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Der österreichische Arbeitsmarkt sendet gemischte Signale aus: Während die Zahl der offenen Stellen mit über 163.000 weiterhin auf hohem Niveau verharrt, fordern Wirtschaftsvertreter eindringlich eine Senkung der Lohnnebenkosten, um den fragilen Aufschwung zu stabilisieren. Die aktuellen Zahlen des Wirtschaftsbund-Stellenmonitors für März 2024 zeigen 163.172 offene Stellen, nach 164.349 offenen Stellen im Februar.
Im März 2024 wurden 163.172 offene Stellen registriert, gegenüber 164.349 im Februar. Das Niveau bleibt damit hoch und signalisiert, dass Unternehmen wieder vorsichtig Vertrauen fassen, Personal suchen und in Wachstum sowie Ausbildung investieren.
Das makroökonomische Umfeld hat sich durch den Iran-Konflikt eingetrübt und bleibt herausfordernd. Der Bund hat seine Konsolidierungsziele für 2025 erreicht – vor allem durch Einsparungen auf der Ausgabenseite. Rund zwei Drittel der Budgetkonsolidierung wurden dadurch umgesetzt und es wurden bereits Spielräume für gezielte Impulse geschaffen.
Die Wirtschaftsbund-Generalsekretärin Tanja Graf betont, dass es nun darauf ankommt, diese Spielräume richtig zu nutzen. Sie nennt die Senkung der Lohnnebenkosten als entscheidenden Hebel, um Betriebe zu entlasten, Beschäftigung zu fördern und den Standort nachhaltig zu stärken. Zugleich warnt sie, dass trotz erster positiver Entwicklungen noch keine Entwarnung gelten könne.