Die Wiener Innenstadt erlebte diese Woche eine bewegende Szene: Am Stephansplatz, direkt gegenüber dem traditionellen Fiakerstandplatz, versammelten sich Tierschutzaktivisten zu einer stillen Mahnwache.
Die Wiener Innenstadt erlebte diese Woche eine bewegende Szene: Am Stephansplatz, direkt gegenüber dem traditionellen Fiakerstandplatz, versammelten sich Tierschutzaktivisten zu einer stillen Mahnwache. Mit Fotos verunglückter Pferde und mahnenden Schildern gedachten sie der Tiere, die in den vergangenen Wochen bei Fiakerunfällen ums Leben gekommen sind. Auch Passant:innen brachten ihre Betroffenheit und Anteilnahme zum Ausdruck.
Vor zwei Wochen brach das 30-jährige Fiakerpferd "Tommy" auf offener Straße in Wien-Simmering zusammen. Das betagte Tier wurde noch an Ort und Stelle eingeschläfert. Nur eine Woche später ereignete sich ein weiterer Unfall mit einem Fiakergespann auf einer Schienenstraße; dem OTS zufolge blieb der Kutscher vorerst auf der Kutsche sitzen.
Der VGT macht in der OTS darauf aufmerksam, dass Pferde teilweise bis an ihr Lebensende im Geschirr eingesetzt werden und fordert als Sofortmaßnahme über die 1. Tierhaltungsverordnung eine Altersgrenze für Pferde, die in Kutschen eingesetzt werden, sowie gründliche Untersuchungen des Gesundheitszustands anstatt oberflächlicher Checks.
VGT-Fiaker-Campaigner Georg Prinz sagte: "Es ist völlig unverständlich, wie ein 30-jähriges Pferd immer noch als Fiakerpferd eingesetzt werden darf. Eine Altersgrenze für Pferde, die für die Personenbeförderungen eingesetzt werden, hätte diese Tragödie verhindert."
Pressefotos (Copyright: VGT.at)