<p>Niederösterreich verwandelt sich diese Woche in eine einzige große Konzertbühne. Vom 5. bis 10. März 2025 präsentiert das Bundesland eine beeindruckende Vielfalt an musikalischen Veranstaltungen –
Niederösterreich verwandelt sich diese Woche in eine einzige große Konzertbühne. Vom 5. bis 10. März 2025 präsentiert das Bundesland eine beeindruckende Vielfalt an musikalischen Veranstaltungen – von Singer-Songwriterinnen in St. Pölten über Jazz-Sessions in Baden bis hin zu Accordeon-Festivals in Purkersdorf. Die Kulturlandschaft zeigt sich dabei so facettenreich wie selten zuvor und beweist einmal mehr, warum Niederösterreich als kulturelles Herz Österreichs gilt.
Den Auftakt macht bereits am 5. März die renommierte Bühne im Hof in St. Pölten. Ab 19.30 Uhr präsentieren sich zwei aufstrebende Künstlerinnen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Mira Perusich, eine burgenlandkroatische Singer-Songwriterin, hat sich in der österreichischen Musikszene bereits einen Namen gemacht. Ihre Besonderheit liegt in der innovativen Verwendung einer Loopstation – einem elektronischen Gerät, das es ermöglicht, Musiksequenzen aufzunehmen und in Endlosschleife abzuspielen. Diese Technik erlaubt es Solokünstern, mehrstimmige Arrangements zu schaffen und quasi als Ein-Person-Band aufzutreten.
Perusich verwebt dabei ihre Stimme mit Klavierklängen zu atmosphärischen Soundlandschaften, die sowohl ihre kroatischen Wurzeln als auch moderne elektronische Einflüsse widerspiegeln. Parallel dazu tritt ams auf, das Künstlerpseudonym von Anna-Maria Schnabl, die sich auf Dialektsongs spezialisiert hat. Dialektmusik erlebt in Österreich seit Jahren eine Renaissance und verbindet regionale Identität mit zeitgenössischen musikalischen Ansätzen.
Die Loopstation-Technologie, die Mira Perusich verwendet, revolutioniert seit den 1990er Jahren die Musikwelt. Ursprünglich für Studioproduktionen entwickelt, ermöglicht sie Live-Künstlern, komplexe Arrangements ohne Begleitband zu erstellen. Künstler wie Ed Sheeran oder KT Tunstall haben diese Technik international populär gemacht. In Österreich nutzen besonders Singer-Songwriter diese Technologie, um ihre künstlerische Vielfalt zu demonstrieren.
Ebenfalls am 5. März, zeitgleich zum Internationalen Frauentag, bietet das Theater im Neukloster in Wiener Neustadt ein besonderes kulturelles Erlebnis. Die Schick Sisters präsentieren ihr Programm „Starke Stimmen, starke Frauen" – ein Konzert, das nicht nur musikalisch, sondern auch gesellschaftlich Akzente setzt. Der gesamte Kartenerlös fließt in ein Wiener Neustädter Frauenprojekt, wodurch die Veranstaltung über den reinen Kulturgenuss hinaus sozialen Mehrwert schafft.
Solche Benefizkonzerte haben in Niederösterreich eine lange Tradition. Sie verbinden kulturelle Bildung mit gesellschaftlichem Engagement und schaffen Bewusstsein für wichtige Themen. Der Internationale Frauentag, der seit 1911 begangen wird, erhält durch solche Veranstaltungen eine besondere kulturelle Dimension.
Die Jazzszene Niederösterreichs zeigt sich besonders vielfältig. Im Theater am Steg in Baden widmet sich das Jazz Café Project am 5. März den großen Komponisten der amerikanischen Songbook-Tradition. Albert Reifert & Friends präsentieren gemeinsam with Sängerin Carole Alston unter dem Motto „Swing into Spring" Werke von George Gershwin, Cole Porter, Irving Berlin, Richard Rodgers, Harold Arlen und Hoagy Carmichael.
Diese Komponisten prägten zwischen 1920 und 1950 den amerikanischen Jazz und Popular Song nachhaltig. George Gershwin (1898-1937) schuf mit Stücken wie „Summertime" und „I Got Rhythm" zeitlose Klassiker. Cole Porter (1891-1964) brillierte mit sophistizierter Harmonik und witzigen Texten, während Irving Berlin (1888-1989) als einer der produktivsten Songwriter der Geschichte gilt.
Jazz etablierte sich in Österreich bereits in den 1920er Jahren, erlebte aber nach dem Zweiten Weltkrieg seine eigentliche Blütezeit. Städte wie Wien, Salzburg und eben auch die niederösterreichischen Gemeinden entwickelten eigene Jazzszenen. Die Besonderheit des österreichischen Jazz liegt oft in der Verbindung mit lokalen Musiktraditionen – eine Synthese, die auch heute noch prägend ist.
Das Ristorante Pierino in Traiskirchen setzt diese Tradition am 10. März fort. Das dortige Jazzcafé präsentiert „Jazz Like 100 Years Ago" mit dem Oldtime Jazz Revival. Diese Veranstaltung verdeutlicht die Bedeutung des sogenannten „Traditional Jazz" oder „Dixieland