Am 6. Oktober 2025 wurde eine Pressemitteilung von der Umweltorganisation VIRUS veröffentlicht, die einen brisanten Vorstoß der Asfinag gemeinsam mit der FPÖ kritisiert. Diese Pläne betreffen den Ausbau mehrerer Autobahnprojekte in Österreich, darunter die S34, A5, S10 und S36, und wurden ohne die B
Am 6. Oktober 2025 wurde eine Pressemitteilung von der Umweltorganisation VIRUS veröffentlicht, die einen brisanten Vorstoß der Asfinag gemeinsam mit der FPÖ kritisiert. Diese Pläne betreffen den Ausbau mehrerer Autobahnprojekte in Österreich, darunter die S34, A5, S10 und S36, und wurden ohne die Beteiligung des Verkehrsministers vorgestellt. Doch was steckt wirklich hinter diesen Plänen und welche Auswirkungen könnten sie auf die Bürger haben?
Die Asfinag, die für den Bau und die Erhaltung der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich zuständig ist, hat in Zusammenarbeit mit der FPÖ einen Vorstoß für den Ausbau mehrerer Straßenprojekte unternommen. Besonders auffällig ist dabei, dass der Verkehrsminister nicht in diese Pläne eingeweiht wurde. Die Projekte S34, A5, S10 und S36 wurden in der ORF ZiB 1 Sendung erwähnt und durch eine Pressemitteilung der FPÖ begleitet. Doch warum sorgt dieser Vorstoß für so viel Aufsehen?
Die S34, auch bekannt als die Wurmfortsatz-Autobahn, ist ein besonders umstrittenes Projekt im niederösterreichischen Traisental. Laut der Umweltorganisation VIRUS fehlt dieser Autobahn die notwendige Rechtsgrundlage, da der Vorhabensbestandteil Spange Wörth nicht genehmigt wurde und derzeit beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) anhängig ist. Ohne diese Genehmigung kann keine Verkehrsfreigabe erteilt werden. Zudem müssen erst Ausgleichsflächen gesichert und entwickelt werden, was durch die Stadt Sankt Pölten erschwert wird.
Ein Sprecher der Umweltorganisation VIRUS äußerte sich besorgt: „Es scheint offenbar darum zu gehen, irgendwo Stückwerk zum Betonieren zu finden. Doch ohne die notwendige Genehmigung wird das Projekt nicht umsetzbar sein.“
Die steiermärkische S36 steht ebenfalls im Fokus der Kritik. Diese Autobahn soll lediglich ausgebaut werden, doch die Umweltorganisation VIRUS befürchtet, dass hier die sogenannte Salamitaktik angewendet wird. Dabei werden Projekte in kleinen Schritten umgesetzt, um den Widerstand der Bevölkerung zu minimieren. Historisch gesehen wurde diese Taktik bereits in der Vergangenheit bei anderen Infrastrukturprojekten angewendet.
Die niederösterreichische A5 ist seit Jahren in der ersten Ausbaustufe bis zur Staatsgrenze fertiggestellt. Der Vollausbau, der eine 13 Kilometer lange Salzwassereinleitung in die Thaya umfasst, ist jedoch an den Bau der tschechischen D52 geknüpft. Doch aufgrund der schwierigen Genehmigungslage jenseits der Grenze ist derzeit nicht mit einem baldigen Bau zu rechnen. Sollte dennoch einseitig vorgebaut werden, könnte dies zu einem Fall für den Rechnungshof werden.
Die politische Dimension dieser Autobahnpläne ist nicht zu unterschätzen. Die Zusammenarbeit zwischen der Asfinag und der FPÖ ohne Einbindung des Verkehrsministers wirft Fragen auf. Warum wird der Verkehrsminister umgangen? Welche Interessen verfolgt die FPÖ mit diesen Plänen? Und wie wird die Regierung darauf reagieren?
Ein Experte für Verkehrspolitik erklärt: „Die FPÖ könnte versuchen, durch den Ausbau der Autobahnen ihre Wählerbasis in den betroffenen Regionen zu stärken. Gleichzeitig könnte die Umgehung des Verkehrsministers auf interne Konflikte innerhalb der Regierung hindeuten.“
Der Ausbau der Autobahnen könnte sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Bevölkerung haben. Einerseits könnten neue Straßen den Verkehr entlasten und die Erreichbarkeit von Regionen verbessern. Andererseits könnten sie zu Umweltbelastungen und einem erhöhten Verkehrsaufkommen führen.
Ein Bürger aus dem Traisental äußert seine Bedenken: „Wir wollen keine Autobahn vor unserer Haustür. Die Natur hier ist einzigartig und sollte nicht durch Beton zerstört werden.“
Wie wird es mit den Autobahnplänen der Asfinag und der FPÖ weitergehen? Derzeit ist unklar, ob und wann die Projekte umgesetzt werden. Die rechtlichen Hürden, insbesondere bei der S34, könnten die Pläne verzögern oder sogar verhindern. Zudem bleibt abzuwarten, wie die Regierung und der Verkehrsminister auf diesen Vorstoß reagieren werden.
Ein Verkehrsexperte prognostiziert: „Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnten sie das Verkehrsnetz in Österreich nachhaltig verändern. Doch die rechtlichen und politischen Hürden sind hoch, und es bleibt abzuwarten, ob die Projekte tatsächlich realisiert werden.“
Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Asfinag und die FPÖ ihre Pläne durchsetzen können oder ob der Widerstand von Umweltorganisationen und Anwohnern zu groß sein wird. Eines ist sicher: Diese Autobahnpläne werden weiterhin für Diskussionen sorgen und die politische Landschaft in Österreich beeinflussen.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Original-Pressemitteilung der Umweltorganisation VIRUS.