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Asylzahlen Jänner: Mehr Abschiebungen als neue Anträge

ÖVP sieht Bestätigung für Innenministers Kurs - Deutlicher Rückgang bei Asylanträgen

21. Februar 2026 um 10:46
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Die Asylstatistik für Jänner zeigt 945 neue Anträge gegenüber 1.083 Außerlandesbringungen. Die ÖVP wertet dies als Erfolg ihrer Politik.

Die österreichischen Asylzahlen für Jänner 2026 zeigen eine bemerkenswerte Entwicklung: Erstmals seit Jahren übersteigt die Zahl der Abschiebungen die der neuen Asylanträge deutlich. 945 Asylanträge stehen 1.083 Außerlandesbringungen gegenüber – eine Bilanz, die in der politischen Diskussion für Aufsehen sorgt.

Dramatischer Rückgang bei Asylanträgen

Der Jänner 2026 verzeichnet mit 945 Asylanträgen den niedrigsten Wert für diesen Monat seit Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von rund 51 Prozent. Diese Entwicklung wird von der ÖVP als direktes Ergebnis ihrer Asylpolitik interpretiert.

Gemeinderat Hannes Taborsky, Sicherheitssprecher der Wiener ÖVP, sieht in diesen Zahlen eine Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. "Während andere Parteien in Bierzelten den politischen Mitbewerb beleidigen und Arbeit verweigern, liefert Innenminister Gerhard Karner konkrete Ergebnisse", so Taborsky in einer Stellungnahme.

Details zu den Außerlandesbringungen

Besonders auffällig ist die Zusammensetzung der 1.083 Außerlandesbringungen im Jänner. Mehr als die Hälfte dieser Abschiebungen erfolgte zwangsweise, was auf eine konsequente Durchsetzung der behördlichen Entscheidungen hindeutet. Ein erheblicher Anteil der abgeschobenen Personen – rund 41 Prozent – war bereits strafrechtlich verurteilt.

Diese Zahlen unterstreichen nach Ansicht der ÖVP die Notwendigkeit und Wirksamkeit der verschärften Maßnahmen. Die Partei argumentiert, dass damit sowohl die öffentliche Sicherheit gestärkt als auch das Vertrauen in den Rechtsstaat gefestigt wird.

Familiennachzug praktisch zum Erliegen gekommen

Ein weiterer signifikanter Aspekt der aktuellen Statistik betrifft den Familiennachzug. Im gesamten Jänner wurde nur eine einzige Einreise im Rahmen des Familiennachzugs registriert. Diese drastische Reduktion ist das direkte Resultat des von der Regierung verhängten weitgehenden Stopps des Familiennachzugs.

"Dieser Rückgang ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer Entscheidungen und konsequenter Umsetzung", betont Taborsky. Die Maßnahme war Teil eines umfassenden Pakets zur Reduktion der Zuwanderung nach Österreich.

Auswirkungen der Grenzschutzmaßnahmen

Auch entlang der sogenannten Balkanroute zeigen sich nach Angaben der ÖVP deutliche Erfolge. Die Zahl der illegalen Aufgriffe sei massiv zurückgegangen, was auf die verstärkten Grenzschutzmaßnahmen zurückgeführt wird.

Diese Entwicklung wird als Beleg dafür gewertet, dass nicht nur die Bearbeitung von Asylanträgen, sondern bereits die Prävention illegaler Einreisen wirksam funktioniert. Die verschärften Grenzkontrollen, die teilweise kontrovers diskutiert wurden, zeigen aus Sicht der Regierungspartei nun ihre beabsichtigte Wirkung.

Politische Bewertungen und Kritik

Die ÖVP nutzt die aktuellen Zahlen für eine deutliche Abgrenzung zur Opposition. Taborsky kritisiert andere Parteien scharf: "Bierzeltparolen ersetzen keine Ergebnisse. Entscheidend ist, was am Ende tatsächlich umgesetzt wird."

Die Volkspartei sieht sich durch die Statistik in ihrem harten Kurs bestätigt und kündigt an, diesen Weg konsequent fortzusetzen. "Die ÖVP steht für eine Sicherheitspolitik, die wirkt und Verantwortung übernimmt", so Taborsky.

Maßnahmenpaket zeigt Wirkung

Die aktuellen Zahlen sind das Resultat verschiedener Maßnahmen, die in den vergangenen Monaten implementiert wurden:

  • Weitgehender Stopp des Familiennachzugs
  • Verschärfte Grenzkontrollen
  • Konsequentere Abschiebepolitik
  • Verstärkter Grenzschutz entlang der Balkanroute

Diese Maßnahmen waren zum Teil umstritten und führten zu intensiven politischen Debatten. Die ÖVP argumentiert nun, dass die Ergebnisse die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges beweisen.

Ziele und Zukunftsperspektive

Für die ÖVP ist klar, dass der eingeschlagene Kurs fortgeführt werden muss. Die Partei formuliert dabei mehrere Zielsetzungen:

  • Nachhaltige Entlastung Österreichs
  • Gewährleistung von Sicherheit
  • Förderung erfolgreicher Integration
  • Sicherstellung sozialer Fairness

Taborsky betont abschließend: "Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass Innenminister Karner nicht redet, sondern handelt." Diese Aussage zielt darauf ab, die ÖVP als Partei der Taten zu positionieren und sich von der politischen Konkurrenz abzugrenzen.

Einordnung der Zahlen

Die Jänner-Zahlen markieren einen bemerkenswerten Wendepunkt in der österreichischen Asylstatistik. Dass die Zahl der Außerlandesbringungen die der neuen Anträge übersteigt, ist ein seltenes Phänomen, das die Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit auf sich zieht.

Ob sich dieser Trend auch in den kommenden Monaten fortsetzt und wie nachhaltig die Auswirkungen der verschiedenen Maßnahmen sind, wird sich in den folgenden Statistiken zeigen. Die ÖVP jedenfalls sieht sich durch die aktuellen Entwicklungen in ihrer Politik bestätigt und kündigt eine Fortsetzung des eingeschlagenen Kurses an.

Schlagworte

#Asylpolitik#ÖVP#Abschiebungen#Innenminister Karner#Wien

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