Die Bundesregierung hat am 25. September 2025 den Startschuss für eines der größten Infrastrukturprojekte Österreichs gegeben: den Lückenschluss der S1 Wiener Außenring Schnellstraße. Nach fast zwei Jahrzehnten intensiver Planung und Prüfung wird dieses Vorhaben nicht nur die Verkehrslandschaft in u
Die Bundesregierung hat am 25. September 2025 den Startschuss für eines der größten Infrastrukturprojekte Österreichs gegeben: den Lückenschluss der S1 Wiener Außenring Schnellstraße. Nach fast zwei Jahrzehnten intensiver Planung und Prüfung wird dieses Vorhaben nicht nur die Verkehrslandschaft in und um Wien revolutionieren, sondern auch weitreichende wirtschaftliche und soziale Impulse setzen.
Die S1 Wiener Außenring Schnellstraße ist das Ergebnis jahrelanger Planungen und Evaluierungen. Mit über 20 untersuchten Trassenvarianten und zahlreichen Gutachten gilt sie als das am besten geprüfte Verkehrsprojekt Österreichs. Der geplante Lückenschluss erstreckt sich vom Knoten Süßenbrunn über Raasdorf bis zum Knoten Schwechat und beinhaltet eine Tunnellösung, die den Anforderungen der Region gerecht wird.
Mit beinahe vier Millionen Einwohnern ist die Region Wien-Niederösterreich ein zentraler Wirtschaftsstandort in Österreich. Die Infrastruktur muss daher leistungsfähig und zukunftssicher gestaltet werden, um den Wohlstand zu sichern. Mobilitätsminister Peter Hanke betont: „Die S1 ist notwendig, um den Wirtschaftsstandort der gesamten Ostregion zu sichern und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.“
Der Lückenschluss der S1 wird nicht nur den Verkehr in der Region entlasten, sondern auch positive Effekte auf den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft haben. Laut WIFO und ECO Austria sichert das Projekt bis zu 25.000 Arbeitsplätze und schafft Wohnraum für 55.000 Menschen. Zudem wird die Anbindung an internationale Transportkorridore verbessert, was die Attraktivität des Standorts für Neuansiedlungen erhöht.
Die Wiener Südosttangente (A23) ist mit täglich knapp 200.000 Fahrzeugen die meistbefahrene Straße Österreichs. Der Lkw-Durchzugsverkehr belastet das Straßennetz enorm, was zu rund 5,5 Staustunden an durchschnittlichen Werktagen führt. Die S1 soll als Bypass fungieren und den Verkehr um die Stadt herumleiten, um den drohenden Verkehrsinfarkt zu verhindern.
Die S1 Wiener Außenring Schnellstraße ist nicht nur ein Verkehrsprojekt, sondern ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Mobilität in der Region. Die ASFINAG hat den Auftrag, ein neues Mobilitätskonzept für die A23 zu entwickeln, das Digitalisierung und intelligente Steuerungssysteme nutzt, um den Verkehr zu optimieren.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Umweltverträglichkeit des Projekts. Der Donau-Lobau-Tunnel wurde so geplant, dass das sensible Ökosystem der Donau-Auen unberührt bleibt. Grünbrücken und lärmschonende Bauweisen sollen den Eingriff in die Natur minimieren.
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 2,7 Milliarden Euro, finanziert durch die ASFiNAG. Der Bau wird in zwei Etappen erfolgen: Der erste Abschnitt von Groß-Enzersdorf bis Süßenbrunn soll 2026 beginnen und sechs Jahre dauern. Der zweite Abschnitt, der Donau-Lobau-Tunnel, ist für 2030 geplant und wird voraussichtlich zehn Jahre in Anspruch nehmen.
Die Entscheidung für den Lückenschluss der S1 basiert auf einer umfassenden Evaluierung, die volkswirtschaftliche, verkehrsplanerische und soziale Aspekte berücksichtigt. Ohne das Projekt droht ein Verkehrsinfarkt auf der Südosttangente, der den Wohlstand der gesamten Region gefährden könnte.
Mobilitätsminister Hanke fasst zusammen: „Es braucht eine ideologiebefreite und faktenbasierte Lösung für diese Herausforderung. Die S1 Wiener Außenring Schnellstraße ist der Grundstein für die Tangente der Zukunft und ein Vorzeigemodell für modernen und intelligenten Verkehr.“