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PHÖNIX Gründungspreis 2024: Österreichs Top-Innovationen

Auszeichnung für wegweisende Start-ups und Female Entrepreneurs

13. März 2026 um 09:20
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Der österreichische Gründungspreis PHÖNIX würdigt herausragende Innovationen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in vier Kategorien.

Der österreichische Gründungspreis PHÖNIX hat erneut die besten Innovationen aus heimischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ausgezeichnet. Im festlichen Ambiente der Industriellenvereinigung wurden gestern die Sieger in den vier Kategorien "Female Entrepreneurs", "Prototyp", "Spin-off" und "Start-up" gekürt. Die Veranstaltung unterstreicht die wichtige Rolle des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft für die Innovationskraft Österreichs.

Rekordteilnahme bestätigt Innovationsgeist

Aus insgesamt 129 Einreichungen qualifizierten sich 12 Projekte von 11 Finalteams für die Endrunde. Die geografische Verteilung zeigt dabei ein breites Interesse aus allen Bundesländern: Wien führt mit 51 Einreichungen, gefolgt von der Steiermark mit 20 und Oberösterreich mit 18 Bewerbungen. Diese hohe Beteiligung demonstriert das ungebrochene Interesse an innovativen Gründungen im Technologiebereich.

"Spin-offs aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen zeigen, was öffentliche Investitionen in exzellente Grundlagenforschung bewirken", erklärte Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner. "Aus Wissen und Neugier entstehen konkrete Anwendungen, aus Forschung Lösungen, die den Menschen zugutekommen."

Fokus auf weibliche Gründerinnen

Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Kategorie "Female Entrepreneurs", die gezielt die Sichtbarkeit von Forscherinnen und Gründerinnen im High-Tech-Bereich stärken soll. Die Ministerin betonte die Bedeutung von Vielfalt für Innovation: "Jede Gründerin aus der Wissenschaft setzt neue Impulse, öffnet zusätzliche Perspektiven und wird so zum Vorbild."

Den Sieg in dieser Kategorie errangen Julia Reisinger und Maria Zahlbruckner mit ihrer factorymaker FlexCo. Ihr Unternehmen revolutioniert die Industriebauplanung durch KI-basierte Automatisierung. Die Plattform vergleicht in wenigen Minuten über hunderttausend optimierte Lösungen und bewertet diese nach Kosten, Flexibilität, Prozesseffizienz und CO₂-Bilanz.

Innovative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen

Die diesjährigen Gewinner zeigen eindrucksvoll, wie Forschungsergebnisse in marktfähige Innovationen überführt werden können. Bei der Auswahl legte die Jury besonderen Wert auf den Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele.

In der Kategorie "Prototyp" überzeugte imd BIOTECH GmbH mit ihrer rappid-Plattform für den Echtzeit-Nachweis pathogener Bakterien. Das revolutionäre Verfahren kombiniert Anreicherung und Detektion in einem Schritt und liefert Ergebnisse in weniger als der halben Zeit herkömmlicher Tests.

Technologische Durchbrüche in verschiedenen Bereichen

Moldsonics GmbH sicherte sich den Sieg in der Kategorie "Spin-off" mit ihrer fortschrittlichen Ultraschallsensorik für die Kunststoffverarbeitung. Die Technologie ermöglicht die zerstörungsfreie Überwachung aller Prozessparameter in Echtzeit, was zu kürzeren Rüstzeiten, weniger Ausschuss und höherer Ressourceneffizienz führt.

Den Start-up-Preis gewann voidsy gmbh mit dem 3D V-ROX, dem ersten kompakten, intelligenten photothermischen Tomographiesystem. Es stellt versteckte Material- und Bauteildefekte dreidimensional dar und ist direkt in Produktionsprozesse integrierbar.

Unterstützung für Wachstum und Skalierung

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner kündigte weitere Unterstützungsmaßnahmen an: "Mit der gemeinsam mit der aws gestarteten Spin-off-Initiative stärken wir gezielt die Brücke zwischen Hochschulen, Forschung und privatem Kapital." Zusätzlich bringt die Bundesregierung den Scaleup-Fonds auf den Weg, um Wachstumskapital für vielversprechende Ideen bereitzustellen.

Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) als Förderbank des Bundes investiert bereits jetzt rund ein Drittel ihres Finanzierungsvolumens in innovative Start-ups. "Mit ihren visionären Ansätzen im Bereich der Schlüsseltechnologien tragen sie zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts essenziell bei", erklärten die aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister und Gerfried Brunner.

Internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken

IV-Generalsekretär Christoph Neumayer betonte die Notwendigkeit strategischer Partnerschaften: "Um grundsätzlich im internationalen Technologiewettbewerb mithalten zu können, müssen die österreichischen Hochschulen weiter verstärkt auf Exzellenz, Leistungsorientierung und Wissenstransfer setzen." Besonders wichtig sei dabei die Schärfung der Profile von Universitäten und Fachhochschulen sowie die Vermittlung von Zukunftskompetenzen.

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG unterstützte im vergangenen Jahr Start-ups, Scale-ups und Spin-offs mit knapp 93 Millionen Euro. "Damit fördern wir gezielt die Gründerinnen und Gründer, die Innovation, Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit in Österreich vorantreiben", sagte FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth.

Ausblick und Perspektiven

Der seit 2012 verliehene PHÖNIX-Preis wird im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus vergeben. Die Sieger erhalten neben Trophäen und Reisegutscheinen auch die Möglichkeit zur Teilnahme an internationalen Fachevents.

Die diesjährige Preisverleihung zeigt eindrucksvoll, wie aus österreichischer Forschung wirtschaftlich erfolgreiche und gesellschaftlich relevante Innovationen entstehen. Die Projekte fungieren als wichtige Vorbilder für künftige Gründergenerationen und stärken Österreichs Position im internationalen Technologiewettbewerb.

Teilnahmeberechtigt für den Wettbewerb sind Start-ups und Spin-offs, die nach dem 1. Januar 2019 gegründet wurden und ihren Firmensitz in Österreich haben. Der Preis wird von der Austria Wirtschaftsservice GmbH in Kooperation mit der Industriellenvereinigung und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft organisiert.

Schlagworte

#Gründungspreis#Innovation#Start-ups#Forschung#Austria Wirtschaftsservice

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