Neue Versorgungsstrukturen revolutionieren die medizinische Betreuung im Waldviertel
Die neue Gesundheitsklinik Gmünd setzt auf innovative Kooperation zwischen Landesgesundheitsagentur und ÖGK - ein Modell für ganz Österreich.
Bei einer Pressekonferenz in St. Pölten präsentierten Vertreter der Landespolitik und des Gesundheitswesens das Leistungsangebot der geplanten Gesundheitsklinik Gmünd. Die Vorstellungen bezogen sich auf ein neues, integriertes Versorgungsmodell und die Ausgestaltung der Leistungen vor Ort.
Landesrat Anton Kasser erklärte: "Es liegt nun ein breites Leistungsspektrum auf dem Tisch, das es in dieser Form österreichweit noch nicht gibt." Die geplante strukturelle Zusammenarbeit zwischen der Niederösterreichischen Landesgesundheitsagentur (LGA) und der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) wurde als zentraler Punkt genannt. Florian Hengl, Vorsitzender des ÖGK-Landesstellenausschusses, führte aus, dass die LGA und die ÖGK gemeinsam die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen sollen.
Kasser betonte: "Wir garantieren eine Versorgung rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche." Die Notfallversorgung und Erstversorgung sollen jederzeit sichergestellt sein. Es wurde angegeben, dass ein Notarztstützpunkt inklusive Hubschrauberlandesplatz und ein Notarzt in der Gesundheitsklinik untergebracht werden.
Die Einrichtung soll mehrere Versorgungsbereiche umfassen:
Geplant ist eine rund um die Uhr verfügbare Notfall- und Erstversorgung mit Grundversorgung bei akuten Fällen sowie Überwachungs-, traumatologischer und basischirurgischer Versorgung.
Es ist eine erweiterte allgemeinmedizinische Basisversorgung vorgesehen, einschließlich Betreuung von Kindern und Jugendlichen, Gesundheitsförderung, Prävention und Mutter-Kind-Pass-Leistungen sowie koordinierender und serviceorientierter Aufgaben.
Die Versorgung soll durch niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte in den Bereichen Gynäkologie, Innere Medizin sowie Kinder- und Jugendheilkunde ergänzt werden. Zudem ist ein Radiologiezentrum mit moderner Bildgebung vorgesehen.
Das ambulante OP-Zentrum bietet ein breites Leistungsspektrum in verschiedenen Fachbereichen an:
Das Chronikerzentrum umfasst Leistungen wie Wundmanagement, Diätologie, Physiotherapie und Sozialarbeit sowie ein mobiles Palliativteam.
Kasser sagte: "Alle Leistungen, die heute im Healthacross MED Gmünd angeboten werden, bleiben erhalten."
Die Bauarbeiten für das neue Zentrum sollen spätestens im Jahr 2028 starten. Elisabeth Bräutigam, Vorständin der Landesgesundheitsagentur, erklärte, dass seit der Präsentation des Gesundheitsplans 2040+ an den inhaltlichen Grundlagen für das Modell gearbeitet worden sei.
Volker Knestel, NÖGUS-Geschäftsführer, sagte: "Die NÖ Gesundheitsklinik Gmünd stellt eine klare Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung im Bezirk dar. Wir bündeln Leistungen gezielt, schaffen moderne Versorgungsstrukturen und sichern damit langfristig eine hochwertige und bedarfsgerechte Betreuung für die Bevölkerung."