In der heutigen Arbeitswelt ist der Schutz vor Gewalt am Arbeitsplatz ein zentrales Thema, das am 29. Januar 2026 in Graz bei einer Veranstaltung der PRO-GE Frauen und der AK Steiermark im Fokus stand. Rund 200 Teilnehmer aus ganz Österreich kamen zusammen, um sich über Strategien zur Gewaltpräventi
In der heutigen Arbeitswelt ist der Schutz vor Gewalt am Arbeitsplatz ein zentrales Thema, das am 29. Januar 2026 in Graz bei einer Veranstaltung der PRO-GE Frauen und der AK Steiermark im Fokus stand. Rund 200 Teilnehmer aus ganz Österreich kamen zusammen, um sich über Strategien zur Gewaltprävention in Betrieben auszutauschen. Diese Initiative unterstreicht die Bedeutung von Sicherheit und Respekt am Arbeitsplatz, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Der Vorsitzende der PRO-GE, Reinhold Binder, betonte in seiner Rede die Notwendigkeit, Gewalt in der Arbeitswelt frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Gewalt beginne oft mit verbaler Aggression, die schnell eskalieren könne, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert werde. Für Binder ist es eine gemeinsame Verantwortung von Gewerkschaften und Betrieben, klare Strukturen zu schaffen, um mit Konflikten und Übergriffen umzugehen.
Historisch gesehen hat sich das Bewusstsein für Gewalt am Arbeitsplatz in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. In den 1970er Jahren begann man, die psychischen Belastungen der Arbeitnehmer stärker in den Blick zu nehmen. Mit der zunehmenden Sensibilisierung für Arbeitsbedingungen wurde auch die Prävention von Gewalt ein Thema. In Österreich führte dies zu einer Reihe von gesetzlichen Maßnahmen, die den Schutz der Arbeitnehmer stärken sollten.
Ein Blick auf unsere Nachbarn zeigt, dass Österreich in Sachen Gewaltprävention im Betrieb gut aufgestellt ist, jedoch gibt es Unterschiede. In Deutschland beispielsweise sind ähnliche Initiativen im Gange, jedoch mit einem stärkeren Fokus auf psychische Gesundheit. Die Schweiz hingegen legt großen Wert auf die Einbindung von Mitarbeitenden in die Entwicklung von Sicherheitskonzepten, was als Best Practice gilt.
Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeutet ein gewaltfreier Arbeitsplatz nicht nur physische Sicherheit, sondern auch ein besseres Betriebsklima und höhere Produktivität. Elfriede Schober von der PRO-GE Frauen betonte, dass eine Kultur des Respekts und der Prävention auch dazu beitrage, dass Opfer von Gewalt ihre Stimme erheben und Unterstützung finden. Ein positives Beispiel ist ein Grazer Unternehmen, das durch gezielte Präventionsmaßnahmen die Mitarbeiterzufriedenheit erheblich steigern konnte.
Statistiken zeigen, dass in Österreich etwa jeder fünfte Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens mit Gewalt am Arbeitsplatz konfrontiert wird. Diese erschreckende Zahl verdeutlicht die Dringlichkeit des Themas. Studien belegen zudem, dass Präventionsmaßnahmen zu einer Reduktion von Krankmeldungen und Fluktuation führen können, was wiederum wirtschaftliche Vorteile für Unternehmen bringt.
Die Zukunft der Gewaltprävention in Betrieben sieht vielversprechend aus, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Es wird erwartet, dass in den nächsten Jahren verstärkt auf digitale Lösungen gesetzt wird, um Gewaltprävention effektiver zu gestalten. Dazu gehören unter anderem Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen, die online durchgeführt werden können, um eine breitere Zielgruppe zu erreichen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Veranstaltung in Graz ein wichtiger Schritt in Richtung eines gewaltfreien Arbeitsumfelds war. Die PRO-GE und AK Steiermark setzten ein starkes Zeichen für die Notwendigkeit von Prävention und Respekt am Arbeitsplatz. Die Herausforderung bleibt, diese Ansätze flächendeckend umzusetzen und kontinuierlich zu verbessern. Bleiben Sie informiert und engagieren Sie sich in Ihrem Betrieb für ein sicheres und respektvolles Miteinander.