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ÖAW begrüßt FTI-Pakt: 375 Millionen Euro für Grundlagenforschung

Faßmann: Politik hat Bedeutung der Grundlagenforschung erkannt

24. Februar 2026 um 10:47
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Der beschlossene FTI-Pakt bringt österreichischer Grundlagenforschung 375 Millionen Euro zusätzlich - ein Plus von 15 Prozent für Universitäten und Forschung.

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zeigt sich erfreut über den kürzlich beschlossenen Forschungs-, Technologie- und Innovations-Pakt (FTI-Pakt). Mit einem Gesamtvolumen von 5,5 Milliarden Euro und einem Plus von 375 Millionen Euro speziell für die Grundlagenforschung schafft die Politik wichtige Voraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit des österreichischen Forschungsstandorts.

Budgetplus trotz schwieriger Rahmenbedingungen

"Der nun beschlossene FTI-Pakt setzt das richtige Zeichen: Ein Budgetplus unter schwierigen Rahmenbedingungen zeigt den politischen Willen, Forschung und Innovation langfristig zu stärken", erklärt Heinz Faßmann, Präsident der ÖAW. Er betont, dass die Politik damit die Bedeutung der Grundlagenforschung erkannt habe und dankt insbesondere Bundesministerin Holzleitner für ihren Einsatz für einen zeitgerechten Beschluss.

Der FTI-Pakt bringt der Grundlagenforschung insgesamt mehr als 3 Milliarden Euro zur Verfügung. Das entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent gegenüber der bisherigen Finanzierung. Diese Erhöhung kommt dem gesamten Wissenschafts- und Forschungssystem zugute - sowohl den Universitäten als auch den außeruniversitären Forschungsinstitutionen.

Planungssicherheit für große Forschungsprojekte

Für die Einrichtungen der Grundlagenforschung bedeutet der Beschluss vor allem eines: Stabilität und eine solide Basis für die anstehenden Verhandlungen ihrer Leistungsvereinbarungen. Die ÖAW kann nun ihre strategischen Zukunftsthemen gezielt vorantreiben.

Zu den Schwerpunktbereichen gehören die Quantenforschung, Life Sciences und Künstliche Intelligenz. "Diese Bereiche sind entscheidend für Österreichs Position im internationalen Forschungswettbewerb", betont Faßmann. Die zusätzlichen Mittel ermöglichen es, ambitionierte Projekte weiterzuentwickeln und neue Initiativen zu starten.

Konkrete Projekte der ÖAW

Mit der gesicherten Finanzierung kann die ÖAW mehrere große Projekte in den kommenden Jahren weiterentwickeln:

  • Der Aufbau des Science Communication Centers, das die Wissenschaftskommunikation in Österreich stärken soll
  • Die Entwicklung des AITHYRA-Instituts für Künstliche Intelligenz in der Biomedizin
  • Die Fortsetzung der Bemühungen, internationale Spitzenforschung nach Österreich zu holen

Diese Projekte unterstreichen die Ambition der ÖAW, Österreich als attraktiven Forschungsstandort zu positionieren und internationale Talente anzuziehen.

Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit

Der FTI-Pakt leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Österreichs. Durch die Förderung von Nachwuchskarrieren und die Unterstützung exzellenter Forschung wird der Standort Österreich insgesamt gestärkt.

"Das Budgetplus in Zeiten des Spardrucks schafft dringend nötige Planungssicherheit, stärkt Talente und Infrastruktur und trägt zu unserer Innovationskraft bei", so Faßmann. Er betont jedoch auch, dass nun die rasche und verlässliche Umsetzung entscheidend sei.

Bedeutung für das österreichische Forschungssystem

Der FTI-Pakt kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für die österreichische Forschungslandschaft. In einem internationalen Umfeld, das von zunehmender Konkurrenz um Spitzenforschende und Forschungsgelder geprägt ist, setzt Österreich mit diesem Beschluss ein wichtiges Signal.

Die Grundlagenforschung bildet das Fundament für Innovationen und technologische Durchbrüche. Investitionen in diesem Bereich zahlen sich oft erst nach Jahren oder Jahrzehnten aus, sind aber essentiell für die langfristige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Auswirkungen auf Nachwuchsförderung

Besonders wichtig ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Mit den zusätzlichen Mitteln können mehr Forschungskarrieren unterstützt und junge Talente für die Wissenschaft gewonnen werden. Dies ist entscheidend, um den Generationenwechsel in der Forschung erfolgreich zu gestalten und die Innovationskraft Österreichs langfristig zu sichern.

Die ÖAW plant, verstärkt in Programme zur Nachwuchsförderung zu investieren und attraktive Karrierewege in der Wissenschaft zu schaffen. Damit soll dem Braindrain entgegengewirkt und Österreich als attraktiver Arbeitsplatz für Forschende etabliert werden.

Herausforderungen bei der Umsetzung

Trotz der positiven Entwicklung bleiben Herausforderungen bei der Umsetzung des FTI-Pakts. Die Verteilung der Mittel muss effizient und transparent erfolgen, um maximale Wirkung zu erzielen. Zudem ist eine kontinuierliche Evaluierung der geförderten Projekte notwendig, um den Erfolg der Investitionen zu gewährleisten.

Die ÖAW betont die Notwendigkeit einer raschen Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen. Nur so können die positiven Effekte des FTI-Pakts schnell spürbar werden und zur Stärkung des Forschungsstandorts beitragen.

Ausblick und strategische Ziele

Mit dem FTI-Pakt hat Österreich wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Die zusätzlichen Mittel für die Grundlagenforschung schaffen die Basis für innovative Projekte und internationale Kooperationen. Die ÖAW sieht sich gut positioniert, um ihre strategischen Ziele zu erreichen und Österreichs Position in der internationalen Forschungslandschaft zu stärken.

Die Politik hat mit diesem Beschluss gezeigt, dass sie die Bedeutung von Forschung und Innovation für die Zukunftsfähigkeit des Landes erkannt hat. Nun gilt es, diese Investitionen optimal zu nutzen und nachhaltige Erfolge zu erzielen, die Österreich langfristig als führenden Forschungsstandort etablieren.

Schlagworte

#ÖAW#FTI-Pakt#Grundlagenforschung#Wissenschaft#Forschungsförderung

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