Auschwitz-Birkenau Modell in Wien: Neue Wege der Holocaust-Bildung
Ein 30 m² großes Modell des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau steht im Zentrum einer internationalen Konferenz zur Holocaust Education am 25. März 2026 in Wien.
Ein 30 m² großes Modell des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau steht im Zentrum der internationalen Ex-His Konferenz „Holocaust Education in the Post Witness Era: Innovation, Responsibility and Memory Work“, die am 25. März 2026 ab 14:00 im Haus der Ingenieure (Eschenbachgasse 9, Wien) stattfindet.
Innovative Holocaust-Bildung in der Post-Zeitzeugen-Ära
Die Veranstaltung wird von dem Verein MoRaH – Austria (morah.at) organisiert und bringt Teilnehmer*innen und Expert*innen aus ganz Europa nach Wien.
Das Modell, entwickelt im Rahmen eines von der EU-Kommission geförderten Projekts (Ex-His), gilt als innovatives Werkzeug in der Holocaust Education und ermöglicht neue Zugänge zur Vermittlung der Geschichte der Shoah, insbesondere für junge Menschen. Es wird im Rahmen der Konferenz erstmals in diesem Kontext umfassend präsentiert.
Europäische Zusammenarbeit für Erinnerungskultur
Zu den beteiligten europäischen Partnerorganisationen zählen unter anderem Post Bellum, CEDIN, Laude-Reut, European March of the Living, Az Élet Menete, Hashomer Ungarn sowie Muzeon.
Österreichische Beteiligte
Darüber hinaus wirken zahlreiche Initiativen und Institutionen aus Österreich und dem europäischen Raum mit, darunter Vertreter*innen von Likrat Austria, GFKBÖ, MoRaH, der Geschichtsdidaktik der Universität Wien sowie Bildungsprojekten wie „Baustelle Antisemitismus“.
Zentrale Herausforderung: Leben ohne Zeitzeugen
Im Zentrum der Konferenz steht die Frage, wie Holocaust Education in einer Gesellschaft gestaltet werden kann, in der die Generation der Zeitzeug*innen zunehmend verschwindet. In der sogenannten Post Witness Era stehen Bildungsarbeit und Erinnerungskultur vor grundlegenden Herausforderungen; neben innovativen didaktischen Ansätzen werden auch strukturelle Fragen der Vermittlung, der politischen Bildung und der Erinnerungskultur neu verhandelt.
Podiumsdiskussionen
Im Rahmen von zwei Podiumsdiskussionen diskutieren internationale Expert*innen über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Perspektiven der Holocaust Education. Zu den Podiumsteilnehmerinnen zählen unter anderem: Ljiljana Radonić (Österreichische Akademie der Wissenschaften), Lukas Meissel (Universität Wien), Philipp Kothe (GFKBÖ), Awi Blumenfeld (MoRaH), Andreas Patschenko (JÖH), Karin Schneider und Andrea Hubin (Projekt Baustelle Antisemitismus), Arjun Pfaffstaller (Gedenkort Schloss Hartheim) sowie weitere Vertreterinnen aus Bildungsarbeit und Zivilgesellschaft.
Programm
- 14:00: The ExHis unique 3D model of Birkenau extermination camp: Impact of new educative tools in student’s involvement and peer guiding empowerment
- 16:00: Innovation in Holocaust Education: Best practices to address the challenges of the European young generation
- 18:00: Future of Memory: Integrating Gender into the Shoah’s legacy and remembrance
Die Konferenz findet hybrid vor Ort und im Livestream statt und richtet sich an Medienvertreterinnen, Pädagoginnen, Wissenschaftler*innen sowie eine interessierte Öffentlichkeit. Medien sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und über die Präsentation des Modells sowie die Diskussionen vor Ort zu berichten.
Weitere Informationen zur Konferenz: https://exhis.eu/
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