Am 3. Oktober 2025 versammelten sich zahlreiche Vertreter des österreichischen Blumengroßhandels in der HBLFA Schönbrunn. Eingeladen von der Wirtschaftskammer Wien (WKW) und der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), stand die Tagung unter dem Motto „Zukünftige strategische Ausrichtung des öster
Am 3. Oktober 2025 versammelten sich zahlreiche Vertreter des österreichischen Blumengroßhandels in der HBLFA Schönbrunn. Eingeladen von der Wirtschaftskammer Wien (WKW) und der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), stand die Tagung unter dem Motto „Zukünftige strategische Ausrichtung des österreichischen Blumengroßhandels“.
Der Blumengroßhandel ist eine Branche, die sich derzeit in einem bedeutenden Wandel befindet. Angesichts der Klimaveränderungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten ist es für die Branche unerlässlich, neue Wege zu beschreiten. Diese Veränderungen bieten jedoch auch zahlreiche Chancen, die es zu nutzen gilt.
Monika Burket, Vorsitzende des Wiener Blumengroßhandels, und Alexander Mlinek, Vorsitzender des niederösterreichischen Blumengroßhandels, betonten in ihren Begrüßungsworten die Notwendigkeit von Zusammenarbeit und Offenheit gegenüber neuen Wegen. In einer sich schnell verändernden Marktumgebung sind diese Faktoren von großer Bedeutung.
Die Tagung bot hochkarätige Inputs von Experten aus dem In- und Ausland. Christian Willeke aus Deutschland berichtete über die Vorteile der Zusammenarbeit mehrerer Blumengroßhändler. Durch gemeinsame Einkaufsstrategien und bessere Konditionen bei Softwareanbietern können Unternehmen langfristig wettbewerbsfähiger bleiben.
E-Commerce-Experte Thomas Leskowsky führte das Publikum in die Welt der Künstlichen Intelligenz ein. Diese Technologie wird die Branche in Zukunft maßgeblich verändern. Sein prägnantes Fazit: „Entweder man geht mit der Zeit oder man geht mit der Zeit.“
Matthijs Mesken, Geschäftsführer des Verbandes der niederländischen Blumengroßhändler (VGB), und Yvonne Watzdorf, Direktorin der Plants & Flowers Foundation Holland, schilderten die europäische Marktsituation. Der Brexit hat massive Preissteigerungen für den Export nach Großbritannien mit sich gebracht. Die Niederlande spielen eine zentrale Rolle im Blumengroßhandel, da rund 70 % des gesamten Ausfuhrwertes von dort stammen.
Der Verband konzentriert sich auf zentrale Themen wie Nachhaltigkeit, Marktzugang, Standardisierung, Logistik, Datenmanagement und Digitalisierung. Mesken ist optimistisch: „Solange die Konsumenten unsere Blumen und Pflanzen kaufen, gibt es eine Rolle für Exporteure und Großhandelsunternehmen – eine sich ständig verändernde Rolle, aber eine, die bleibt.“
Markus Miklautsch, Obmann des Landesgremiums Kärnten für Versand-, Internet- und allgemeinen Handel, präsentierte praxisnahe Möglichkeiten, wie digitale Systeme und Online-Tools zu Prozessoptimierungen und Kosteneinsparungen im täglichen Geschäft beitragen können.
Im Anschluss diskutierten die Vortragenden mit den Teilnehmenden über Zukunftsperspektiven, gemeinsame Strategien und individuelle Sorgen der Branche. Die Gesprächsrunde zeigte deutlich: Der Dialog ist wichtiger denn je. Zusammenarbeit und Innovation sind die Schlüssel für eine stabile Zukunft des Blumengroßhandels.
Der Blumengroßhandel ist nicht die einzige Branche, die sich im Wandel befindet. Ähnliche Herausforderungen und Chancen finden sich auch in anderen Sektoren, wie etwa im Einzelhandel oder der Automobilindustrie. Auch dort sind Digitalisierung und Zusammenarbeit zentrale Themen, um in einer sich verändernden Welt wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die Veränderungen im Blumengroßhandel haben auch konkrete Auswirkungen auf die Bürger. Preissteigerungen, die durch den Brexit oder andere wirtschaftliche Faktoren bedingt sind, können sich auf die Preise von Blumen und Pflanzen im Einzelhandel auswirken. Gleichzeitig bieten neue Technologien wie die Künstliche Intelligenz die Möglichkeit, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.
Die Zukunft des Blumengroßhandels wird maßgeblich von der Fähigkeit der Branche abhängen, sich an neue Gegebenheiten anzupassen und innovative Lösungen zu entwickeln. Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, die Nutzung digitaler Technologien und die Anpassung an sich verändernde Marktbedingungen werden entscheidend sein.
Experten sind sich einig, dass der Blumengroßhandel auch in Zukunft eine wichtige Rolle im internationalen Handel spielen wird. Trotz der Herausforderungen gibt es zahlreiche Chancen, die es zu nutzen gilt. Die Branche muss jedoch bereit sein, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und offen für neue Ideen zu sein.
Die Tagung in Schönbrunn hat gezeigt, dass der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren der Branche von großer Bedeutung sind. Nur so kann der Blumengroßhandel auch in Zukunft erfolgreich sein und den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft begegnen.