Bundesheer-Sportler triumphiert im Big-Air-Finale bei Olympia 2026
Korporal Matej Svancer vom Bundesheer sichert sich Bronze im Ski-Freestyle Big Air bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina.
Ein historischer Moment für den österreichischen Ski-Freestyle: Matej Svancer, Korporal des Österreichischen Bundesheeres und Athlet des Heeres-Leistungssportzentrums Faak am See, hat bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand-Cortina die Bronzemedaille im Big-Air-Bewerb errungen. Damit krönte der Gesamtweltcupsieger eine beeindruckende Karriere mit seinem ersten olympischen Edelmetall.
Im hochklassigen Finale des Big-Air-Bewerbs musste sich Svancer nur zwei Athleten geschlagen geben: dem Norweger Tormod Frostad, der sich Gold sicherte, und dem US-Amerikaner Mac Forehand, der Silber gewann. Der österreichische Freestyle-Star zeigte dabei eine konstant starke Leistung und bewies einmal mehr seine Klasse auf höchstem Niveau.
Bereits in der Qualifikation hatte Svancer mit 182,25 Punkten ein starkes Zeichen gesetzt und sich als Zweiter souverän für das Finale qualifiziert. Diese solide Ausgangslage nutzte er dann im entscheidenden Wettkampf optimal aus, um sich den lang ersehnten Medaillentraum zu erfüllen.
Besonders bemerkenswert ist Svancers Bronzemedaille vor dem Hintergrund seines vorherigen Auftritts bei diesen Olympischen Spielen. Im Slopestyle-Bewerb hatte der Österreicher nur den siebenten Platz erreicht – ein für seine Verhältnisse enttäuschendes Resultat, das jedoch seine Motivation für den Big-Air-Bewerb zusätzlich anheizte.
"Der siebte Platz im Slopestyle war sicher nicht das, was ich mir vorgestellt hatte", kommentierte Svancer seine Leistung. "Umso mehr freue ich mich, dass ich im Big Air zeigen konnte, was in mir steckt. Diese Medaille bedeutet mir unglaublich viel."
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner zeigte sich begeistert von der Leistung des Bundesheer-Athleten und fand lobende Worte für dessen Erfolg: "Mit Vertrauen in seine Stärke und außergewöhnlicher Leidenschaft hat Korporal Matej Svancer bei diesem Wettkampf sein Können unter Beweis gestellt. Die Bronzemedaille ist der Lohn für Mut, Herz und die Bereitschaft an Grenzen zu gehen. Meine herzlichsten Glückwünsche zu dieser beeindruckenden Leistung."
Diese Anerkennung von höchster politischer Ebene unterstreicht die Bedeutung des Erfolgs nicht nur für den Sport, sondern auch für das österreichische Bundesheer und seine Sportförderung.
Svancers Triumph ist kein Einzelfall, sondern Teil einer langen Erfolgsgeschichte des österreichischen Heeressports. Seit 1962 fördert das Heeressportzentrum mit seinen elf Heeres-Leistungssportzentren den österreichischen Leistungssport und hat dabei eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen.
Jährlich sind circa 495 Personen Teil des Förderprogramms des Heeressports, davon 30 Athletinnen und Athleten im Behindertensport. Diese breite Aufstellung ermöglicht es, Talente in verschiedensten Disziplinen zu entwickeln und auf höchstem Niveau zu fördern.
Traditionell stellt der Heeressport zahlreiche Teilnehmer bei sportlichen Großveranstaltungen wie den Olympischen und Paralympischen Spielen sowie Europa- und Weltmeisterschaften. Die Athleten des Bundesheeres haben bereits in der Vergangenheit unzählige Erfolge und Medaillen für Österreich erzielt und damit die Reputation des österreichischen Sports auf internationaler Ebene geprägt.
Das Heeres-Leistungssportzentrum Faak am See, wo Svancer trainiert, hat sich dabei besonders als Kaderschmiede für Wintersportarten einen Namen gemacht. Die professionellen Trainingsbedingungen und die Unterstützung durch erfahrene Trainer ermöglichen es den Athleten, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
Der Big-Air-Bewerb gilt als eine der spektakulärsten Disziplinen im Ski-Freestyle. Dabei springen die Athleten von einer großen Schanze und führen in der Luft komplexe Tricks und Rotationen aus. Bewertet werden sowohl die technische Ausführung als auch die Schwierigkeit und Kreativität der gezeigten Manöver.
Für Svancer, der bereits Gesamtweltcupsieger ist, bedeutete diese Olympiamedaille die Krönung einer bereits sehr erfolgreichen Laufbahn. Der Big-Air-Spezialist hatte in den vergangenen Jahren kontinuierlich an der Weltspitze mitgemischt und sich als einer der konstantesten Performer in dieser Disziplin etabliert.
Svancers Bronzemedaille ist nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein wichtiger Erfolg für den österreichischen Wintersport insgesamt. In einer Zeit, in der die traditionellen Skination Österreich in manchen Bereichen mit neuer Konkurrenz zu kämpfen hat, zeigt dieser Erfolg, dass österreichische Athleten nach wie vor zur Weltspitze gehören können.
Der Freestyle-Bereich hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Säule des österreichischen Wintersports entwickelt. Junge Athletinnen und Athleten finden in diesen spektakulären Disziplinen eine Alternative zu den klassischen Skisportarten und können dabei ihre Kreativität und ihren Mut unter Beweis stellen.
Mit seinem Erfolg wird Svancer sicherlich als Vorbild für viele junge Freestyle-Talente in Österreich fungieren. Seine Geschichte zeigt, dass mit harter Arbeit, Disziplin und der richtigen Förderung auch in technisch anspruchsvollen Disziplinen wie dem Big Air internationale Erfolge möglich sind.
Das Bundesheer als Förderer des Leistungssports spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Möglichkeit, den Wehrdienst mit einer professionellen Sportkarriere zu verbinden, eröffnet vielen Talenten Perspektiven, die sonst möglicherweise nicht realisierbar wären.
Nach diesem großartigen Erfolg bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina wird Matej Svancer sicherlich motiviert in die Zukunft blicken. Als amtierender Gesamtweltcupsieger und frischgebackener Olympia-Medaillengewinner hat er bewiesen, dass er zu den absoluten Topstars seiner Sportart gehört.
Für das österreichische Bundesheer und sein Sportförderprogramm ist dieser Erfolg ein weiterer Beweis für die Wirksamkeit und Wichtigkeit der Investition in den Leistungssport. Die Kombination aus professioneller Betreuung, optimalen Trainingsbedingungen und der nötigen finanziellen Sicherheit ermöglicht es österreichischen Athleten, auf höchstem Niveau zu konkurrieren.
Svancers Bronzemedaille wird sicherlich als einer der Höhepunkte der österreichischen Olympia-Teilnahme in Mailand-Cortina in die Geschichtsbücher eingehen und zeigt einmal mehr, dass österreichische Sportler bei den größten Wettkämpfen der Welt mithalten können.