Die WAG Assistenzgenossenschaft schlägt Alarm: Seit 2003 hat sich der Stundensatz für persönliche Assistenz in Niederösterreich nicht geändert. Während die Lebenshaltungskosten und Gehälter kontinuierlich gestiegen sind, bleibt die Förderung bei mageren 22 Euro pro Stunde. Diese Diskrepanz bedroht n
Die WAG Assistenzgenossenschaft schlägt Alarm: Seit 2003 hat sich der Stundensatz für persönliche Assistenz in Niederösterreich nicht geändert. Während die Lebenshaltungskosten und Gehälter kontinuierlich gestiegen sind, bleibt die Förderung bei mageren 22 Euro pro Stunde. Diese Diskrepanz bedroht nicht nur die finanzielle Stabilität der WAG, sondern auch die Existenzgrundlage vieler Menschen mit Behinderungen, die auf diese Unterstützung angewiesen sind.
Im Jahr 2003 war die Welt eine andere. Österreich trat der Europäischen Union bei, die Inflation war relativ stabil, und die Lebenshaltungskosten waren wesentlich niedriger als heute. In diesem Kontext wurde der Stundensatz für persönliche Assistenz in Niederösterreich auf 22 Euro festgelegt. Doch seitdem hat sich viel verändert: Die Kosten für Personal, Sozialversicherung und allgemeine Lebenshaltung sind explodiert. Ein Stundensatz von 38,80 Euro wäre heute notwendig, um kostendeckend zu arbeiten.
Für Menschen mit Behinderungen, die auf persönliche Assistenz angewiesen sind, bedeutet der unveränderte Stundensatz eine erhebliche finanzielle Belastung. Bei einem monatlichen Assistenzbedarf von 200 Stunden müssen sie eine Eigenleistung von bis zu 3.360 Euro erbringen. Zum Vergleich: Das Pflegegeld in Stufe 5 beträgt lediglich 1.175 Euro. Diese Diskrepanz zwingt viele in finanzielle Engpässe und schränkt ihre Lebensqualität massiv ein.
Ein fiktiver Experte erklärt: "Ohne eine Anpassung der Förderungen an die Inflation und die gestiegenen Kosten wird die persönliche Assistenz für viele unerschwinglich. Das ist nicht nur sozial ungerecht, sondern widerspricht auch den Grundsätzen der Inklusion und der UN-Behindertenrechtskonvention."
Im Gegensatz zu Niederösterreich haben andere Bundesländer bereits auf die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagiert. In Wien und der Steiermark wurden die Stundensätze für persönliche Assistenz in den letzten Jahren mehrfach angepasst, um die gestiegenen Kosten zu decken. Diese Maßnahmen zeigen, dass eine Anpassung möglich ist, wenn der politische Wille vorhanden ist.
Politische Vertreter von ÖVP und FPÖ betonen regelmäßig die Bedeutung von Inklusion und Behindertenarbeit. Doch wenn die Förderungen seit 22 Jahren eingefroren bleiben, sind diese Worte kaum etwas wert. Die WAG Assistenzgenossenschaft appelliert an die zuständigen Landesrätinnen Christiane Teschl-Hofmeister und Susanne Rosenkranz, endlich zu handeln.
Diese Forderungen sind nicht neu, doch die Dringlichkeit hat zugenommen. Ohne eine rasche Lösung droht bis Jahresende die Kündigung von 100 persönlichen Assistenten und der Verlust der Unterstützung für mehr als 40 Menschen mit Behinderungen.
Die Finanzierung der persönlichen Assistenz ist ein komplexes Thema, das eng mit der allgemeinen Finanzpolitik des Landes verbunden ist. Die Budgetplanung muss sowohl die Bedürfnisse der Betroffenen als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Eine Anpassung der Förderungen würde nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen verbessern, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität der WAG sichern.
Ohne eine Anpassung der Förderungen droht ein massiver Verlust an Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen in Niederösterreich. Die WAG Assistenzgenossenschaft hat bereits angekündigt, dass sie die Notbremse ziehen muss, wenn keine Lösung gefunden wird. Die politische Verantwortung liegt nun beim Land Niederösterreich, das handeln muss, um eine soziale Katastrophe zu verhindern.
Ein fiktiver Experte prognostiziert: "Wenn die Förderungen nicht angepasst werden, wird dies langfristig zu einem Rückgang der Qualität der persönlichen Assistenz führen. Die Betroffenen werden gezwungen sein, auf weniger qualifizierte Anbieter auszuweichen, was die Inklusion und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen wird."
Die Situation in Niederösterreich ist ein Weckruf für die Politik. Die Förderung der persönlichen Assistenz muss dringend an die wirtschaftlichen Realitäten angepasst werden, um die Inklusion und Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen zu sichern. Die WAG Assistenzgenossenschaft hat den ersten Schritt gemacht, indem sie auf die Missstände hingewiesen hat. Jetzt liegt es an den politischen Entscheidungsträgern, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.
Weitere Informationen und die vollständige Pressemitteilung finden Sie auf der Website der WAG Assistenzgenossenschaft.