Am 5. Februar 2026 wurde in Wien ein bedeutender Meilenstein im Gesundheitswesen gesetzt: Der offizielle Baustart der neuen Erstversorgungsambulanz (EVA) in der Klinik Landstraße. Dieses Projekt ist Teil des größten Modernisierungsprogramms in der Geschichte des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV) u
Am 5. Februar 2026 wurde in Wien ein bedeutender Meilenstein im Gesundheitswesen gesetzt: Der offizielle Baustart der neuen Erstversorgungsambulanz (EVA) in der Klinik Landstraße. Dieses Projekt ist Teil des größten Modernisierungsprogramms in der Geschichte des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV) und symbolisiert einen bedeutenden Fortschritt für die medizinische Versorgung der Stadt. Der Ausbau kommt nicht nur den Bewohnern des 3., 10. und 11. Bezirks zugute, die mehr als die Hälfte der Patienten ausmachen, sondern auch der gesamten Region. Mit dieser Initiative wird die medizinische Infrastruktur Wiens erheblich gestärkt.
Die Bedeutung der neuen Erstversorgungsambulanz kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie ist ein zentraler Baustein für die Modernisierung der Klinik Landstraße und wird die Versorgungskapazität erheblich erweitern. Stadtrat Peter Hacker betont die Wichtigkeit dieser Entwicklung: „Mehr Raum für schnelle Hilfe ist unser Anspruch für die Wiener Bevölkerung. Die EVA der Klinik Landstraße wird maßgeblich dazu beitragen. Hier, im Herzen von Wien, entsteht eine Top-Anlaufstelle für Menschen, die medizinische Hilfe brauchen.“
Die Geschichte der Erstversorgungsambulanzen in Wien ist eng mit dem Bestreben verknüpft, die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten. Bereits in den frühen 2000er Jahren wurde erkannt, dass viele Patienten in die Notaufnahme kommen, obwohl sie keine akute Notfallversorgung benötigen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurden Erstversorgungsambulanzen als erste Anlaufstelle für Patienten mit allgemeinmedizinischen Problemen eingerichtet. Diese Ambulanzen bieten Diagnostik und Behandlung außerhalb regulärer Öffnungszeiten, ähnlich einer hausärztlichen Praxis.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern in Österreich, aber auch zu Deutschland und der Schweiz, zeigt sich, dass Wiens Ansatz zur Entlastung der Notaufnahmen durch Erstversorgungsambulanzen besonders effektiv ist. In Deutschland sind ähnliche Modelle in der Entwicklung, während die Schweiz bereits seit Jahren auf eine starke ambulante Versorgung setzt. Der Erfolg in Wien könnte als Vorbild für andere Städte dienen, die mit überlasteten Notaufnahmen zu kämpfen haben.
Die Auswirkungen der neuen Erstversorgungsambulanz auf die Bevölkerung sind vielfältig. Zum einen wird die medizinische Versorgung in der Region verbessert, da die EVA eine schnellere und effektivere Behandlung ermöglicht. Zum anderen profitieren auch die Notaufnahmen, da diese durch die Entlastung mehr Kapazitäten für akute und komplexe Fälle gewinnen. Ein Beispiel: Im Jahr 2025 konnten bis zu 68 % der EVA-Patienten nach einer kurzen Behandlung mit einem Rezept nach Hause entlassen werden. Diese Effizienz zeigt, wie wichtig die EVA für die Gesundheitsversorgung in Wien ist.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Aktuell werden monatlich zwischen 2.800 und 3.000 Patienten in der EVA der Klinik Landstraße versorgt. Die neue Ambulanz wird auf einer Fläche von 210 m² errichtet, zusätzlich werden 150 m² für die Eingangshalle geschaffen. Insgesamt entsteht eine zusätzliche Nutzfläche von 360 m², die bis zum ersten Quartal 2027 fertiggestellt sein soll.
Die Zukunft der medizinischen Versorgung in Wien sieht vielversprechend aus. Mit der Fertigstellung der neuen Erstversorgungsambulanz wird ein weiterer Schritt in Richtung einer modernen und effizienten Gesundheitsinfrastruktur gemacht. Die Pläne des Wiener Gesundheitsverbundes sehen vor, dass künftig jedes Wiener Spital über eine solche Ambulanz verfügen soll. Dies würde nicht nur die Notaufnahmen entlasten, sondern auch die Wartezeiten für Patienten erheblich verkürzen.
Der Baustart der neuen Erstversorgungsambulanz in der Klinik Landstraße markiert einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des Wiener Gesundheitswesens. Mit dieser Maßnahme wird nicht nur die medizinische Versorgung verbessert, sondern auch ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der Stadt gesetzt. Die Wiener Bevölkerung kann sich auf eine effizientere und schnellere medizinische Betreuung freuen. Weitere Informationen zu den Bauprojekten des Wiener Gesundheitsverbundes finden Sie hier.