Komplexe Atemwegs-Operation am Universitätsklinikum erfolgreich durchgeführt
Eine hochkomplexe Operation im Universitätsklinikum Krems verhalf einem Patienten mit schwerer Atemwegsverengung zu neuem Lebensmut.
Eine medizinische Meisterleistung am Universitätsklinikum Krems hat einem Patienten buchstäblich das Leben zurückgegeben. Franz Schmatz litt an einer schweren subglottischen Stenose – einer narbigen Verengung der Luftröhre direkt unter den Stimmbändern, die zu massiver Atemnot führte. Durch eine hochkomplexe Operation konnte sein Leiden nun nachhaltig behoben werden.
Die Ursache für Schmatz' lebensbedrohliche Situation lag in einer vorangegangenen intensivmedizinischen Behandlung. Eine lang andauernde Intubation hatte zu Narbenbildung im Bereich der Luftröhre geführt. Die Folgen waren dramatisch: massive Atemnot und eine stark eingeschränkte körperliche Belastbarkeit prägten seinen Alltag.
"Der Fall unterstreicht eindrucksvoll, wie essenziell interdisziplinäre Zusammenarbeit, chirurgische Erfahrung und moderne Medizin für die erfolgreiche Behandlung komplexer Krankheitsbilder sind", betont Landesrat Anton Kasser, der für die Landeskliniken zuständig ist.
Zunächst versuchten die Ärzte der Klinischen Abteilung für Pneumologie am Universitätsklinikum Krems, das Problem mit bronchoskopischen Narbendurchtrennungen zu lösen. Diese minimal-invasiven Eingriffe brachten jedoch nur kurzfristige Erleichterung – die Verengung bildete sich immer wieder neu.
Als klar wurde, dass konservative Behandlungsmethoden nicht ausreichten, entschieden sich die Mediziner für einen der anspruchsvollsten Eingriffe im Bereich der Atemwege: die krikotracheale Resektion. "Die krikotracheale Resektion zählt zu den anspruchsvollsten Eingriffen im Bereich der Atemwege und erfordert höchste medizinische und pflegerische Expertise", erklärt Primar Markus Brunner, Leiter der Klinischen Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten.
Bei diesem chirurgischen Verfahren werden die vernarbten Anteile des Kehlkopfs sowie betroffene Segmente der Luftröhre vollständig entfernt. Im Anschluss wird die Luftröhre präzise mit den verbliebenen Anteilen des Kehlkopfs wieder verbunden. Die rund dreistündige Operation erfordert nicht nur höchste chirurgische Präzision, sondern auch eine perfekte Koordination verschiedener Fachbereiche.
Der Erfolg der Operation war nur durch die enge Zusammenarbeit mehrerer Abteilungen möglich. Die Klinischen Abteilungen für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, für Anästhesie und Intensivmedizin sowie für Pneumologie arbeiteten Hand in Hand. Auch die spezialisierte intensiv- und normalstationäre Nachbetreuung spielte eine entscheidende Rolle.
Nach dem Eingriff wurde der Patient zunächst zwei Nächte auf der Intensivstation überwacht. Der postoperative Verlauf verlief komplikationslos, was bei einer derart komplexen Operation keineswegs selbstverständlich ist. Bereits eine Woche nach der Operation konnte Franz Schmatz mit deutlich verbesserter Atmung und guter Stimmqualität entlassen werden.
Franz Schmatz selbst zeigt sich tief bewegt von der Behandlung, die er erhalten hat. "Ich möchte meine tiefe Dankbarkeit gegenüber den behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie dem Pflegepersonal betonen", erklärt er. "Mich hat hier nicht nur die großartige medizinische und fachlich hervorragende Pflege beeindruckt, sondern besonders auch die berührende Menschlichkeit, welche ich in allen Momenten so heilsam erlebt habe."
Diese Aussage verdeutlicht, dass erfolgreiche Medizin mehr ist als nur technische Perfektion. Die menschliche Komponente, die empathische Betreuung und die ganzheitliche Sicht auf den Patienten sind ebenso wichtig für den Heilungserfolg.
Der Fall zeigt exemplarisch, welche medizinischen Spitzenleistungen in niederösterreichischen Kliniken erbracht werden. Das Universitätsklinikum Krems hat sich als Zentrum für komplexe HNO-Eingriffe etabliert und kann auch bei seltenen und schwierigen Krankheitsbildern erfolgreich helfen.
"Lebensqualität kann durch spezialisierte Medizin zurückgewonnen werden", betont Landesrat Kasser. Dieser Fall ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie moderne Medizin, gepaart mit menschlicher Zuwendung und fachlicher Expertise, selbst in scheinbar hoffnungslosen Situationen Heilung bringen kann.
Die erfolgreiche Durchführung solch komplexer Eingriffe stärkt nicht nur das Vertrauen der Patienten in die niederösterreichischen Gesundheitseinrichtungen, sondern zeigt auch die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Gesundheitssystems auf. Derartige Operationen erfordern nicht nur hochspezialisierte Geräte und Räumlichkeiten, sondern vor allem ein eingespieltes Team aus Spezialisten verschiedener Fachrichtungen.
Für Franz Schmatz bedeutet der Erfolg der Operation eine völlig neue Lebensqualität. Wo früher Atemnot und körperliche Einschränkungen seinen Alltag bestimmten, kann er nun wieder frei atmen und sprechen. Ein medizinisches Wunder, das durch die Expertise und das Engagement des Teams am Universitätsklinikum Krems möglich wurde.
Die Geschichte von Franz Schmatz macht Mut – sowohl anderen Betroffenen als auch den Medizinern, die täglich ihr Bestes geben, um Menschen zu helfen. Sie zeigt, dass auch in schwierigen Zeiten für das Gesundheitssystem die Qualität der Versorgung auf höchstem Niveau gehalten werden kann.