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Wirtschaft

Energiepreise trotz Senkung: Warum Steirer und Kärntner draufzahlen

23. September 2025 um 06:42
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Am 1. Oktober 2025 tritt eine mit Spannung erwartete Tarifsenkung bei zwei der größten Landesenergieversorger Österreichs in Kraft: Die Energie Steiermark und die KELAG. Doch die Freude über die Preissenkungen könnte bei vielen Konsumenten schnell verfliegen, denn trotz der angekündigten Reduktionen

Am 1. Oktober 2025 tritt eine mit Spannung erwartete Tarifsenkung bei zwei der größten Landesenergieversorger Österreichs in Kraft: Die Energie Steiermark und die KELAG. Doch die Freude über die Preissenkungen könnte bei vielen Konsumenten schnell verfliegen, denn trotz der angekündigten Reduktionen bleiben die Tarife deutlich über dem aktuellen Marktniveau. Eine aktuelle Analyse des Online-Wechselportals durchblicker zeigt, dass Konsumenten bei einem Wechsel zu einem Alternativanbieter bis zu 356 Euro jährlich einsparen können.

Die Zahlen im Detail: Was bedeutet die Preissenkung?

Mit einer Reduktion von 24,8 Prozent bei der Energie Steiermark und 10 Prozent bei der KELAG erscheinen die Preissenkungen zunächst signifikant. Doch bei genauerem Hinsehen relativieren sich diese Zahlen im Marktvergleich deutlich. Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden zahlt beim günstigsten Alternativanbieter in der Steiermark bis zu 356 Euro weniger im Jahr als bei der Energie Steiermark. In Villach beträgt die Differenz bei der KELAG immerhin noch 241 Euro jährlich.

Historische Entwicklung der Energiepreise in Österreich

Um die aktuelle Situation besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Energiemarkt in Österreich stark verändert. Nach der Liberalisierung des Energiemarktes in den 1990er Jahren, die ursprünglich mehr Wettbewerb und niedrigere Preise bringen sollte, haben sich die Preise in den letzten Jahren aufgrund verschiedener Faktoren wie gestiegener Rohstoffkosten und regulatorischer Maßnahmen kontinuierlich erhöht.

Besonders in den letzten Jahren sind die Energiepreise in die Höhe geschossen, was durch die globale Energiekrise und die Inflation weiter verschärft wurde. Diese Entwicklungen haben viele Haushalte in Österreich stark belastet, insbesondere jene mit geringem Einkommen.

Gewinnsteigerungen trotz Preissenkungen: Ein Widerspruch?

Besonders kritisch fällt die Einschätzung der Preissenkungen im Lichte der aktuellen Gewinnsituation der Landesversorger aus. Laut einer Analyse des Momentum Instituts konnte die KELAG im Jahr 2024 ihre Gewinne um 297 Prozent im Vergleich zu den Vorkrisenjahren steigern – ein Spitzenwert unter den Landesenergieversorgern. Auch die Energie Steiermark verbuchte eine Gewinnsteigerung um 167 Prozent. Diese Zahlen werfen die Frage auf, warum die Preisnachlässe für die Verbraucher vergleichsweise gering ausfallen.

Wie reagieren die Verbraucher?

In Zeiten hoher Inflation und steigender Lebenshaltungskosten sind Preisnachlässe von 10 oder 25 Prozent vergleichsweise wenig. Viele Haushalte fühlen sich durch die hohen Energiekosten zusätzlich belastet, was für Unmut sorgt. Ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter kann daher eine spürbare finanzielle Entlastung bieten.

Der Wechsel als Lösung: Einfach und effektiv

Ein Anbieterwechsel ist unkompliziert und bietet eine sofort spürbare finanzielle Erleichterung. Über Wechselportale wie durchblicker lassen sich mit wenigen Angaben wie Postleitzahl und Stromverbrauch passende Alternativangebote finden. Die Kündigung beim bisherigen Anbieter übernimmt das Wechselportal, und die Stromversorgung bleibt währenddessen durchgängig gewährleistet.

„Ein regelmäßiger Tarifvergleich schützt Haushalte effektiv vor überhöhten Energiekosten, insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten“, betont ein Energieexperte. Zudem leistet jeder Wechsel auch einen Beitrag zu mehr Wettbewerb im heimischen Energiemarkt. Denn nur wenn Konsumenten ihre Optionen aktiv nutzen, geraten überteuerte Anbieter unter Zugzwang. Das stärkt langfristig die Preistransparenz und damit die Position aller Verbraucher.

Ein Blick in die Zukunft: Was erwartet die Konsumenten?

Die Zukunft der Energiepreise bleibt ungewiss. Experten gehen davon aus, dass die Preise in den kommenden Jahren weiter steigen könnten, wenn keine signifikanten regulatorischen Maßnahmen ergriffen werden. Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Förderung von Energieeffizienz könnten langfristig zu einer Stabilisierung der Preise beitragen.

Dennoch bleibt die Frage, wie sich die Energieversorger in den kommenden Jahren positionieren werden. Werden sie ihre Gewinnmargen weiterhin auf Kosten der Verbraucher maximieren, oder wird der Druck durch den Wettbewerb sie dazu zwingen, ihre Preise fairer zu gestalten?

Fazit: Ein Wechsel lohnt sich

Angesichts der aktuellen Situation ist es für viele Haushalte ratsam, ihre Optionen zu prüfen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln. Die Einsparungen, die durch einen Wechsel möglich sind, können erheblich sein und bieten eine willkommene Entlastung in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten.

Für Konsumenten, die sich unsicher sind, bietet durchblicker eine kostenlose Expertenberatung und unterstützt bei der Entscheidung, die richtige Wahl bei den Fixkosten zu treffen. Weitere Informationen finden interessierte Leser auf der Webseite von durchblicker.

Schlagworte

#Einsparungen#Energie Steiermark#Energiepreise#KELAG#Österreich#Tarifsenkung#Wechselanbieter

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