Wien ist bekannt für seine charmante Architektur und die hohe Lebensqualität. Doch die Stadt hat noch mehr zu bieten: Die jüngste Errungenschaft ist der Friederike-Mayröcker-Hof, ein neuer Gemeindebau, der nicht nur leistbares Wohnen ermöglicht, sondern auch mit innovativen, ökologischen Lösungen be
Wien ist bekannt für seine charmante Architektur und die hohe Lebensqualität. Doch die Stadt hat noch mehr zu bieten: Die jüngste Errungenschaft ist der Friederike-Mayröcker-Hof, ein neuer Gemeindebau, der nicht nur leistbares Wohnen ermöglicht, sondern auch mit innovativen, ökologischen Lösungen beeindruckt.
Im Herzen von Margareten, an der Kreuzung Schönbrunner Straße und Reinprechtsdorfer Straße, erhebt sich ein achtgeschossiges Niedrigstenergiehaus, das den 63. Margaretner Gemeindebau darstellt. Die 15 hochwertigen Wohnungen sind nicht nur leistbar, sondern bieten auch private Freiräume in Form von Loggien, Balkonen oder Dachterrassen. Diese Bauweise setzt neue Maßstäbe in Sachen Wohnkomfort und Nachhaltigkeit.
Ein besonderes Highlight des Friederike-Mayröcker-Hofs ist die komplett gasfreie, ökologische Wärmeversorgung. Ein Trio aus zwei Luft/Wasser-Pumpen und einer Wasser/Wasser-Pumpe, kombiniert mit einer Photovoltaikanlage, sorgt für eine umweltfreundliche Energieversorgung. Diese innovative Technik garantiert den Bewohnern zu jeder Jahreszeit ein angenehmes Raumklima.
Die Flächenheizsysteme, wie Fußbodenheizungen und Bauteilaktivierungen, tragen zusätzlich dazu bei, dass die Räume optimal beheizt werden. Auch die Kälteversorgung für die Stützkühlung erfolgt über die Luft/Wasser-Wärmepumpenanlage. Dies bedeutet für die Bewohner nicht nur Komfort, sondern auch eine Reduzierung der Energiekosten.
Die vertikale Fassadenbegrünung und die Dachbegrünung des Gebäudes tragen erheblich zur Verbesserung des Stadtklimas bei. Die Pflanzen werden durch ein automatisches Bewässerungssystem optimal versorgt, was die Pflege erleichtert und die Langlebigkeit der Begrünung sicherstellt. Diese grüne Oase inmitten der Stadt ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern fördert auch das Wohlbefinden der Bewohner.
Im Erdgeschoss des Gebäudes wird bald das Institut für Erlebnispädagogik eröffnen. Dieses 80 m² große Lokal wird nicht nur Familien mit Kindern ansprechen, sondern auch als Grätzl-Treffpunkt dienen. Hier können sich die Bewohner treffen, austauschen und Gemeinschaft erleben.
Das Nachbarschaftsservice 'wohnpartner' unterstützt die Bewohner bei der Entwicklung einer aktiven Nachbarschaft. Dies fördert das soziale Miteinander und schafft eine lebendige Hausgemeinschaft.
Der Friederike-Mayröcker-Hof ist Teil einer größeren Initiative der Stadt Wien, die darauf abzielt, leistbaren Wohnraum zu schaffen. Bisher wurden 14 Gemeindebauten mit Wohnraum für mehr als 3.500 Menschen realisiert, und 10 weitere Projekte sind in Planung. Insgesamt wurden bereits 5.700 Wohnungen auf den Weg gebracht, und die Aufschwungskoalition plant, weitere 1.500 neue Gemeindewohnungen umzusetzen.
Die Stadt Wien setzt mit diesem Projekt ein Zeichen für andere Städte. Die Kombination aus leistbarem Wohnen, ökologischer Bauweise und sozialer Integration könnte als Vorbild für zukünftige Bauprojekte dienen. Der Fokus auf Nachhaltigkeit und Gemeinschaft ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Herausforderungen des urbanen Wohnens zu meistern.
Der Friederike-Mayröcker-Hof ist nicht nur ein Zuhause für seine Bewohner, sondern auch ein Symbol für den Fortschritt und die Innovationskraft Wiens. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich dieses Projekt in den kommenden Jahren entwickeln wird und welchen Einfluss es auf die Wohnbaupolitik in Österreich und darüber hinaus haben wird.