Österreichs Autobahnen stehen vor einer elektrischen Revolution: Die ASFINAG will bis 2030 alle rund 60 eigenen Rastplätze mit E-Ladestationen ausstatten und hat dafür bereits die ersten wichtigen
Nach einem EU-weiten Vergabeverfahren wurden aus zahlreichen in- und ausländischen Bewerbern fünf bestgeeignete Konzessionäre ausgewählt, die künftig die Ladeinfrastruktur auf ASFINAG-Rastplätzen planen, errichten und betreiben sollen. Laut ASFINAG sollen bis 2030 alle rund 60 Rastplätze mit Ladestationen ausgestattet werden.
Das Vergabeverfahren befindet sich nach Abschluss der ersten Stufe in der nächsten Phase. Die ausgewählten fünf Interessenten werden zur Legung eines Angebots für den Betrieb von E-Ladestationen für Pkw und Lkw auf Rastplätzen für die nächsten 20 Jahre eingeladen. Aus heutiger Sicht ist eine Vergabe der Konzession mit Ende 2026, Anfang 2027 geplant, sodass die Standorte dann im Laufe des Jahres 2027 in Betrieb gehen werden.
Von der jetzt gestarteten Konzessionsvergabe sind 21 österreichweit verteilte Rastplätze erfasst.
Im Umfang der Ausschreibung sind unter anderem vorgesehen: mindestens acht Schnell-Ladestationen für Pkw pro Standort (auch für Fahrzeuge mit Anhänger), Schnell-Lader für Lkw mit mindestens einer Vorrichtung für Megawatt-Charging (MCS) sowie Langsam-Ladestationen für Übernachtladen ("overnight-charging") von Lkw. Weiters zur Ausschreibung gehören ein Flugdach mit Photovoltaik-Anlagen, Beleuchtung, Barrierefreiheit, ein zeitgemäßes Bezahlsystem (Debit-/Kreditkarten) und eine gut sichtbare Anzeige der Ladepreise.
Parallel zur Konzessionsvergabe errichtet die ASFINAG bereits die notwendigen Stromanschlüsse, damit die ersten Ladestationen im Jahr 2027 in Betrieb gehen können.
Mobilitätsminister Peter Hanke betonte die Bedeutung der Maßnahme für die Energiewende und hob die Rolle der ASFINAG hervor. Die ASFINAG-Vorstände Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser erklärten, die Förderung der emissionsfreien Mobilität sei ein Eckpfeiler der Konzernstrategie und dass mit der Vergabe an einen Konzessionär ein weiterer Schritt gesetzt werde.