Die Künstliche Intelligenz verspricht eine Revolution in der Videoproduktion – doch die Praxis zeigt ein differenzierteres Bild. Bei einer hybriden Fachtagung der Content Performance Group (COPE) d
Die Künstliche Intelligenz verspricht eine Revolution in der Videoproduktion – doch die Praxis zeigt ein differenzierteres Bild. Bei einer hybriden Fachtagung der Content Performance Group (COPE) diskutierten am 10. Juni 2024 rund 130 Marketingexperten über die tatsächlichen Möglichkeiten und Grenzen von KI-Tools in der Videoerstellung. Das Fazit der drei Branchenexperten: KI ist ein nützliches Werkzeug, aber kein Allheilmittel für kreative Herausforderungen.
Hana Greiner, Creative Director bei COPE, warnte vor einer problematischen Entwicklung: „Wir machen uns abhängig von instabilen US-Giganten. Und das Thema Brand Identity bleibt oft auf der Strecke." Diese Aussage trifft den Kern einer Debatte, die nicht nur Österreich, sondern ganz Europa beschäftigt. Während amerikanische Technologiekonzerne wie OpenAI, Google und Meta den Markt für Künstliche Intelligenz dominieren, entstehen europäische Alternativen nur langsam.
Das Problem der Uniformierung durch KI-Tools manifestiert sich bereits heute: Da alle Unternehmen auf dieselben Algorithmen zugreifen, ähneln sich die Ergebnisse zunehmend. Besonders problematisch ist dies für österreichische Unternehmen, deren kulturelle Eigenarten und regionalen Besonderheiten in US-zentrierten KI-Modellen kaum abgebildet werden. Ein Wiener Kaffeehaus, das seine Werbung mit KI erstellt, riskiert, seine authentische Atmosphäre gegen eine generische, amerikanisch geprägte Ästhetik zu tauschen.
Greiner identifizierte ein fundamentales Problem in der österreichischen Marketinglandschaft: mangelndes Verständnis für strategische Videokommunikation. Viele Unternehmen beginnen mit Shortform-Content, weil dieser vermeintlich einfacher zu produzieren ist. Diese Herangehensweise erweise sich jedoch als Fehler.
„Shortform ist für Aufmerksamkeit, Longform ist für Erklärung und Vertrauen