Am 3. Oktober 2025 fand in Wien die zweite Parlamentarische Radtour statt, ein Ereignis, das nicht nur die Herzen von Fahrradenthusiasten höherschlagen ließ, sondern auch ein bedeutendes Zeichen für die Zukunft der urbanen Mobilität setzte. Diese Tour, organisiert von den Vorsitzenden des Umweltauss
Am 3. Oktober 2025 fand in Wien die zweite Parlamentarische Radtour statt, ein Ereignis, das nicht nur die Herzen von Fahrradenthusiasten höherschlagen ließ, sondern auch ein bedeutendes Zeichen für die Zukunft der urbanen Mobilität setzte. Diese Tour, organisiert von den Vorsitzenden des Umweltausschusses, Lukas Hammer, und des Verkehrsausschusses, Wolfgang Moitzi, in Zusammenarbeit mit Michael Nendwich von der Wirtschaftskammer, zog zahlreiche Teilnehmer an, darunter Abgeordnete und Vertreter aus Wirtschaft und Umweltschutz.
Die Parlamentarische Radtour ist mehr als nur eine sportliche Betätigung. Sie symbolisiert das Bestreben, Radverkehrspolitik als Gemeinschaftsanliegen zu etablieren. „Radverkehrspolitik ist kein Parteithema, sondern ein Gemeinschaftsanliegen“, betonte Lukas Hammer. Diese Worte spiegeln die überparteiliche Natur der Initiative wider, die 2024 ins Leben gerufen wurde und seither jährlich stattfindet.
Die Tour führte die Teilnehmer von der Wiener Innenstadt über bedeutende Radstrecken zu verschiedenen Stationen, die die Vielfalt und die Herausforderungen der Radinfrastruktur in der Stadt verdeutlichen. Beginnend am Parlament, über die Ringstraße zur Rossauer Kaserne, führte die Route weiter über die Mariahilfer Straße und den Gürtel zu VELLO BIKES im 12. Bezirk. Diese Strecke wurde nicht zufällig gewählt, sondern sollte die Teilnehmer direkt mit den realen Bedingungen des Radfahrens in Wien konfrontieren.
Diese Stationen boten den Teilnehmern die Möglichkeit, die Qualität der Wiener Radwege hautnah zu erleben und die Unterschiede zwischen gut ausgebauten und problematischen Abschnitten zu erkennen.
Ein zentrales Thema der Diskussionen während der Radtour war die Rolle von Ländern wie Dänemark und den Niederlanden, die als Vorbilder in Sachen Radverkehr gelten. Diese Länder haben es geschafft, den Radverkehrsanteil durch mutige politische Entscheidungen signifikant zu erhöhen. „Die top Fahrradnationen in Europa haben es vor Jahrzehnten vorgezeigt: Das Fahrrad ist die Lösung vieler Herausforderungen“, sagte Michael Nendwich. Diese Aussage unterstreicht die Notwendigkeit, von den Erfolgen anderer zu lernen und ähnliche Maßnahmen in Österreich zu ergreifen.
Neben den infrastrukturellen Aspekten wurde auch die wirtschaftliche Bedeutung des Radverkehrs hervorgehoben. Der Fahrradhandel in Österreich ist ein wachsender Wirtschaftszweig, der nicht nur Arbeitsplätze schafft, sondern auch zur Reduzierung von CO2-Emissionen beiträgt. Die klimaneutrale Zustellung per Cargo-Bikes der österreichischen Post, ein weiterer Programmpunkt der Tour, verdeutlicht, wie der Radverkehr auch in der Logistikbranche zukunftsweisende Lösungen bietet.
Experten betonen, dass der Ausbau der Radinfrastruktur nicht nur eine Frage der Umweltpolitik, sondern auch der Wirtschaftsförderung ist. „Die wirtschaftliche Bedeutung des Fahrrads darf nicht unterschätzt werden. Es ist ein Motor für Innovation und Nachhaltigkeit“, erklärte ein Teilnehmer der Tour.
Obwohl Wien in den letzten fünf Jahren fast 100 Kilometer neue Radwege geschaffen hat, gibt es noch viel zu tun. Die Bundesregierung plant, den Radverkehrsanteil zu verdoppeln, was nur durch den Ausbau der Radinfrastruktur auf allen Ebenen – Bund, Länder und Gemeinden – möglich ist. Wolfgang Moitzi betonte: „Zentral ist und bleibt der Ausbau der Radinfrastruktur, denn die von der Bundesregierung geplante Verdopplung des Radverkehrsanteils kann nur gelingen, wenn alle Ebenen gemeinsam die Infrastruktur ausbauen.“
Die Parlamentarische Radtour dient als Plattform für Vernetzung und Austausch, um diese Herausforderungen zu meistern. Sie bietet die Möglichkeit, innovative Konzepte zu diskutieren und Best Practices zu teilen. Die Teilnehmer der Tour sind sich einig, dass solche Initiativen entscheidend sind, um den Radverkehr in Österreich weiter voranzubringen.
Ein Vergleich mit anderen Bundesländern zeigt, dass Wien zwar Vorreiter im Ausbau der Radinfrastruktur ist, jedoch auch in anderen Regionen Österreichs Fortschritte gemacht werden. Städte wie Graz und Salzburg investieren ebenfalls in den Radverkehr, um den urbanen Raum lebenswerter zu gestalten und den Verkehr zu entlasten.
Die Erfahrungen aus Wien können als Modell für andere Städte dienen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Der Austausch von Wissen und Erfahrungen ist ein wichtiger Schritt, um den Radverkehr in ganz Österreich zu fördern.
Die zweite Parlamentarische Radtour war ein voller Erfolg und ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Mobilitätswende. Sie hat gezeigt, dass Radverkehrspolitik ein Gemeinschaftsanliegen ist, das über Parteigrenzen hinweg unterstützt wird. Die Tour hat nicht nur die Bedeutung des Radverkehrs für Umwelt und Wirtschaft unterstrichen, sondern auch die Notwendigkeit von Investitionen in die Infrastruktur verdeutlicht.
Mit der Unterstützung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kann der Radverkehr in Österreich weiter wachsen und einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung von Emissionen und zur Verbesserung der Lebensqualität leisten. Die Parlamentarische Radtour ist ein Symbol für diesen Wandel und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der österreichischen Verkehrspolitik spielen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der offiziellen Seite der Pressemitteilung.