Universität Wien sendet mit Ausladung eines verdienten Wissenschafters bedenkliches Signal
Zierfuß und Gorlitzer kritisieren die Verweigerung des Goldenen Doktordiploms für Rudolf Taschner als Angriff auf Wissenschafts- und Meinungsfreiheit.
Mit scharfer Kritik reagieren Klubobmann und Bildungssprecher Harald Zierfuß und Wissenschaftssprecher Gemeinderat Michael Gorlitzer auf Berichte, wonach die Universität Wien dem Mathematiker Rudolf Taschner kurzfristig die bereits vorgesehene Verleihung des Goldenen Doktordiploms verweigert habe.
"Die Absage dieser Ehrung ist ein bedenklicher Vorgang und ein Angriff auf die Freiheit der Wissenschaft sowie auf die Meinungsfreiheit. Eine Universität muss Ort des offenen Diskurses sein und nicht der politischen Gesinnungsprüfung", so Zierfuß.
Gorlitzer betont, dass Rudolf Taschner "sich über Jahrzehnte hinweg große Verdienste um Wissenschaft, Lehre und insbesondere die Vermittlung der Mathematik an eine breite Öffentlichkeit erworben" habe. "Wer einen derart verdienten Wissenschafter offenbar wegen unbequemer Positionen nicht ehren will, setzt ein völlig falsches Zeichen", sagt Gorlitzer.
Abschließend erklären Zierfuß und Gorlitzer: "Gerade Universitäten müssen unterschiedliche Meinungen aushalten und kontroverse Debatten ermöglichen. Wissenschaft lebt vom Diskurs und von der freien Auseinandersetzung mit Thesen. Eine Universität stärkt ihren Ruf nicht durch Ausgrenzung, sondern durch Offenheit, geistige Vielfalt und Respekt vor Lebensleistungen. Die Entscheidung sollte daher dringend überdacht werden."
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