Ein historischer Wechsel vollzog sich am Mittwoch in der Wiener Stift Kaserne General Spannocchi: Generalmajor Friedrich Schrötter übernahm das Kommando über Österreichs höchste militärische Ausbil
Der Kommandowechsel fand am Mittwoch, den 18. März, in der Stift Kaserne General Spannocchi statt: Generalmajor Friedrich Schrötter übernahm das Kommando der Landesverteidigungsakademie. Die Übergabe erfolgte durch seinen Vorgänger Generalleutnant Erich Csitkovits im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Der Kommandowechsel wurde mit der Rückgabe der Akademie-Insignie, einer rund 50 cm großen gläsernen Eule, symbolisiert. Generalstabschef General Rudolf Striedinger nahm die Insignie entgegen und übergab sie anschließend an den neuen Kommandanten.
Friedrich Schrötter reiht sich als 12. Kommandant der Landesverteidigungsakademie ein. Nach seiner Ausbildung an der Theresianischen Militärakademie führte er Soldaten der Panzer- und Jägertruppe und absolvierte den Generalstabslehrgang an der Landesverteidigungsakademie. Er war Kommandant des Jägerbataillon 25 und war in zentralen Führungsfunktionen im In- und Ausland tätig. Im Jahr 2016 erfolgte die Beförderung zum Generalmajor. Für seine Leistungen erhielt Generalmajor Schrötter zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Goldene Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich sowie das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold.
Generalleutnant Erich Csitkovits wurde anlässlich seines Ruhestands im Namen des Herrn Bundespräsidenten in Anerkennung seiner langjährigen Verdienste die Verwendungsbezeichnung „General“ verliehen.
General Csitkovits hat die Landesverteidigungsakademie in den vergangenen Jahren geprägt, indem er die Generalstabsausbildung weiter ausbaute und die höhere Offiziersausbildung sowie Offiziersweiterbildung neu strukturierte. Unter seiner Führung entwickelte sich die Akademie zu einem zentralen Kompetenzzentrum der Umfassenden Landesverteidigung (ULV).
Die Landesverteidigungsakademie ist die höchste Ausbildungs- und Forschungseinrichtung des Bundesheeres und seit 1967 das Zentrum verteidigungs- und militärwissenschaftlicher Forschung. Sie bildet höhere militärische sowie zivile Führungskräfte aus und bietet jährlich rund mehrere hundert Kurse und Lehrgänge an. Ihre Wurzeln reichen bis zur 1717 gegründeten Ingenieursakademie zurück, die am heutigen Standort in Wien ihren Ursprung hatte.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte in ihrer Rede, die Landesverteidigungsakademie als Zentrum für Forschung und Lehre weiter zu modernisieren, um auf hybride Bedrohungen, technologische Sprünge und neue globale Dynamiken die richtigen Antworten zu geben. Sie dankte General Csitkovits für seinen Einsatz und wünschte Generalmajor Schrötter viel Erfolg in seiner neuen Funktion.