275.000 Euro Investition in Verkehrssicherheit und nachhaltige Mobilität
Ein 650 Meter langer baulich getrennter Radweg erhöht die Sicherheit und verbessert die Anbindung an den Bahnhof der Franz-Josefs-Bahn.
Die Verkehrssicherheit zwischen den niederösterreichischen Gemeinden Gedersdorf und Stratzdorf hat eine deutliche Verbesserung erfahren. Nach erfolgreicher Umsetzung eines zukunftsweisenden Geh- und Radwegprojekts können Radfahrer und Fußgänger nun eine sichere, baulich getrennte Verbindung nutzen. Das 275.000 Euro schwere Projekt wurde mit Unterstützung der Radwegförderung des Landes Niederösterreich realisiert.
Der neue Geh- und Radweg erstreckt sich über eine Länge von 650 Metern entlang der Kellergasse und schafft eine wichtige Infrastruktur für den Alltagsradverkehr. Die Trasse beginnt bei der Kreuzung mit der Gartenstraße und verläuft an der Westseite der Kellergasse bis zur Ortstafel von Stratzdorf. Durch die bauliche Trennung vom motorisierten Verkehr wurde die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger wesentlich erhöht.
Stadtrat Christoph Hofbauer, der das Projekt in Vertretung von LH-Stellvertreter Udo Landbauer besichtigte, zeigte sich von der Umsetzung beeindruckt. Gemeinsam mit Bürgermeister Ing. Stefan Löffler, dem geschäftsführenden Gemeinderat Ing. Erich Lindtner und DI Christof Dauda vom NÖ Straßendienst wurde der neu errichtete Radwegabschnitt in Augenschein genommen.
Der Geh- und Radweg wurde mit einem entsprechenden Konstruktionsaufbau in einer asphaltierten Breite von 2,6 Metern ausgeführt. Diese Breite ermöglicht ein komfortables und sicheres Nebeneinander von Fußgängern und Radfahrern. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit gelegt: Ein begleitender Grünstreifen mit einer variablen Breite von 0,5 bis 1,0 Metern dient als zusätzlicher Schutz zur Fahrbahn und schafft eine natürliche Barriere zum motorisierten Verkehr.
Die Bauarbeiten führte die Firma Haider fachmännisch durch, während die Förderabwicklung über den NÖ Straßendienst erfolgte. Diese professionelle Abwicklung gewährleistete eine termingerechte und qualitätsvolle Umsetzung des Projekts.
Ein besonderer Vorteil des neuen Radwegs liegt in der verbesserten Anbindung an den in Gedersdorf gelegenen Bahnhof der Franz-Josefs-Bahn. Dies bedeutet insbesondere für Pendlerinnen und Pendler einen deutlichen Mehrwert, da sie nun sicher und komfortabel mit dem Fahrrad zum Bahnhof gelangen können. Die Kombination aus Rad und Bahn als nachhaltige Mobilitätslösung wird damit erheblich attraktiver.
Diese Anbindung unterstützt das Ziel des Landes Niederösterreich, den öffentlichen Verkehr zu stärken und gleichzeitig umweltfreundliche Mobilität zu fördern. Pendler können nun das Auto öfter stehen lassen und auf die umweltfreundliche Kombination aus Fahrrad und Zug setzen.
Das Projekt konnte nur durch die Unterstützung verschiedener Akteure realisiert werden. Besonders hervorzuheben ist die Bereitschaft der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, die erforderlichen Grundstücksflächen zur Verfügung zu stellen. Ohne diese Kooperationsbereitschaft wäre die Umsetzung des wichtigen Infrastrukturprojekts nicht möglich gewesen.
Die Finanzierung erfolgte nach dem bewährten Modell der niederösterreichischen Radwegförderung: 70 Prozent der Gesamtkosten von rund 275.000 Euro werden vom Land Niederösterreich getragen, während die Gemeinde Gedersdorf 30 Prozent übernimmt. Diese Aufteilung macht es möglich, dass auch kleinere Gemeinden wichtige Infrastrukturprojekte umsetzen können.
Das Gedersdorf-Stratzdorf-Projekt fügt sich nahtlos in die niederösterreichische Strategie zur Förderung nachhaltiger Mobilität ein. Durch die Schaffung sicherer Radinfrastruktur wird der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad attraktiver gemacht. Dies trägt nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern verbessert auch die Lebensqualität in den Gemeinden durch reduzierten Verkehrslärm und weniger Luftverschmutzung.
Der neue Radweg ist ein Baustein im größeren Netz der niederösterreichischen Radinfrastruktur. Solche Projekte zeigen, wie durch gezielte Investitionen die Verkehrswende vorangetrieben und gleichzeitig die lokale Lebensqualität verbessert werden kann.
Die Fertigstellung des Geh- und Radwegs bringt mehrere positive Effekte für die Region mit sich:
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie durch koordinierte Planung und Finanzierung zwischen Land und Gemeinden wichtige Infrastrukturverbesserungen umgesetzt werden können. Die Investition in nachhaltige Mobilität zahlt sich dabei nicht nur ökologisch, sondern auch gesellschaftlich aus.
Der erfolgreiche Abschluss des Gedersdorf-Stratzdorf-Radwegs könnte als Vorbild für weitere ähnliche Projekte in Niederösterreich dienen. Die positive Resonanz und die praktischen Vorteile des neuen Radwegs zeigen, dass Investitionen in die Radinfrastruktur eine wichtige Rolle bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Mobilität spielen.
Für interessierte Bürger und Gemeinden, die ähnliche Projekte planen, steht der NÖ Straßendienst beratend zur Verfügung. Nähere Informationen sind bei Ing. Christoph Schodl BA, MA unter der Telefonnummer 0676/812-60141 oder per E-Mail unter [email protected] erhältlich.