Ein Jahr der Extreme liegt hinter dem österreichischen Motorradhersteller: Während die Bajaj Mobility AG (ehemals PIERER Mobility) in der ersten Jahreshälfte 2025 noch umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen durchführte, zeigte das Unternehmen im zweiten Halbjahr eine deutliche Stabilisierung.
Ein Jahr der Extreme liegt hinter dem österreichischen Motorradhersteller: Während die Bajaj Mobility AG (ehemals PIERER Mobility) in der ersten Jahreshälfte 2025 noch umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen durchführte, zeigte das Unternehmen im zweiten Halbjahr eine deutliche Stabilisierung. Mit einem Restrukturierungsgewinn von 1,193 Milliarden Euro und 29 motorsport championship titles meldet das Unternehmen aus Mattighofen positive Ergebnisse für 2025.
Die Zahlen aus dem Geschäftsbericht 2025 zeigen eine deutliche Erholung: Die Einzelhandelsverkäufe stiegen im zweiten Halbjahr um rund 60 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr. Die Restrukturierungsmaßnahmen trugen laut Unternehmensangaben zur Stabilisierung bei.
Gemäß dem OTS-Bericht wurde das Lagerbestand deutlich reduziert – von 248.580 auf 147.427 Fahrzeuge, also um 101.153 Einheiten. Zudem wurden nicht-strategische Geschäftsbereiche wie MV Agusta, KTM X-Bow und das Fahrradsegment veräußert, um den strategischen Fokus zu schärfen.
Das Unternehmen sicherte sich nach eigenen Angaben eine fünfjährige unbesicherte Finanzierung in Höhe von 550 Millionen Euro von einem internationalen Bankenkonsortium bestehend aus J.P. Morgan SE, HSBC, DBS Bank Limited und MUFG Bank Ltd. Diese Refinanzierung ersetzt den zuvor bestehenden Kredit von Bajaj Auto in Höhe von 450 Millionen Euro. Darüber hinaus wurden eine Factoring-Fazilität von 150 Millionen Euro und eine Betriebskapital-Fazilität von 50 Millionen Euro vereinbart.
CFO Petra Preining sagte: "2025 war ein Jahr intensiver finanzieller Neuorganisation. Durch konsequenten Lagerabbau, Fokus auf eine nachhaltige Kostenstruktur und erfolgreiche Refinanzierungsmaßnahmen haben wir unsere Finanzierungsbasis deutlich gestärkt. Wir haben die Voraussetzungen für ein profitableres 2026 geschaffen."
Mit 29 motorsport championship titles bezeichnet das Unternehmen 2025 als das erfolgreichste Motorsportjahr in der Firmengeschichte. KTM, Husqvarna Motorcycles und GASGAS werden im OTS-Bericht in diesem Zusammenhang genannt.
Das OTS dokumentiert außerdem weitere sportliche Ergebnisse: Luciano Benavides gewann die Dakar Rally für Red Bull KTM Factory Racing, Billy Bolt sicherte sich die SuperEnduro World Championship für Husqvarna Factory Racing, und Eli Tomac wird im OTS-Bericht als in der AMA Supercross Championship im Titelkampf genannt. Außerdem wird im OTS ein neuer MotoGP-Sponsor (interwetten.news) in einer mehrjährigen Partnerschaft genannt.
Laut OTS meldete Bajaj Mobility AG für 2025 folgende Kennzahlen: Umsatz 1,009 Milliarden Euro; Verkaufsvolumen 209.704 Einheiten; EBITDA 874 Millionen Euro; EBIT 748 Millionen Euro; Nettoergebnis 590 Millionen Euro; Eigenkapital 385 Millionen Euro (Eigenkapitalquote 24,3 %); Nettoschulden 798 Millionen Euro.
Für 2026 benennt das Unternehmen in der Mitteilung den Fokus auf Verbesserungen der Profitabilität durch Effizienzsteigerungen, verschlankte Strukturen und fokussiertes Management des Produkt- und Projektportfolios sowie die Stärkung der internationalen Produktions- und Vertriebsorganisation. Das Management weist im OTS-Bericht auf geopolitische Unsicherheiten hin und darauf, dass diese kontinuierlich beobachtet werden.
Im OTS wird zudem erwähnt, dass wichtige neue Modelle für 2026 angekündigt wurden (u. a. KTM 990 RC R, KTM 1390 Super Adventure S Evo, neue LC4-Modelle und aktualisierte Husqvarna 701-Modelle) und dass die Premium Manufacturer’s Warranty auf vier Jahre für alle straßenzugelassenen KTM- und Husqvarna-Modelle ab Modelljahr 2025 ausgedehnt wurde.