In den stillen Traunauen zwischen Gunskirchen und Edt bei Lambach ereignete sich in den letzten Kriegswochen 1945 eine der grausamsten Tragödien der NS-Zeit in Oberösterreich. Tausende Menschen starben hier unter katastrophalen Bedingungen – doch bis heute fehlt ein zentraler Gedenkort. Das Mauthausen Komitee Österreich will das ändern und plant für Herbst 2026 die Eröffnung einer neuen Gedenkstätte. Doch das ambitionierte Projekt braucht noch weitere finanzielle Unterstützung.
In den stillen Traunauen zwischen Gunskirchen und Edt bei Lambach ereignete sich in den letzten Kriegswochen 1945 eine der grausamsten Tragödien der NS-Zeit in Oberösterreich. Tausende Menschen starben hier unter katastrophalen Bedingungen. Das Mauthausen Komitee Österreich errichtet am historischen Standort des ehemaligen KZ-Außenlagers Gunskirchen einen neuen Gedenkort. Die Eröffnung des Gedenkorts ist für Herbst 2026 geplant. Gleichzeitig werden weiterhin finanzielle Mittel benötigt, um die vollständige Realisierung sicherzustellen.
In den Traunauen zwischen Gunskirchen und Edt bei Lambach befand sich eines der grausamsten Außenlager des KZ Mauthausen. In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs wurden dort tausende Menschen – überwiegend jüdische Häftlinge aus verschiedenen Ländern – unter katastrophalen Bedingungen interniert und dem Sterben ausgesetzt. Selbst nach der Befreiung durch die US-Armee starben viele an den Folgen von Entkräftung und Krankheiten.
Mit dem neuen Gedenkort Gunskirchen schafft das MKÖ erstmals einen Ort, der Geschichte, Erinnerung und Bildungsarbeit miteinander verbindet. Auf einem rund 4.000 Quadratmeter großen Waldgrundstück entstehen mehrere Gedenkstelen, die die Geschichte des Lagers inhaltlich aufbereiten. Über QR-Codes erhalten Besucher:innen Zugang zu vertiefenden Informationen, darunter historische Dokumente, Bilder sowie Zeitzeug:innenberichte. Ergänzend wird der Gedenkort auch digital erlebbar sein und damit weltweit zugänglich gemacht.
Das Projekt wird maßgeblich durch Spenden und Fundraising getragen. Trotz der bereits breiten Unterstützung sind für die finale Umsetzung und inhaltliche Ausgestaltung des Gedenkorts weitere Mittel erforderlich.
Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich, betont: „Wir haben im vergangenen Jahr große Unterstützung für dieses Projekt erfahren. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig es ist, diesen Ort in seiner ganzen Dimension sichtbar zu machen. Dafür brauchen wir weiterhin die Unterstützung der Gesellschaft. Jede Spende trägt dazu bei, dass Erinnerung konkret und zugänglich wird.“
Mehr Informationen und Möglichkeit zur Spende unter www.gedenkort-gunskirchen.at