Niederösterreich läutet mit einem vielfältigen Kulturprogramm das Frühjahr 2024 ein. Von der Ausstellung über geraubte jüdische Ritualobjekte in St. Pölten bis hin zur Präsentation einer 3D-Visualisierung des ehemaligen KZ-Außenlagers Melk – zahlreiche Veranstaltungen stehen an.
Niederösterreich präsentiert eine Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen im Frühjahr 2024. Themen reichen von der Aufarbeitung der NS‑Zeit über moderne Architektur bis hin zu Performance-Kunst.
In der Ehemaligen Synagoge St. Pölten ist seit 15. April die Wechselausstellung „Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich“ zu sehen. Die von Martha Keil kuratierte Schau zeigt sieben Ritualobjekte aus den rund 25 zerstörten und geplünderten Synagogen und Bethäusern Niederösterreichs. Einige der gezeigten Objekte wurden vor dem 10. November 1938 zur Aufbewahrung in das Jüdische Museum Wien gebracht, andere gelangten als Raubgut in den Handel und wurden von Sammlern erworben. Auch zerstörte und verschwundene Gegenstände, die nur noch durch Fotos und Listen nachweisbar sind, werden thematisiert. Die Ausstellung läuft bis 15. November; Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Nähere Informationen unter 02742/908090-972 und www.ehemalige-synagoge.at.
Am 15. April wurde im Theater am Steg in Baden die Fotoausstellung „40 Jahre Tschernobyl“ von Michaela Vondruska eröffnet. Gezeigt werden Arbeiten, die während mehrerer Aufenthalte in der Sperrzone rund um Tschernobyl in den Jahren 2018 und 2019 entstanden sind. Die Ausstellung läuft bis 26. April. Zur Finissage am 26. April findet ab 14 Uhr eine Gedenkveranstaltung statt. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr sowie während Veranstaltungen im Haus; an Samstagen und Sonntagen ist die Fotografin jeweils von 14 bis 16 Uhr persönlich anwesend. Nähere Informationen bei der Kulturabteilung der Stadtgemeinde Baden unter 02252/86800-522 und per E‑Mail an [email protected].
Morgen, Donnerstag, 16. April, wird im Kulturbüro Langenlois die Ausstellung „Haus Hof Dorf. Wohnbau am Land – Eine Anleitung“ eröffnet. Die von Architektur Raumburgenland konzipierte Schau wirft die Frage auf, welche Alternativen es zu Einfamilien- und Mehrparteienhäusern gibt und wie auf kleinsten, historisch gewachsenen Parzellen gebaut werden kann. Ausstellungsdauer: bis 13. Juni; Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag von 10 bis 13.30 und 15 bis 19 Uhr. Am Freitag, 17. April, veranstaltet das ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich im Flusshaus Prinzersdorf den Lehrgang „Baukultur kompakt“ zu Themen wie Novellen der NÖ Bauordnung, Fördermöglichkeiten und Umgang mit Leerstand. Nähere Informationen bei ORTE unter 02732/78374, [email protected] und www.orte-noe.at.
Am Freitag, 17. April, wird im Haus der Kunst in Baden die Ausstellung „Vom Stillen und vom Lebendigen“ mit Arbeiten von Gabi Burger eröffnet; die Schau läuft bis 26. April. Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 15 bis 18 Uhr, Freitag bis Sonntag von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr; Informationen beim Kulturamt Baden unter 02252/86800-523, [email protected] und www.badeninkultur.eu.
Im Kunstraum Weikendorf eröffnet am Samstag, 18. April, um 16 Uhr die Ausstellung „Mode Arbeit“ von Jojo Gronostay; Projektdauer bis 27. September. Im Kunstverein Baden beginnen am Samstag, 18. April, Performances von Lisa Großkopf unter dem Motto „Schöner Schwitzen“; die experimentelle Ausstellung „ephemeral forms of presence“ läuft bis 21. Juni. Öffnungszeiten Kunstverein: Samstag von 10 bis 12 und 14.30 bis 18 Uhr, Sonntag von 14.30 bis 18 Uhr; Informationen unter 0650/4710011, [email protected] und www.kunstvereinbaden.at.
Zum Österreichischen Welterbetag am Samstag, 18. April, bietet die Kunstmeile Krems unter anderem in der „Family Factory“ im Atelier der Kunstmeile ein Programm zu den „Farben der Natur“ in der Wachau. Zudem startet um 15 Uhr ein „Welterbe-Walk“ von der Landesgalerie Niederösterreich in die Altstadt von Stein. Nähere Informationen unter 02732/908010, [email protected] beziehungsweise [email protected]; Online‑Tickets unter www.kunstmeile.at/veranstaltungen.
Am Samstag, 18. April, veranstaltet das Museum Gugging ab 10 Uhr eine interaktive „Pädagog*innenführung“ zur Gugginger Kunst. Ab 13 Uhr verbindet „Kreativität in Kunst und Wissenschaft – Lernen Sie zwei Institutionen aus Maria Gugging kennen“ das Museum Gugging mit dem VISTA Science Experience Center am ISTA‑Forschungscampus. Am Sonntag, 19. April, findet um 14 Uhr eine Sonntagsführung durch die neue Jubiläums-Ausstellung „museum gugging.! 20 jahre kUNSt“ statt. Weitere Angebote in der Woche: am Dienstag, 21. April, „kunst mit kaffee“ ab 14.30 Uhr und ab 16.30 Uhr die „werkstattrunde gugging“. Nähere Informationen unter 02243/87087, [email protected] und www.museumgugging.at.
Das Weinviertler Museumsdorf Niedersulz bietet am Samstag, 18., und Sonntag, 19. April, den Workshop „Altbausanierung und Lehmbau – Theorie & Praxis“ sowie Programmpunkte der Reihe „Alltag im Dorf – Wie war das damals?“ mit Themen wie „Kirchliches in der Georgskapelle“ (Samstag) und „In der Mühle“ (Sonntag). Am Sonntag können Besucher zudem „Auf den Spuren von Zieglinde durchs Museumsdorf“ mitmachen. Informationen und das detaillierte Programm unter 02534/333, [email protected] und www.museumsdorf.at.
Am Dienstag, 21. April, wird in der Kulturwerkstatt Tischlerei Melk die Präsentation einer 3D‑Visualisierung des ehemaligen KZ‑Außenlagers Melk gezeigt, die im Rahmen einer Diplomarbeit an der HTL Ybbs entstanden ist. Nähere Informationen beim Melk Memorial unter 0681/81318543, [email protected], bzw. bei der Kulturwerkstatt Tischlerei Melk unter 02752/54060, [email protected] und www.wachaukulturmelk.at.
Das Stadtmuseum Tulln lädt am Freitag, 17. April, ab 19 Uhr im Forum der HAK/HAS Tulln zu einem Vortrag von Ronald Risy über die archäologische Grabung am St. Pöltner Domplatz ein. Zum Saisonstart gibt es am Samstag, 18., und Sonntag, 19. April, „Spiel & Spaß im Museum“ mit stündlichen Führungen durch das Römermuseum sowie Bastelbögen für Kinder. Das Museum ist bis 18. Oktober jeweils Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Informationen: 02272/690-189, [email protected] und www.stadtmuseum-tulln.at.