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Gleichstellung: Der Schlüssel zur wirtschaftlichen Stärke Österreichs?

26. September 2025 um 13:41
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Am 26. September 2025 versammelten sich rund 70 Delegierte im renommierten Radiokulturhaus in Wien, um die Zukunft der Gleichstellungspolitik in Österreich zu diskutieren. Die Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter (FCG/GPA) hat nicht nur ihre Führung neu gewählt, sondern auch

Am 26. September 2025 versammelten sich rund 70 Delegierte im renommierten Radiokulturhaus in Wien, um die Zukunft der Gleichstellungspolitik in Österreich zu diskutieren. Die Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter (FCG/GPA) hat nicht nur ihre Führung neu gewählt, sondern auch ein starkes Statement abgegeben: Gleichstellung ist kein Nice-to-have, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

Ein starkes Team für eine starke Botschaft

Karin Zeisel, die Bundesfrauenvorsitzende der FCG/GPA, wurde von drei erfahrenen Betriebsrätinnen unterstützt: Iris Seewald aus dem Sozialbereich in Vorarlberg, Monika Mayerhuber aus dem Energiesektor in Niederösterreich und Christa Seidl-Raffl aus dem Sozialbereich in Wien. Gemeinsam bilden sie ein Team, das nicht nur Wissen und Erfahrung, sondern auch Engagement mitbringt.

Die Bedeutung der Gleichstellung

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist nicht nur ein gesellschaftliches Ideal, sondern hat handfeste wirtschaftliche Vorteile. Karin Zeisel betonte, dass eine partnerschaftliche Aufteilung der familiären Care-Arbeit eine Win-Win-Situation für die Familie und die Gesellschaft darstellt. Wenn Männer ihre Rechte in der Pflegefreistellung, der Väterkarenz oder der Elternteilzeit aktiv nutzen, entsteht Raum für echte Gleichstellung. Dies führt zu einem Abbau von Geschlechterstereotypen und hat eine Vorbildwirkung für Kinder.

Mehr Männer in Care-Berufen könnten den gesellschaftlichen Stellenwert dieser Berufe erhöhen und zeigen, dass Fürsorgearbeit kein geschlechtsspezifisches Merkmal ist. Dies könnte das Lohnniveau in typischen Frauenbranchen anheben und zu einer gerechteren Bezahlung führen.

Die wirtschaftliche Dimension

Manuela Vollmann, Geschäftsführerin des ABZ*AUSTRIA, unterstrich die wirtschaftlichen Vorteile der Gleichstellung. Unternehmen, die familienfreundlich und gleichstellungsorientiert sind, sind attraktiver für Arbeitnehmer. Dies zeigt sich in 76 % mehr Arbeitgeberattraktivität, 80 % stärkerer Mitarbeiterbindung und 23 % weniger Krankenstandstagen. Diese Faktoren sparen Kosten und sichern das Know-how der Unternehmen, was Gleichstellung zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil macht.

Die Herausforderungen der Gleichstellung

Trotz der Fortschritte gibt es weiterhin Herausforderungen. Frauen verdienen oft weniger, leisten mehr unbezahlte Arbeit und erhalten geringere Pensionen. Die ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit, stereotype Rollenbilder und die Konzentration in schlechter bezahlten Branchen bremsen Karriere und Einkommen von Frauen.

Die FCG/GPA sieht Betriebsrätinnen und Betriebsräte als Schlüsselakteure für nachhaltige Veränderungen. Sie sind in der Lage, strukturelle Ungleichheiten am Arbeitsmarkt zu adressieren und Veränderungen anzustoßen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Forderungen der FCG/GPA bleiben auch 2025 unverändert. Die physische, psychische und finanzielle Gesundheit von Frauen steht im Mittelpunkt. Altersarmut ist ein großes Thema, das vor allem Frauen betrifft. Die Gewerkschaft setzt sich dafür ein, dass Frauen selbstbestimmt leben können, denn jedes Frauenleben ist individuell.

Der Weg zur Gleichstellung ist noch lang, aber die FCG/GPA bleibt laut und stark an den Themen dran. Die wirtschaftlichen Vorteile und die gesellschaftliche Notwendigkeit sind klar. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist nicht nur ein gesellschaftliches Ziel, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit, die Österreichs Zukunft sichern kann.

Der Vergleich mit anderen Bundesländern

Ein Blick auf andere Bundesländer zeigt, dass die Herausforderungen ähnlich sind, aber die Ansätze zur Lösung variieren. In Vorarlberg zum Beispiel gibt es Initiativen, die gezielt Männer in Care-Berufe bringen wollen, während in Wien verstärkt auf die Förderung von Frauen in technischen Berufen gesetzt wird.

Die Unterschiede in den Ansätzen zeigen, dass es keinen einheitlichen Weg zur Gleichstellung gibt. Jedes Bundesland hat seine eigenen Herausforderungen und muss individuelle Lösungen finden.

Fazit

Die Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter hat mit ihrer neuesten Versammlung ein starkes Zeichen gesetzt. Gleichstellung ist nicht nur ein gesellschaftliches Anliegen, sondern ein wirtschaftlicher Imperativ. Die Vorteile sind klar, die Herausforderungen groß, aber der Weg ist geebnet. Österreich hat die Chance, ein Vorreiter in Sachen Gleichstellung zu werden, und die FCG/GPA ist bereit, diesen Weg zu gehen.

Schlagworte

#Care-Arbeit#Chancengleichheit#Frauenrechte#Gewerkschaft#Gleichstellung#Österreich#Wirtschaft

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