Photovoltaikanlage auf ehemaliger Kiesgrube versorgt 1.000 Haushalte
In Eberndorf startet der Bau des ersten PV-Kraftwerks der oekostrom AG in Kärnten. Die 2,6 MWp-Anlage auf einer ehemaligen Kiesgrube zeigt nachhaltige Flächennutzung.
Ein bedeutender Schritt für die Energiewende in Kärnten: In Pribelsdorf in der Marktgemeinde Eberndorf im Bezirk Völkermarkt hat heute der Bau des ersten Photovoltaikkraftwerks der oekostrom AG in Kärnten begonnen. Das Projekt markiert nicht nur eine geografische Erweiterung des Unternehmens, sondern auch ein Paradebeispiel für nachhaltige Flächennutzung und regionale Energieversorgung.
Auf einer knapp drei Hektar großen Fläche, die zuvor als Schotter- und Kiesgrube diente, entsteht eine moderne Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 2,6 Megawatt peak (MWp). Diese durchdachte Standortwahl zeigt, wie Energieproduktion und verantwortungsvolle Flächennutzung erfolgreich kombiniert werden können, ohne zusätzliche landwirtschaftliche oder naturbelassene Flächen zu beanspruchen.
Die Anlage wird künftig etwa 1.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen und dabei eine durchschnittliche Jahresproduktion von 3,6 Gigawattstunden (GWh) erreichen. Dies entspricht einem wichtigen Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit und zur Reduktion von CO2-Emissionen in Kärnten.
Für die oekostrom AG bedeutet das Projekt in Pribelsdorf einen wichtigen Expansionsschritt. Erstmals baut das österreichische Unternehmen ein Photovoltaikkraftwerk in Kärnten und erweitert damit seine erneuerbare Stromproduktion auf insgesamt vier Bundesländer. Dies unterstreicht die kontinuierliche Ausweitung der nachhaltigen Energieproduktion in ganz Österreich.
Christoph Grosssteiner, Geschäftsführer der oekostrom Produktions GmbH, betont die Bedeutung des Projekts: "Dass unser erstes Kraftwerk in Kärnten auf einer ehemaligen Kiesgrube entsteht, ist ein starkes Signal. Wir zeigen, wie Energiewende und verantwortungsvolle Flächennutzung zusammengehen können – regional, nachhaltig und in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde."
Die oekostrom AG investiert rund zwei Millionen Euro in das Kärntner Projekt. Diese Investition fließt nicht nur in moderne Photovoltaik-Technologie, sondern auch in die lokale Wirtschaft und stärkt die Wertschöpfung in der Region Jauntal.
Die Projektentwicklung begann bereits im Juli 2023, womit das Unternehmen eine relativ schnelle Umsetzung von der Planung bis zum Baustart realisieren konnte. Die Inbetriebnahme ist bereits für Juli 2026 geplant, was bedeutet, dass die Anlage schon in wenigen Monaten erste Erträge liefern wird.
Projektleiter Peter Kuntner hebt die strategischen Überlegungen hinter der Standortwahl hervor: "Die Nachnutzung dieser Fläche war von Beginn an ausschlaggebend für das Projekt. Wir möchten Energieproduktion dorthin bringen, wo keine neuen Flächen verbraucht werden. Das ist ein zentraler Anspruch moderner PV-Entwicklung."
Diese Herangehensweise entspricht aktuellen Bestrebungen in der Photovoltaik-Branche, bevorzugt bereits genutzte oder beeinträchtigte Flächen für neue Anlagen zu verwenden. Dadurch wird der Konflikt zwischen Energieproduktion und Flächenverbrauch minimiert.
Das Projekt findet sowohl auf kommunaler als auch auf Landesebene große Unterstützung. Bürgermeister Wolfgang Stefitz von Eberndorf sieht in der Photovoltaikanlage einen wichtigen Entwicklungsschritt für seine Gemeinde und die gesamte Region: "Dieses Projekt bringt lokale Wertschöpfung und erneuerbare Energie direkt in unsere Gemeinde und stärkt die Energieversorgung im Jauntal."
Für die Marktgemeinde Eberndorf bedeutet die Ansiedlung des ersten Kärntner oekostrom-Kraftwerks auch eine Auszeichnung. "Dass die oekostrom AG für ihr erstes Kärntner PV-Kraftwerk Pribelsdorf gewählt hat, ist für uns ein Zeichen des Vertrauens in die gesamte Region", so Bürgermeister Stefitz weiter.
Der symbolische Spatenstich fand heute Vormittag direkt auf der Baustelle in Pribelsdorf statt. An der Zeremonie nahmen neben den Projektpartnern auch Vertreter der Gemeinde Eberndorf und des Landes Kärnten teil, was die breite Unterstützung für das Vorhaben unterstreicht.
Die Anwesenheit von Landes- und Gemeindevertretern zeigt, dass das Projekt als wichtiger Baustein für die Energiewende in Kärnten wahrgenommen wird und in die regionalen Nachhaltigkeitsstrategien eingebettet ist.
Mit der neuen Photovoltaikanlage leistet die oekostrom AG einen messbaren Beitrag zur Energiewende in Kärnten. Die Jahresproduktion von 3,6 GWh entspricht dem Stromverbrauch von etwa 1.000 durchschnittlichen österreichischen Haushalten und vermeidet jährlich erhebliche Mengen an CO2-Emissionen.
Das Projekt fügt sich in die österreichweite Strategie zum Ausbau erneuerbarer Energien ein und unterstützt die nationalen Klimaziele. Gleichzeitig stärkt es die regionale Energieautarkie und reduziert die Abhängigkeit von Energieimporten.
Die Anlage in Pribelsdorf könnte als Modell für weitere Photovoltaikprojekte in Kärnten und anderen Bundesländern dienen. Die Kombination aus nachhaltiger Flächennutzung, regionaler Wertschöpfung und technischer Innovation zeigt, wie Energiewende-Projekte erfolgreich umgesetzt werden können.
Für die oekostrom AG markiert das Kärntner Projekt möglicherweise den Auftakt für weitere Investitionen in dem südlichsten Bundesland Österreichs. Die positive Resonanz von Gemeinde und Land könnte den Weg für zusätzliche erneuerbare Energieprojekte in der Region ebnen.
Mit der geplanten Inbetriebnahme im Juli 2026 wird die Photovoltaikanlage in Pribelsdorf schon bald einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stromversorgung in Kärnten leisten und zeigen, wie moderne Energieproduktion und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen erfolgreich vereint werden können.