Am 23. Januar 2026 wurde in Linz das Nationalteam der Berufe Österreichs offiziell vorgestellt. Mit 47 jungen Fachkräften aus allen neun Bundesländern wird Österreich bei den WorldSkills 2026 in Shanghai vertreten sein. Diese Berufsweltmeisterschaft, die vom 22. bis 27. September 2026 im National Ex
Am 23. Januar 2026 wurde in Linz das Nationalteam der Berufe Österreichs offiziell vorgestellt. Mit 47 jungen Fachkräften aus allen neun Bundesländern wird Österreich bei den WorldSkills 2026 in Shanghai vertreten sein. Diese Berufsweltmeisterschaft, die vom 22. bis 27. September 2026 im National Exhibition and Convention Center (NECC) stattfindet, wird mit einer halben Million Quadratmeter Wettbewerbsfläche alle bisherigen Rekorde brechen. Mehr als 1.500 Teilnehmer aus der ganzen Welt treten an, um sich in 41 Berufen, davon 35 Einzel- und sechs Teamdisziplinen, zu messen.
Die WorldSkills sind ein globaler Wettbewerb, der seit 1950 junge Fachkräfte aus verschiedenen Branchen zusammenbringt, um ihre Fähigkeiten auf internationaler Bühne zu präsentieren. Der Wettbewerb fördert nicht nur die berufliche Bildung, sondern auch den Austausch von Wissen und Techniken zwischen den Ländern. Österreich hat eine lange Tradition in der Teilnahme an diesen Meisterschaften und konnte mehrfach als beste Nation abschneiden, zuletzt bei den EuroSkills 2019 in Kazan.
Ein Begriff, der häufig im Zusammenhang mit den WorldSkills fällt, ist der 'Skill'. Ein Skill bezeichnet eine spezifische Fähigkeit oder ein Fachgebiet, in dem die Teilnehmer antreten. Diese Skills reichen von traditionellen Handwerksberufen wie Tischlerei und Fliesenlegen bis hin zu modernen Disziplinen wie Robotik und Kältetechnik. Jeder Skill erfordert ein hohes Maß an Fachwissen und praktischer Erfahrung, die durch intensive Vorbereitung und Training erworben werden.
Seit 1961 haben insgesamt 689 Teilnehmer aus Österreich an den WorldSkills teilgenommen, wobei sie in 649 Bewerben 237 Medaillen (90 Gold, 69 Silber, 78 Bronze) sowie 251 'Medallions for Excellence' errungen haben. Diese Medallions werden für herausragende Leistungen vergeben, die knapp an den Medaillenrängen vorbeigehen. Die Teilnahme an den WorldSkills ist für viele junge Fachkräfte ein Sprungbrett für ihre Karriere und eine Möglichkeit, sich international zu vernetzen.
Die Steiermark stellt mit zwölf Teilnehmern das größte Kontingent, gefolgt von Niederösterreich mit zehn Medaillenhoffnungen. Oberösterreich, Vorarlberg und Wien entsenden jeweils acht Starter, während Kärnten drei Teilnehmer stellt. Salzburg ist mit zwei Fachkräften vertreten, und Tirol sowie das Burgenland schicken jeweils einen Teilnehmer ins Rennen. Diese Verteilung zeigt die Vielfalt und Stärke der österreichischen Berufsbildung in allen Regionen des Landes.
Die Vorbereitung auf die WorldSkills beginnt lange vor dem eigentlichen Wettbewerb. In Linz fand das erste Teamseminar statt, bei dem organisatorische Abläufe und inhaltliche Schwerpunkte besprochen wurden. In den kommenden Monaten folgen mehrere Trainingsmodule, die durch individuelles Fachtraining ergänzt werden. Oft investieren die Teilnehmer weit über tausend Trainingsstunden parallel zu ihrem beruflichen Alltag, um sich optimal auf den Wettbewerb vorzubereiten.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich eine kleinere Bevölkerung, dennoch ist es regelmäßig unter den Top-Nationen bei den WorldSkills vertreten. Dies spricht für die hohe Qualität der österreichischen Berufsbildung, die international anerkannt ist. Deutschland und die Schweiz sind ebenfalls starke Konkurrenten, die regelmäßig Medaillen gewinnen, was den Wettbewerb auf europäischer Ebene besonders spannend macht.
Die Teilnahme an den WorldSkills hat positive Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft und Gesellschaft. Die Fachkräfte bringen ihr erworbenes Wissen und ihre Erfahrungen in ihre Betriebe zurück, was zu Innovationen und Verbesserungen in der Produktion führen kann. Darüber hinaus stärkt die Teilnahme das Ansehen der österreichischen Berufsbildung und kann junge Menschen dazu motivieren, eine Lehre oder eine technische Ausbildung zu beginnen.
Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass Österreich weiterhin erfolgreich bei den WorldSkills abschneidet und seine Position als eine der führenden Nationen in der beruflichen Bildung behauptet. Die WorldSkills bieten eine Plattform, um die Fähigkeiten junger Fachkräfte zu präsentieren und die Bedeutung der beruflichen Bildung weltweit zu unterstreichen. Mit der kontinuierlichen Unterstützung durch die Wirtschaftskammer und andere Institutionen wird Österreich auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle bei den WorldSkills spielen.
Das Nationalteam der Berufe Österreichs ist bereit, bei den WorldSkills 2026 in Shanghai um Edelmetall zu kämpfen. Mit 47 Teilnehmern aus allen Bundesländern zeigt Österreich einmal mehr seine Stärke in der beruflichen Bildung. Die intensive Vorbereitung und das Engagement der jungen Fachkräfte lassen auf eine erfolgreiche Teilnahme hoffen. Für weitere Informationen über das Team Austria und die WorldSkills besuchen Sie die Webseite von SkillsAustria oder folgen Sie ihnen auf Social Media.