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Wirtschaft

Handel in Österreich boomt wieder: Überraschende Wende nach Jahren der Flaute!

26. August 2025 um 09:40
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Österreichs Handel erlebt endlich einen Aufschwung! Nach einer langen Durststrecke von fast vier Jahren zeigt die Halbjahresbilanz 2025 ein erfreuliches Wachstum. Diese Nachricht lässt nicht nur die Wirtschaft aufatmen, sondern auch die Konsumenten hoffen. Doch was bedeutet das konkret für den Einze

Österreichs Handel erlebt endlich einen Aufschwung! Nach einer langen Durststrecke von fast vier Jahren zeigt die Halbjahresbilanz 2025 ein erfreuliches Wachstum. Diese Nachricht lässt nicht nur die Wirtschaft aufatmen, sondern auch die Konsumenten hoffen. Doch was bedeutet das konkret für den Einzelhandel und die Verbraucher? Und welche Herausforderungen stehen noch bevor?

Ein Lichtblick am Horizont: Die Zahlen sprechen für sich

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat bekannt gegeben, dass der heimische Handel im ersten Halbjahr 2025 ein Wachstum verzeichnet hat. Laut der Analyse des Instituts für Österreichs Wirtschaft (iföw) stiegen die Umsätze des gesamten österreichischen Handels nominell um 1,9 %, was einem Zuwachs von 2,6 Milliarden Euro entspricht. Insgesamt erreichte der Umsatz damit rund 138,6 Milliarden Euro.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Preissteigerungen im Handel mit 1,4 % deutlich unter der allgemeinen Inflationsrate lagen. Dies bedeutet ein reales Wachstum von 0,5 %. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass der Handel inflationsdämpfend wirkt, insbesondere im Bereich Mode und Hausrat, wo es sogar Preisrückgänge gab.

Der Einzelhandel erholt sich weiter

Der Aufwärtstrend ist in allen drei Handelssektoren - Einzelhandel, Großhandel und Kfz-Wirtschaft - zu beobachten. Der Großhandel verzeichnete ein nominelles Umsatzplus von 0,8 %, was jedoch einem realen Rückgang von 0,4 % entspricht. In der Kfz-Wirtschaft betrug das nominelle Plus 3,6 %, mit einem realen Wachstum von 1,1 %.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Einzelhandel. Bereits im zweiten Halbjahr des Vorjahres begann die Erholung, und nun zeigt sich ein nominelles Wachstum von 2,9 % und ein reales Wachstum von 1,6 %. Dies weist darauf hin, dass das Konsumentenvertrauen zurückkehrt und die Kaufkraftsteigerungen der letzten Jahre Wirkung zeigen.

  • Food-Bereich: Realer Umsatzplus von 2,1 %
  • Schuhhandel: Wachstum um 7,5 %
  • Bau- und Heimwerkerbedarf: Plus von 6,1 %
  • Blumenhandel: Erzielte ein Plus von 5,0 %

Herausforderungen bleiben bestehen

Trotz der positiven Entwicklungen gibt es auch Bereiche, die weiterhin unter Druck stehen. Der Schmuckhandel verzeichnete einen Rückgang von 10,8 %, der Bereich Bücher/Zeitschriften von 10,3 %, und der Spielwarenhandel von 5,4 %. Auch der Sportartikel-, Elektro- und Möbelhandel kämpft mit realen Verlusten.

Die schwierige wirtschaftliche Lage der letzten Jahre spiegelt sich weiterhin im Insolvenzgeschehen wider. Im ersten Halbjahr 2025 wurden 604 Insolvenzen im Handel verzeichnet. Die Beschäftigung entwickelte sich rückläufig mit einem Minus von 1,6 %. Insgesamt waren 557.785 Mitarbeiter im Handel beschäftigt, während die Zahl der Arbeitslosen um 10,7 % auf 46.956 Personen stieg.

Initiativen zur Stärkung der Lehre im Handel

Die Bundessparte Handel setzt mehrere Initiativen, um die Lehre im Handel attraktiver zu machen. Eine Neuauflage der Social-Media-Kampagne für die Lehrausbildung, die bereits 2018/2019 gestartet wurde, soll Jugendliche auf beliebten Kanälen wie TikTok, Snapchat und YouTube erreichen.

Erstmals wird auch der „Retail Sales-Wettbewerb“ bei den WorldSkills 2026 in Shanghai stattfinden, um junge Menschen für eine Ausbildung im Handel zu begeistern. Diese Initiativen sind entscheidend, um dem demografischen Wandel und dem steigenden Arbeits- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Ein vorsichtiger Optimismus für die Zukunft

Für das Gesamtjahr 2025 zeigt sich der Handel vorsichtig optimistisch. Trotz der weiterhin schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage und der noch nicht vollständig zurückgekehrten Kauflaune, gibt es Hoffnung. Die Handelsbetriebe kämpfen jedoch mit steigenden Kosten, die die Rentabilität belasten.

„Wir brauchen faire Wettbewerbsbedingungen für alle“, betont der WKÖ-Obmann Trefelik. Maßnahmen zur Eindämmung des raschen Wachstums asiatischer Plattformen sind unerlässlich. Nur durch faire Auflagen für alle Unternehmen, die nach Europa liefern, kann ein nachhaltiger Aufschwung gelingen.

Die Entlastung der Handelsunternehmen, insbesondere bei der Bürokratie, ist ebenfalls entscheidend. Nur dann kann die derzeitige Erholung der Handelskonjunktur in einen dauerhaften Aufschwung umgewandelt werden.

Ein Blick auf andere Bundesländer

Ein Vergleich mit anderen Bundesländern zeigt, dass der Aufschwung im Handel nicht überall gleich verläuft. Während Wien und Niederösterreich von der Erholung profitieren, kämpfen ländliche Regionen weiterhin mit strukturellen Herausforderungen. Die Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung zwischen städtischen und ländlichen Gebieten sind nach wie vor deutlich.

Fazit: Ein Hoffnungsschimmer für den Handel

Der österreichische Handel zeigt endlich wieder positive Entwicklungen, die Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung machen. Trotz der bestehenden Herausforderungen und Unsicherheiten, sind die Weichen für eine positive Zukunft gestellt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Handel diesen Aufschwung nutzen kann, um langfristig zu profitieren.

Die vollständige Pressemitteilung der Wirtschaftskammer Österreich finden Sie hier.

Schlagworte

#Beschäftigung#Einzelhandel#Handel#Inflation#Österreich#Wachstum#Wirtschaft

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