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Revolution in der Psychotherapie-Ausbildung: Was das neue Studium für Österreich bedeutet

1. Oktober 2025 um 10:39
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Am 1. Oktober 2025 gab der SPÖ-Wissenschaftssprecher Heinrich Himmer eine Pressemitteilung heraus, die für Aufsehen sorgt: Ein neues Psychotherapie-Studium soll die psychotherapeutische Versorgung in Österreich revolutionieren. Doch was steckt hinter dieser Ankündigung und was bedeutet das konkret f

Am 1. Oktober 2025 gab der SPÖ-Wissenschaftssprecher Heinrich Himmer eine Pressemitteilung heraus, die für Aufsehen sorgt: Ein neues Psychotherapie-Studium soll die psychotherapeutische Versorgung in Österreich revolutionieren. Doch was steckt hinter dieser Ankündigung und was bedeutet das konkret für die Bürgerinnen und Bürger?

Ein Blick in die Vergangenheit: Die Entwicklung der Psychotherapie-Ausbildung

Die Psychotherapie hat in Österreich eine lange Tradition. Bereits in den 1980er Jahren wurde die Notwendigkeit erkannt, Psychotherapie als eigenständigen Beruf zu etablieren. Dies führte 1991 zur Verabschiedung des Psychotherapiegesetzes, das die Ausbildung und Berufsausübung regelte. Doch seitdem hat sich viel verändert, und der Bedarf an psychotherapeutischer Betreuung ist enorm gestiegen. Laut einer Studie der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (ÖGPP) hat sich die Nachfrage nach Therapieplätzen in den letzten zehn Jahren verdoppelt.

Warum ein neues Studium?

Der steigende Bedarf an psychotherapeutischer Betreuung kann mit den bisherigen Ausbildungsstrukturen nicht mehr gedeckt werden. Das neue Psychotherapiegesetz 2024 und das damit verbundene Masterstudium sollen Abhilfe schaffen. Das Studium, das im Wintersemester 2026 starten wird, soll eine qualitativ hochwertige universitäre Ausbildung bieten. Ziel ist es, mehr Fachkräfte auszubilden, um die Versorgungslücken zu schließen.

Quotenregelung: Ein umstrittenes Thema

Ein zentraler Punkt des neuen Studiums ist die Einführung einer Quotenregelung für österreichische Maturant:innen. Diese Regelung soll sicherstellen, dass die neuen Ausbildungsplätze auch tatsächlich in Österreich wirken. Dies ist besonders wichtig, da viele Absolvent:innen nach ihrer Ausbildung ins Ausland abwandern. Die Quotenregelung soll dem entgegenwirken und mehr Absolvent:innen in ihrer Heimatregion halten.

Ein erfahrener Psychotherapeut erklärt: „Diese Regelung ist ein wichtiger Schritt, um die regionale Versorgung zu verbessern. In ländlichen Gebieten warten Patient:innen oft monatelang auf Therapieplätze. Mit der Quotenregelung erhöhen wir die Chance, dass mehr Absolvent:innen in ihrer Heimatregion bleiben.“

Die Rolle der Kinder- und Jugendtherapie

Besonders im Fokus steht die Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Der Zugang zu psychotherapeutischer Unterstützung ist entscheidend für die Entwicklungs- und Lernchancen junger Menschen. Der SPÖ-Wissenschaftssprecher betont: „Rechtzeitiger Zugang zu psychotherapeutischer Unterstützung sichert Entwicklungs- und Lernchancen und verhindert langfristige Krankheitsverläufe.“

Ein weiterer Vorteil der neuen Ausbildung ist die Möglichkeit, spezielle Studienplätze für kritische Bereiche zu schaffen, ähnlich wie in der Medizin. Diese Studienplätze sollen gezielt für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen genutzt werden, um deren seelische Gesundheit zu stärken.

Auswirkungen auf die Bürger

Doch was bedeutet all das für die Bürgerinnen und Bürger? In erster Linie wird erwartet, dass sich die Wartezeiten auf Therapieplätze verkürzen. Dies ist besonders in ländlichen Regionen von Bedeutung, wo der Zugang zu psychotherapeutischer Betreuung oft eingeschränkt ist. Darüber hinaus wird die Qualität der Betreuung durch die universitäre Ausbildung weiter verbessert.

Ein betroffener Vater aus Niederösterreich berichtet: „Mein Sohn hat monatelang auf einen Therapieplatz gewartet. Die Einführung des neuen Studiums gibt uns Hoffnung, dass solche Wartezeiten bald der Vergangenheit angehören.“

Ein Blick in die Zukunft: Was erwartet uns?

Die Einführung des neuen Psychotherapie-Studiums ist ein wichtiger Schritt, um die psychotherapeutische Versorgung in Österreich zu verbessern. Doch die Umsetzung wird Zeit in Anspruch nehmen. Experten gehen davon aus, dass die ersten Absolvent:innen frühestens 2030 in den Beruf einsteigen werden.

Ein Zukunftsforscher prognostiziert: „Die Reformen werden langfristig die seelische Gesundheit der Gesellschaft stärken. Die Investition in die Ausbildung neuer Fachkräfte ist entscheidend, um den steigenden Bedarf zu decken.“

Die Einführung des neuen Studiums ist ein komplexes Unterfangen, das von vielen Faktoren abhängt. Die politische Unterstützung ist dabei von entscheidender Bedeutung. Der Wissenschaftsausschuss hat bereits wichtige Nachschärfungen beschlossen, um die Umsetzung zu erleichtern.

Fazit: Ein Schritt in die richtige Richtung

Die Einführung des neuen Psychotherapie-Studiums ist ein bedeutender Schritt zur Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung in Österreich. Die Quotenregelung und die Fokussierung auf Kinder- und Jugendtherapie sind wichtige Maßnahmen, um die Versorgungslücken zu schließen. Doch die Umsetzung wird Zeit in Anspruch nehmen, und es bleibt abzuwarten, wie erfolgreich die Reformen letztendlich sein werden.

Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies jedoch Hoffnung auf eine bessere und schnellere Versorgung. Die seelische Gesundheit der Gesellschaft insgesamt wird von diesen Maßnahmen profitieren.

Quelle: SPÖ-Parlamentsklub

Schlagworte

#Heinrich Himmer#Kinder- und Jugendtherapie#Österreich#Psychotherapie#Quotenregelung#SPÖ#Studium

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