Die Diskussion um die Wiedereinführung einer Erbschaftssteuer in Österreich erhitzt erneut die Gemüter. Während die einen darin ein Instrument für mehr Steuergerechtigkeit sehen, warnt die Junge Industrie vor gravierenden Folgen für den Wirtschaftsstandort.
Die Junge Industrie (JI) spricht sich klar gegen die Einführung einer Erbschafts- bzw. Todessteuer aus. „Wenn wir den Fortbestand familiengeführter Unternehmen sichern wollen, ist eine Erbschaftssteuer der falsche Weg“, erklärt Eduard Fröschl, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie.
Die Junge Industrie argumentiert, dass eine Erbschaftssteuer nicht anonymes Kapital treffe, sondern konkrete Auswirkungen auf Unternehmen, Arbeitsplätze sowie Zukunftsinvestitionen habe. Viele Betriebe wurden über Generationen aufgebaut und stehen nun vor der Herausforderung der Übergabe. Eine zusätzliche Steuer würde dringend benötigte Investitionen binden und könnte im schlimmsten Fall zu Verkäufen oder Standortverlagerungen führen. „Wer Leistung erbringt, Verantwortung übernimmt und langfristig denkt, darf dafür nicht bestraft werden“, so Fröschl abschließend.