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Wirtschaft

Baufachtagung in Wien: Revolutionäre Ideen für die Bauwirtschaft der Zukunft!

29. September 2025 um 05:38
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Die Bauwirtschaft steht vor einem entscheidenden Wendepunkt: Wie kann sie innovativer und ressourceneffizienter gestaltet werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der 3. Baufachtagung an der Hochschule Campus Wien, die am 25. September 2025 stattfand. Über hundert Teilnehmer kamen zusammen, um wertv

Die Bauwirtschaft steht vor einem entscheidenden Wendepunkt: Wie kann sie innovativer und ressourceneffizienter gestaltet werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der 3. Baufachtagung an der Hochschule Campus Wien, die am 25. September 2025 stattfand. Über hundert Teilnehmer kamen zusammen, um wertvolle Impulse und praxisnahe Ansätze zu diskutieren. Die Veranstaltung hat sich als zentraler Treffpunkt für die Bauwirtschaft etabliert.

Eröffnung durch Doris Link: Eine Zukunftsvision

Doris Link, COO der Hochschule Campus Wien, eröffnete die Baufachtagung mit einer eindrucksvollen Rede. Sie betonte die Notwendigkeit, beim Thema Innovation und Ressourceneffizienz konsequent am Ball zu bleiben, um echte Fortschritte zu erzielen. „Nur durch kontinuierliche Weiterentwicklung und neue Ansätze können nachhaltige Impulse für die Bauwirtschaft gesetzt werden“, sagte sie. Die Baufachtagung sei ein weiterer Baustein in der Strategie der Hochschule, eine der führenden Hochschulen in Europa zu werden.

Die drei Säulen der Strategie 2030

Die Strategie 2030 der Hochschule Campus Wien basiert auf den drei Säulen Relevanz, Qualität und Sichtbarkeit. Mit einem Rekord an Studienbewerbern blickt die Hochschule über die Grenzen Wiens hinaus und hofft, bald auch international führend zu sein. Diese Vision wird durch die Baufachtagung weiter untermauert, die als Plattform für den Austausch von Ideen und Innovationen dient.

Claudia Link: Verantwortung der Bauindustrie

Claudia Link, Leiterin des Departments Bauen und Gestalten, wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass die Bauindustrie an einem Wendepunkt stehe. „Innovation und Ressourceneffizienz sind keine Optionen, sondern unsere klare Verantwortung“, erklärte sie. Die Baufachtagung sei der Ort, an dem gemeinsam Wege gesucht werden, um nachhaltiger und besser zu planen, zu bauen und zu wirtschaften.

Keynote von Markus Hengstschläger: KI als Leittechnologie

Markus Hengstschläger, Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien, sprach in seiner Keynote über die Schnittstelle Mensch und Maschine und die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI). „Wir brauchen eine kooperative Intelligenz zwischen Menschen und Maschine“, sagte er. Die Frage sei nicht, ob wir uns an der KI-Technologie beteiligen, sondern wie wir sie sinnvoll nutzen können.

Die Rolle der Digitalisierung

Die Digitalisierung spielt eine zentrale Rolle bei der Transformation der Bauwirtschaft. Themen der Baufachtagung reichten von Digitalisierung, Forschung und Entwicklung, Materialinnovationen bis zur zirkulären Bauwirtschaft. Besonders im Fokus standen die Zukunft des Bauens mit Building Information Modeling (BIM) und Lean Construction.

Nachhaltigkeit im Bauwesen: Eine Priorität

Ein zentrales Thema der Baufachtagung war die Nachhaltigkeit im Bauwesen. Die Vorträge der Bauexperten beschäftigten sich mit klimaschonendem und günstigem Wohnbau, der Nutzung von Data Science zur Umsetzung von Bauprojekten sowie innovativen Vorschlägen zur nachhaltigen Zementproduktion und zum Recycling von Styropor.

Brückeninstandsetzungen: Die nachhaltige Alternative

Markus Vill, Leiter des Forschungszentrums Bauen und Gestalten, hob die Bedeutung von Brückeninstandsetzungen hervor. In Österreich gibt es über 70.000 Brücken, die größtenteils in den 1960er und 1970er Jahren gebaut wurden. Ab 2040 müssen viele dieser Brücken erneuert werden. „Brückenabriss und Neubauten verursachen viele Emissionen. Die Instandsetzung von Brücken ist die erste Wahl, wenn wir die Pariser Klimaziele erreichen wollen“, erklärte Vill.

Moderne Technologien zur Brückeninstandsetzung

Vill stellte modernste Technologien zur Beurteilung von Brückenschäden vor, darunter Ultraschalluntersuchungen, endoskopische Videoaufnahmen und Satellitenbilder, die Veränderungen im Millimeterbereich feststellen können. Neue Wege zur technischen Verstärkung von Brücken umfassen Betonergänzungen, Spannstangen, externe Verspannung und geklebte Carbon-Verstärkungen.

Hochschule Campus Wien: Ein Zentrum für Innovation

Mit rund 9.100 Studierenden an zwei Standorten ist die Hochschule Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. Sie bietet ein breites Spektrum an Studienprogrammen in den Bereichen Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Soziales, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit und Politik. Die Hochschule ist ein Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen und engagiert sich stark in der anwendungsbezogenen Forschung und Entwicklung.

Forschung und Entwicklung: Der Schlüssel zur Zukunft

Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung wird in zehn fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Die Hochschule bietet Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen über die Hochschule Campus Wien Academy an.

Die Baufachtagung 2025 war ein voller Erfolg und zeigt, dass die Bauwirtschaft in Österreich bereit ist, innovative und ressourcenschonende Wege zu beschreiten. Die Hochschule Campus Wien spielt dabei eine zentrale Rolle und setzt mit ihrer Strategie 2030 neue Maßstäbe für die Zukunft der Bauwirtschaft.

Schlagworte

#Baufachtagung#Bauwirtschaft#Brückeninstandsetzung#Hochschule Campus Wien#Innovation#Nachhaltigkeit#Ressourceneffizienz

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