruck–Wien und auf einigen internationalen Routen nach Deutschland oder in die Schweiz sind Züge oft die günstigere Option. Allerdings sind Verbindungen nach Paris, Kopenhagen und anderen europäischen Metropolen deutlich teurer.

Die politischen Implikationen

Die Preisunterschiede zwischen Zug- und Flugreisen werfen Fragen über die politische Unterstützung für umweltfreundliche Verkehrsmittel auf. "Jede Strecke, auf der Fliegen billiger ist als Zugfahren, ist ein politisches Versagen," heißt es im Greenpeace-Bericht. Der Bericht fordert, dass Züge zur günstigsten und einfachsten Wahl werden sollten, um die klimaschädlichsten Reiseoptionen zu reduzieren.

Zukunftsausblick: Was muss sich ändern?

Um die Situation zu verbessern, sind politische Maßnahmen erforderlich. Dazu gehören die Einführung einer Kerosinsteuer, die Senkung der Mehrwertsteuer auf Zugtickets und die Förderung eines paneuropäischen Ticketsystems, das den Zugang zu Bahnreisen erleichtert.

Experten sind sich einig, dass ohne diese Maßnahmen die Umweltziele der EU gefährdet sind. Die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel ist entscheidend, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen.

Fazit

Der Greenpeace-Report ist ein Weckruf: Ohne eine Änderung der aktuellen Politik wird die klimaschädlichste Art des Reisens weiter bevorzugt. Es liegt an den politischen Entscheidungsträgern, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Bahn zur attraktivsten Option für Reisende in Europa zu machen.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

Schlagworte

#Europa#Flüge#Greenpeace#Klimaschutz#Steuerprivilegien#Verkehrspolitik#Zugfahrten

Weitere Meldungen

Wirtschaft

Schwerlastregale für Privathaushalte: shelfplaza erweitert Sortiment und setzt auf HDF-Technologie

19. März 2026
Lesen
OTS
Wirtschaft und Finanzen

VBV-Gruppe: Vorstandsverkleinerung durch Effizienzsteigerung

19. März 2026
Lesen
OTS
FPÖ

OECD-Bericht bestätigt: Österreich kämpft mit Bürokratie-Berg

19. März 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen