Die steigenden Spritpreise infolge der Iran-Krise verdeutlichen einmal mehr Österreichs gefährliche Abhängigkeit von fossilen Energieimporten. Während Experten vor weiteren Preisschocks warnen, hat...
Die steigenden Spritpreise infolge der Iran-Krise verdeutlichen einmal mehr Österreichs gefährliche Abhängigkeit von fossilen Energieimporten. Der Nationalrat hat einen umfassenden Grünen-Antrag für mehr Energieunabhängigkeit abgelehnt.
Lukas Hammer, Energiesprecher der Grünen, hatte mit seinem umfassenden Entschließungsantrag einen klaren Fahrplan vorgelegt. Im Zentrum steht ein verbindlicher Ausstiegsplan aus Öl und Gas sowie ein strukturierter Pfad hin zu 100 Prozent erneuerbarer Energie bis 2040. "Die aktuellen Preissteigerungen zeigen einmal mehr, wie verwundbar unser Land aufgrund unserer Abhängigkeit von Öl und Gas ist", kritisierte Hammer nach der Abstimmung.
Im Antrag forderten die Grünen mehr Windkraft, mehr Photovoltaik und klare Ausbauziele in allen Bundesländern. Sie forderten außerdem Maßnahmen für leistbare und klimafreundliche Mobilität, wie Maßnahmen für leistbare E-Autos sowie stabile Preise beim KlimaTicket. Auch der Ausstieg aus fossilen Heizsystemen und die Nutzung heimischer Potenziale bei Geothermie sind zentrale Bestandteile.
"All diese Maßnahmen sind keine langfristige Vision, sondern eine akute Notwendigkeit. Wer heute gegen mehr erneuerbare Energie stimmt, nimmt bewusst in Kauf, dass die Menschen auch morgen noch unter Preisschocks bei Energie leiden", betonte Hammer.